Weiter nur HD-Qualität: ARD verlängert Ausstrahlung über Satellit

Kostenlos, zuverlässig, aber technisch stark veraltet: Die ARD verlängert die Ausstrahlung ihrer Sender über Satellit bis ins Jahr 2039. Der Millionenvertrag mit Astra sorgt für Planungssicherheit, ignoriert aber aktuelle Bildstandards.
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Zukunft des Satelliten-TVs gesichert

Die öffentlich-rechtlichen ARD-Anstalten werden ihre Fernseh- und Radioprogramme bis 2039 über Satellit ausstrahlen. Der Vertrag für die Orbitalposition 19,2 Grad Ost wurde verlängert. Damit bleibt dieser Verbreitungsweg neben Streaming für Millionen Haushalte in Deutschland erhalten.

Für Nutzer bedeutet das Planungssicherheit. Der Satellitenempfang verursacht keine laufenden Anschlusskosten und gilt als verlässliche Alternative zum Internet. Die Ausstrahlung erfolgt weiterhin in 720p bei 50 Bildern pro Sekunde; höhere Standards sind vorerst nicht vorgesehen.


Wie das Unternehmen Astra mitteilt, nutzen täglich Millionen Menschen das Angebot. Betreiber ist die SES mit Sitz im luxemburgischen Betzdorf, gegründet 1985 als europäisches Projekt für direkte Satellitenübertragung.

Heute betreibt SES Dutzende Kommunikationssatelliten in rund 36.000 Kilometern Höhe. Über 19,2 Grad Ost werden etwa 300 deutschsprachige Programme verbreitet. Die lange Vertragslaufzeit gilt in der Medienbranche als ungewöhnlich.

Umbau der Senderlandschaft

Trotz der langen Laufzeit dürfte der Kapazitätsbedarf der ARD sinken. Laut Reformstaatsvertrag werden Spartenkanäle wie ARD alpha, tagesschau24 und ONE Ende des Jahres eingestellt. Bis 2033 sollen weitere Spartenangebote ins Internet verlagert werden.

Damit benötigt die ARD langfristig weniger Transponder-Kapazitäten. Ein Transponder empfängt Signale von der Erde, verstärkt sie und sendet sie auf anderer Frequenz zurück. Weniger Sendeplätze senken die Kosten für die Anmietung.

Ungeachtet der Verlagerung ins Netz bleibt der Satellit wichtig für die Grundversorgung. Ende 2024 nutzten mehr als 16 Millionen TV-Haushalte in Deutschland diesen Empfangsweg. Der Vertrag sichert die Versorgung auch in Regionen mit schwachem Breitbandausbau.

Nutzt ihr für das heimische Fernsehprogramm noch eine klassische Satellitenschüssel oder streamt ihr bereits alles über das Internet? Teilt eure Erfahrungen und Meinungen gerne in den Kommentaren.

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Bleibt ARD über Satellit empfangbar?
Ja, die ARD hat den Vertrag mit dem Betreiber SES Astra langfristig verlängert. Bis zum Jahr 2039 ist die Übertragung der TV- und Radioprogramme der Landesrundfunkanstalten über die Orbitalposition Astra 19,2° Ost gesichert.

Für IT-Profis und Endanwender bedeutet das vor allem Planungssicherheit. Wer bei der Gebäudeplanung oder Heimvernetzung auf Satelliten-TV setzt, muss in den nächsten 15 Jahren keinen erzwungenen Wechsel auf reine IP-Streams befürchten.
Kommt bald ARD in 4K oder Full-HD?
Vorerst nicht. Laut offiziellen Angaben wird weiterhin in der bewährten HD-Qualität gesendet. Technisch bedeutet das bei den Öffentlich-Rechtlichen meist eine Auflösung von 720p bei 50 Bildern pro Sekunde (720p50).

Ein zeitnaher Umstieg auf natives Full-HD (1080p) oder gar 4K/UHD ist über Satellit aktuell nicht vorgesehen. Wer höchste Auflösungen sucht, wird künftig wohl eher in den Mediatheken fündig, wo IP-basierte Ausspielungen flexiblere Bandbreiten erlauben.
Welche ARD-Sender fallen bald weg?
Obwohl der Satellitenvertrag verlängert wurde, ändert sich das Senderangebot. Zum Jahresende werden die linearen Spartenkanäle ARD alpha, tagesschau24 und ONE komplett eingestellt.

Zudem heißt es, dass bis 2033 auch die verbleibenden Spartensender von ARD und ZDF gemäß dem neuen Reformstaatsvertrag ins Internet verlagert werden sollen. Die ARD wird künftig also weniger Satelliten-Transponder benötigen als bisher.
Muss ich den Receiver neu einstellen?
Nein, für die Hauptprogramme ändert sich durch die Vertragsverlängerung technisch nichts. Die Ausstrahlung erfolgt weiterhin über die bekannte Position Astra 19,2° Ost. Ein Sendersuchlauf ist dafür nicht erforderlich.

Lediglich wenn zum Jahresende die genannten Spartensender abgeschaltet werden, empfiehlt es sich, die Senderlisten am TV oder Receiver zu bereinigen, um tote Kanäle zu entfernen.
Bleibt der Sat-Empfang kostenlos?
Der reine Empfang der unverschlüsselten ARD-Programme über Astra bleibt weiterhin ohne monatliche Anschlusskosten möglich. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu Kabel- oder IPTV-Anschlüssen.

Natürlich fällt weiterhin der reguläre Rundfunkbeitrag an. Die Infrastrukturkosten für Schüssel, LNB und Verkabelung müssen ebenfalls selbst getragen werden, amortisieren sich aber meist schnell im Vergleich zu laufenden Abo-Kosten.
Zusammenfassung
  • ARD verlängert Satellitenverbreitung über Astra bis zum Jahr 2039
  • Technisch veraltet: ARD strahlt Programme weiterhin nur in 720p aus
  • Mehr als 16 Millionen TV-Haushalte nutzten 2024 den Satellitenempfang
  • SES Astra betreibt Dutzende Kommunikationssatelliten in 36000 km Höhe
  • Spartenkanäle wie ARD alpha und tagesschau24 werden 2025 eingestellt
  • Keine Anschlusskosten: kostenloser Empfang als Alternative zum Internet
  • Satellit bleibt wichtig für Grundversorgung in Regionen mit schwachem Breitbandausbau

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