Microsoft: Rekord-Einnahmen und Sorge um massiv steigende Kosten
Microsoft hat im abgelaufenen Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen und gleichzeitig deutlich steigende Investitionen angekündigt. Ein großer Teil der Mehrausgaben geht allerdings einfach auf die gestiegenen Chippreise zurück.
Besonders dynamisch entwickelte sich erneut das Cloud-Geschäft. Die Erlöse aus Azure und anderen Cloud-Diensten stiegen um 40 Prozent. Auch das Segment "Intelligent Cloud", zu dem neben Azure auch Serverprodukte und Plattformen wie GitHub gehören, übertraf die Erwartungen. Ebenso legte der Bereich Produktivität mit Anwendungen wie Office, LinkedIn und Dynamics deutlich zu.
Dagegen blieb das Geschäft mit klassischen PC-bezogenen Produkten hinter den Erwartungen zurück. Die Sparte "More Personal Computing", die Windows, Xbox und Surface umfasst, verzeichnete einen leichten Umsatzrückgang. Auch die Verkäufe von Windows-Lizenzen und eigener Hardware sanken leicht.
Finanzchefin Amy Hood warnte jedoch, dass steigende Kosten die Margen belasten werden. Für das kommende Quartal stellte sie eine leicht rückläufige operative Marge in Aussicht. Hauptgrund seien hohe Investitionen in Rechenzentren sowie teurere Komponenten. Im laufenden Geschäftsjahr plant Microsoft inzwischen Investitionen in Höhe von 190 Milliarden Dollar ein.
Parallel dazu passt Microsoft seine Partnerschaft mit OpenAI an. Zukünftig entfällt die bisherige Umsatzbeteiligung, und auch andere Cloud-Anbieter dürfen die Modelle des Partners nutzen. Microsoft behält jedoch langfristige Nutzungsrechte an der Technologie.
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Besser als erwartet
Im dritten Geschäftsquartal, das am 31. März endete, erzielte Microsoft einen Umsatz von 82,89 Milliarden Dollar und lag damit über den Prognosen der Analysten. Der Gewinn je Aktie betrug bereinigt 4,27 Dollar und fiel ebenfalls besser aus als erwartet. Insgesamt wuchs der Umsatz im Jahresvergleich um 18 Prozent. Der Nettogewinn kletterte auf 31,78 Milliarden Dollar, nach 25,82 Milliarden im Vorjahreszeitraum.Besonders dynamisch entwickelte sich erneut das Cloud-Geschäft. Die Erlöse aus Azure und anderen Cloud-Diensten stiegen um 40 Prozent. Auch das Segment "Intelligent Cloud", zu dem neben Azure auch Serverprodukte und Plattformen wie GitHub gehören, übertraf die Erwartungen. Ebenso legte der Bereich Produktivität mit Anwendungen wie Office, LinkedIn und Dynamics deutlich zu.
Dagegen blieb das Geschäft mit klassischen PC-bezogenen Produkten hinter den Erwartungen zurück. Die Sparte "More Personal Computing", die Windows, Xbox und Surface umfasst, verzeichnete einen leichten Umsatzrückgang. Auch die Verkäufe von Windows-Lizenzen und eigener Hardware sanken leicht.
KI lässt die Kasse klingeln
Ein wesentlicher Wachstumstreiber bleiben KI-Angebote. Microsoft beziffert die jährlichen KI-Einnahmen inzwischen auf 37 Milliarden Dollar - ein Plus von 123 Prozent. Zudem nutzen inzwischen mehr als 20 Millionen Geschäftskunden den KI-Assistenten Copilot für Office-Anwendungen. Unternehmenschef Satya Nadella betonte, dass die Nutzung inzwischen ein Niveau erreicht habe, das mit Outlook vergleichbar sei.Finanzchefin Amy Hood warnte jedoch, dass steigende Kosten die Margen belasten werden. Für das kommende Quartal stellte sie eine leicht rückläufige operative Marge in Aussicht. Hauptgrund seien hohe Investitionen in Rechenzentren sowie teurere Komponenten. Im laufenden Geschäftsjahr plant Microsoft inzwischen Investitionen in Höhe von 190 Milliarden Dollar ein.
Parallel dazu passt Microsoft seine Partnerschaft mit OpenAI an. Zukünftig entfällt die bisherige Umsatzbeteiligung, und auch andere Cloud-Anbieter dürfen die Modelle des Partners nutzen. Microsoft behält jedoch langfristige Nutzungsrechte an der Technologie.
Zusammenfassung
- Microsoft übertraf Analystenerwartungen mit 82,89 Mrd. Dollar Umsatz im Q3
- Umsatz stieg im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 82,89 Milliarden Dollar
- Nettogewinn kletterte auf 31,78 Milliarden Dollar nach 25,82 Mrd. Vorjahr
- Azure und Cloud-Geschäft wuchsen um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
- Jährliche KI-Einnahmen verdoppelten sich um 123 Prozent auf 37 Mrd. Dollar
- Mehr als 20 Millionen Geschäftskunden nutzen Copilot für Office-Anwendungen
- Steigende Kosten belasten Margen - Investitionen von 190 Mrd. Dollar geplant
- PC-Sparte mit Windows, Xbox und Surface blieb hinter Erwartungen zurück
- Partnerschaft mit OpenAI wird angepasst - neue Nutzungsrechte vereinbart
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