Nächster Schub für Linux-Gaming:
Valve veröffentlicht Proton-11.0-Beta

Valve hat die erste Beta von Proton 11.0 veröffentlicht und gibt dem Gaming unter Linux damit einen weiteren kräftigen Schub. Durch den Wechsel auf Wine 11 laufen unter anderem zahlreiche Windows-Klassiker der 90er-Jahre nun reibungslos.
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Frischer Wind für Linux-Spieler

Valve ist durch seine Arbeit an Proton einer der Hauptverantwortlichen für wachsende Spielekompatibilität unter Linux. Nachdem auch andere Unternehmen wie Nvidia das Potenzial erkannt haben und den Support ausbauen, bekommt Linux-Gaming mit der jetzt erfolgten Veröffentlichung der ersten Beta von Proton 11.0 einen erneuten Schub. Valve aktualisiert die Kompatibilitätsschicht, die Windows-Spiele auf Hardware wie dem Steam Deck lauffähig macht.

Wie der Analyst Brad Lynch auf X anmerkt, integriert die neue Version von Proton eine angepasste Version von Wine 11 mit zusätzlichen Bibliotheken und erreicht so eine höhere Kompatibilität. Der neue Unterbau bringt technische Neuerungen mit sich, darunter aktualisierte Versionen von DXVK und VKD3D. Eine wichtige Ergänzung ist zudem die Unterstützung für den Treiber NTSync. Die Funktion verlagert Teile der Windows-Synchronisation direkt in den Linux-Kernel.


Das Resultat der NTSync-Integration ist eine geringere Prozessorlast und eine konstantere Bildwiederholrate bei der Ausführung von Windows-Software. Ein kleiner Nachteil bei solch tiefgreifenden Beta-Updates ist jedoch, dass es bei einigen bisher funktionierenden Titeln anfangs zu neuen Inkompatibilitäten kommen kann, bis die finale Version erscheint.

Fokus auf neue Hardware

Die Versionshinweise auf GitHub zeigen zudem eine klare Richtung für zukünftige Geräte. Proton 11.0 bringt durch FEX-2604 spezielle Konfigurationen für ARM64-Systeme mit. Das ermöglicht die Emulation von klassischen x86-Spielen auf modernen Prozessoren mit ARM-Architektur. Das könnte künftigen Android-Handhelds zugutekommen und eröffnet Entwicklern neue Möglichkeiten bei der Portierung.

Gleichzeitig deuten die Anpassungen für ARM-Chips auf das kolportierte VR-Headset Steam Frame hin, an dem Valve derzeit neben der Steam Machine arbeitet. Eine native Unterstützung für die Architektur reduziert den Stromverbrauch enorm, was für tragbare Systeme essenziell ist.

Unterstützung weiterer Spiele

Neben der reinen Leistung stehen alte Retro-Spiele im Mittelpunkt des Updates. Während moderne Games wie Helldivers 2 oder Microsoft Flight Simulator VR wichtige Fehlerbehebungen erhalten, integriert Valve zahlreiche ältere Titel von Entwicklern wie Capcom und Konami. Die Klassiker funktionierten zuvor oft nur über experimentelle Umwege. Zu den nun offiziell spielbaren Werken gehören unter anderem:

  • Shogun: Total War
  • Resident Evil 1 und 2
  • Dino Crisis 1 und 2
  • Warhammer: Vermintide 2
  • Metal Gear Survive

Zusätzlich behebt das Update diverse Probleme, die durch externe Aktualisierungen von Drittanbietern entstanden sind. So streikten zuletzt viele Titel von Electronic Arts und Rockstar Games nach Updates der jeweiligen Launcher-Applikationen. Valve liefert hier entsprechende Fehlerbehebungen. Um die betroffenen Spiele wieder reibungslos lauffähig zu machen, simuliert Proton nun die benötigten Windows-Umgebungen noch genauer.

Spielt ihr eure Spiele unter Linux oder setzt ihr auf Windows? Teilt eure Erfahrungen mit den Systemen in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • Valve veröffentlicht Proton-11.0-Beta und stärkt Linux-Gaming deutlich
  • Wechsel auf Wine 11 erhöht Kompatibilität, auch für 90er-Klassiker
  • NTSync im Kernel senkt Prozessorlast und stabilisiert Bildraten spürbar
  • Neue DXVK- und VKD3D-Versionen bringen technische Verbesserungen
  • ARM64-Profile via FEX-2604 öffnen x86-Emulation für mobile Geräte
  • Fixes für EA- und Rockstar-Launcher beheben neue Inkompatibilitäten
  • Viele Retro-Spiele laufen nun offiziell ohne Probleme

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