Chinas CO2-Emissionen sinken erstmals durch Wachstum Erneuerbarer
Zum ersten Mal seit Beginn des rasanten Wirtschaftswachstums verzeichnet China einen Rückgang seiner CO₂-Emissionen. Dieser resultiert dabei nicht aus einer wirtschaftlichen Schwächephase, sondern aus dem Ausbau erneuerbarer Energien.
Ausschlaggebend für diese Entwicklung war ein deutlicher Anstieg der Stromproduktion aus Windkraft und Fotovoltaik, aber teils auch aus Kernkraftwerken. Trotz eines Wachstums des Strombedarfs um 2,5 Prozent konnte die fossile Stromerzeugung - vor allem aus Kohle - um 4,7 Prozent reduziert werden. Ein zusätzlicher Beitrag kam aus der Wasserkraft, deren Leistung wetterbedingt anstieg. Die Kohleverstromung wurde somit effektiv zurückgedrängt, ohne dass die Energieversorgung darunter litt.
Entwicklung der CO₂-Emissionen Chinas
Im Energiesektor insgesamt gingen die CO₂-Emissionen um 5,8 Prozent zurück. Dabei spielte auch die verbesserte Effizienz von Kohlekraftwerken eine Rolle: Der Kohleverbrauch pro erzeugter Kilowattstunde sank im Jahresvergleich um 0,9 Prozent. Parallel nahm der Anteil von Gas und Biomasse an der Stromerzeugung zu.
Ob China den Höhepunkt seiner CO₂-Emissionen damit bereits langfristig überschritten hat, bleibt unklar. Zwar ist ein struktureller Wandel im Energiesektor erkennbar, doch liegt der Emissionswert aktuell nur knapp unter dem letzten Höchststand. Ein kurzfristiger Wirtschaftsimpuls könnte hier erneut zu einem Anstieg führen. Die weitere Entwicklung wird stark von der Ausgestaltung des kommenden Fünfjahresplans und Chinas Reaktion auf die protektionistische Handelspolitik der USA abhängen.
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Weniger Kohle verbrannt
Laut einer aktuellen Analyse des Fachportals Carbon Brief sanken die Emissionen im ersten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent. Auch im Zwölfmonatsvergleich verzeichnete das Land ein Minus von 1 Prozent.Ausschlaggebend für diese Entwicklung war ein deutlicher Anstieg der Stromproduktion aus Windkraft und Fotovoltaik, aber teils auch aus Kernkraftwerken. Trotz eines Wachstums des Strombedarfs um 2,5 Prozent konnte die fossile Stromerzeugung - vor allem aus Kohle - um 4,7 Prozent reduziert werden. Ein zusätzlicher Beitrag kam aus der Wasserkraft, deren Leistung wetterbedingt anstieg. Die Kohleverstromung wurde somit effektiv zurückgedrängt, ohne dass die Energieversorgung darunter litt.
Entwicklung der CO₂-Emissionen Chinas
Im Energiesektor insgesamt gingen die CO₂-Emissionen um 5,8 Prozent zurück. Dabei spielte auch die verbesserte Effizienz von Kohlekraftwerken eine Rolle: Der Kohleverbrauch pro erzeugter Kilowattstunde sank im Jahresvergleich um 0,9 Prozent. Parallel nahm der Anteil von Gas und Biomasse an der Stromerzeugung zu.
Peak erreicht?
In anderen Sektoren stiegen die Emissionen hingegen um 3,5 Prozent - insbesondere in der Metall- und Chemieindustrie, wo die Kohlenutzung zunahm. Die Produktion von Stahl, Nichteisenmetallen und chemischen Erzeugnissen steigerte sich im ersten Quartal teils deutlich, befeuert unter anderem durch gesteigerte Exporte im Vorfeld neuer US-Zölle. Der Immobiliensektor zeigte dagegen weiterhin Schwäche: Baustarts sanken um 24 Prozent, Verkäufe um 3 Prozent. Der Zementverbrauch ging ebenfalls leicht zurück.Ob China den Höhepunkt seiner CO₂-Emissionen damit bereits langfristig überschritten hat, bleibt unklar. Zwar ist ein struktureller Wandel im Energiesektor erkennbar, doch liegt der Emissionswert aktuell nur knapp unter dem letzten Höchststand. Ein kurzfristiger Wirtschaftsimpuls könnte hier erneut zu einem Anstieg führen. Die weitere Entwicklung wird stark von der Ausgestaltung des kommenden Fünfjahresplans und Chinas Reaktion auf die protektionistische Handelspolitik der USA abhängen.
Zusammenfassung
- Chinesische CO₂-Emissionen sanken erstmals trotz Wirtschaftswachstum
- Stromproduktion aus erneuerbaren Energien sorgt für 1,6 Prozent weniger CO₂
- Kohleverstromung um 4,7 Prozent reduziert, bei steigendem Strombedarf
- Emissionen im Energiesektor sinken um 5,8 Prozent durch bessere Effizienz
- Metall- und Chemieindustrie verzeichnen hingegen Emissionsanstieg von 3,5 Prozent
- Immobiliensektor schwächelt mit 24 Prozent weniger Baustarts
- Langfristiger Emissionsrückgang hängt vom nächsten Fünfjahresplan ab
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