Türkei-Vorstoß: Nutzung von Strom weltweit bis 2035 auf 35% steigern
Die Türkei will sich für ein weltweit abgestimmtes Ziel zur stärkeren Nutzung von Strom einsetzen und dafür auf der kommenden Weltklimakonferenz COP31 Unterstützung gewinnen. Der Anteil soll bis zum Jahr 2035 auf rund 35 Prozent steigen.
Das Vorhaben ist Teil der Vorbereitungen auf die COP31-Klimakonferenz, die im November im türkischen Antalya stattfindet, wie Reuters berichtet. Ziel ist es, den Verbrauch fossiler Energieträger wie Öl, Kohle und Erdgas deutlich zu senken. Dazu sollen insbesondere Verkehr, Industrie und die Wärmeversorgung von Gebäuden zügiger elektrifiziert werden. Als Beispiele gelten Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen und elektrisch betriebene Industrieanlagen.
Der türkische Umweltminister Murat Kurum, der den Vorsitz des Gipfels übernehmen wird, betonte, eine stärkere Elektrifizierung könne Haushalte und Unternehmen besser vor Preisschwankungen auf den internationalen Energiemärkten schützen. Ankara wolle deshalb eine Gruppe von Staaten zusammenbringen, die das Vorhaben politisch unterstützen. Zugleich kündigte Kurum an, insbesondere Entwicklungs- und Schwellenländer beim Zugang zu technischer Expertise, Ausbildungsmöglichkeiten und Finanzhilfen zu unterstützen.
Bei dem angestrebten Ziel handelt es sich jedoch nicht um ein verbindliches internationales Abkommen. Vielmehr soll es eine freiwillige Selbstverpflichtung interessierter Staaten sein. An der COP31 werden voraussichtlich Vertreter von fast 200 Ländern teilnehmen. Eine Besonderheit der Konferenz besteht darin, dass die Türkei Gastgeber des Treffens ist, während Australien die offiziellen Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen leitet. Diese Aufgabenteilung war nach konkurrierenden Bewerbungen beider Länder vereinbart worden.
Experten weisen allerdings darauf hin, dass Elektrifizierung allein noch keine klimafreundliche Energieversorgung garantiert. Entscheidend sei, wie der benötigte Strom erzeugt werde. Während Länder wie Frankreich und Schweden stark auf Kernenergie und erneuerbare Energien setzen, stammt ein erheblicher Teil der Stromproduktion in Staaten wie China und Indien weiterhin aus kohlebefeuerten Kraftwerken - auch wenn hier zumindest bei den neuen Investitionen eine klare Wende eingeleitet wurde.
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Effizienz deutlich höher
Die Elektrifizierung möglichst vieler Bereiche, in denen Energie benötigt wird, ist ein zentrales Element der Energiewende, da so die Effizienz gegenüber der Verbrennung fossiler Energieträger deutlich gesteigert werden kann. Aktuell liegt der Anteil von Stom am Gesamtverbrauch allerdings erst bei 20 Prozent. Eine Steigerung auf das von der Türkei vorgeschlagene Ziel wäre durchaus ein ambitioniertes Vorhaben.Das Vorhaben ist Teil der Vorbereitungen auf die COP31-Klimakonferenz, die im November im türkischen Antalya stattfindet, wie Reuters berichtet. Ziel ist es, den Verbrauch fossiler Energieträger wie Öl, Kohle und Erdgas deutlich zu senken. Dazu sollen insbesondere Verkehr, Industrie und die Wärmeversorgung von Gebäuden zügiger elektrifiziert werden. Als Beispiele gelten Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen und elektrisch betriebene Industrieanlagen.
Der türkische Umweltminister Murat Kurum, der den Vorsitz des Gipfels übernehmen wird, betonte, eine stärkere Elektrifizierung könne Haushalte und Unternehmen besser vor Preisschwankungen auf den internationalen Energiemärkten schützen. Ankara wolle deshalb eine Gruppe von Staaten zusammenbringen, die das Vorhaben politisch unterstützen. Zugleich kündigte Kurum an, insbesondere Entwicklungs- und Schwellenländer beim Zugang zu technischer Expertise, Ausbildungsmöglichkeiten und Finanzhilfen zu unterstützen.
Bei dem angestrebten Ziel handelt es sich jedoch nicht um ein verbindliches internationales Abkommen. Vielmehr soll es eine freiwillige Selbstverpflichtung interessierter Staaten sein. An der COP31 werden voraussichtlich Vertreter von fast 200 Ländern teilnehmen. Eine Besonderheit der Konferenz besteht darin, dass die Türkei Gastgeber des Treffens ist, während Australien die offiziellen Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen leitet. Diese Aufgabenteilung war nach konkurrierenden Bewerbungen beider Länder vereinbart worden.
Iran-Krieg befeuert das Bestreben
Nach Ansicht von Beobachtern könnte die Entwicklung zusätzlich durch die Folgen des Krieges zwischen Iran und seinen Gegnern beschleunigt werden. Die Unsicherheit auf den Öl- und Gasmärkten hat in mehreren Ländern die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen steigen lassen. Besonders in Südkorea, Japan und Italien greifen Verbraucher verstärkt zu elektrischen Alternativen, um sich gegen höhere Kraftstoffpreise abzusichern.Experten weisen allerdings darauf hin, dass Elektrifizierung allein noch keine klimafreundliche Energieversorgung garantiert. Entscheidend sei, wie der benötigte Strom erzeugt werde. Während Länder wie Frankreich und Schweden stark auf Kernenergie und erneuerbare Energien setzen, stammt ein erheblicher Teil der Stromproduktion in Staaten wie China und Indien weiterhin aus kohlebefeuerten Kraftwerken - auch wenn hier zumindest bei den neuen Investitionen eine klare Wende eingeleitet wurde.
Zusammenfassung
- Türkei will globalen Stromanteil am Energieverbrauch bis 2035 auf 35 Prozent steigern
- Aktuell liegt der Stromanteil erst bei 20 Prozent - eine Verdoppelung wäre ambitioniert
- Das Ziel soll auf der COP31-Klimakonferenz im November in Antalya eingebracht werden
- Verkehr, Industrie und Gebäudewärme sollen stärker elektrifiziert werden, um fossile Energien zu senken
- Türkischer Umweltminister Kurum betont Schutz vor Preisschwankungen auf Energiemärkten
- Es handelt sich um eine freiwillige Selbstverpflichtung, kein verbindliches Abkommen
- An der COP31 nehmen voraussichtlich Vertreter von fast 200 Ländern teil
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