Ubuntu auf der PS5: Die Sony-Konsole wird zum vollwertigen Linux-PC
Ein Projekt bringt das Betriebssystem Ubuntu auf die PS5. Der Vorgang verwandelt die Konsole in einen vollwertigen Desktop-Rechner, der sogar PC-Spiele über Steam flüssig ausführt - erfordert jedoch bestimmte Voraussetzungen und technisches Wissen.
Das Setup nutzt eine Schwachstelle im Hypervisor, der virtuellen Hardware-Verwaltung der Sony-Konsole. Nach der Aktivierung stehen dem Betriebssystem acht Prozessorkerne mit 3,5 Gigahertz sowie der Grafikchip zur Verfügung. Die Bildausgabe erfolgt über HDMI in Auflösungen bis zu 4K bei 60 Hertz. Zudem bleiben alle USB-Anschlüsse vollständig nutzbar. Ein mitgeliefertes Werkzeug steuert die Lüfter manuell, um unerwünschte Überhitzungen der Hardware zu vermeiden.
Für die Einrichtung benötigen Anwender bestimmtes Zubehör. Zwingend erforderlich sind ein USB-Speicher mit mindestens 64 Gigabyte Kapazität sowie eine herkömmliche Tastatur und eine Maus mit USB-Anschluss. Da die internen Netzwerkkomponenten teilweise nicht erkannt werden, ist oft ein externer Netzwerkadapter für die Internetverbindung nötig. Wer den DualSense-Controller kabellos verwenden möchte, braucht zudem einen separaten Bluetooth-Adapter. Das interne Modul ist unter Linux bisher nicht ansprechbar.
Ein klarer Vorteil der Modifikation ist die Möglichkeit, das System auf einer internen SSD zu installieren. Das originale Betriebssystem wird dabei nicht überschrieben oder beschädigt. Die Konsole lässt sich nach einem normalen Neustart wie gewohnt für reguläre Konsolenspiele verwenden. Allerdings handelt es sich bei dem Vorgang um einen temporären Eingriff. Nach jedem Start der Hardware müssen Nutzer den Vorgang zur Linux-Aktivierung wiederholen.
Zusätzlich gibt es weitere Einschränkungen: Der Ruhemodus der Konsole steht unter Linux nicht zur Verfügung. Gelegentlich treten zudem Kompatibilitätsprobleme mit bestimmten Monitoren auf. Das Projekt richtet sich daher primär an erfahrene Bastler. Wer die Einrichtung wagt, erhält aber eine kostengünstige Alternative zu aktuellen Desktop-Computern.
Würdet ihr eure Konsole für PC-Spiele modifizieren oder ist euch der Aufwand zu groß? Schreibt eure Gedanken dazu in die Kommentare.
Siehe auch:
Linux läuft auf der PlayStation 5
Der Entwickler Andy Nguyen hat ein Projekt namens PS5-Linux auf GitHub veröffentlicht. Die Software erlaubt es Anwendern, das Betriebssystem Ubuntu auf älteren Modellen der PlayStation 5 zu starten. Das macht die Konsole zu einem fähigen Desktop-Rechner. PC-Spiele über Plattformen wie Steam oder Emulatoren für ältere Konsolengenerationen führt das System dadurch flüssig aus.Das Setup nutzt eine Schwachstelle im Hypervisor, der virtuellen Hardware-Verwaltung der Sony-Konsole. Nach der Aktivierung stehen dem Betriebssystem acht Prozessorkerne mit 3,5 Gigahertz sowie der Grafikchip zur Verfügung. Die Bildausgabe erfolgt über HDMI in Auflösungen bis zu 4K bei 60 Hertz. Zudem bleiben alle USB-Anschlüsse vollständig nutzbar. Ein mitgeliefertes Werkzeug steuert die Lüfter manuell, um unerwünschte Überhitzungen der Hardware zu vermeiden.
Firmware-Limitierungen beachten
Wie Notebookcheck berichtet, funktioniert die Methode ausschließlich auf der ursprünglichen Version der Konsole. Zudem muss zwingend eine Firmware zwischen den Versionen 3.00 und 4.51 installiert sein. Neuere Systemversionen ab 5.00 werden derzeit nicht unterstützt. Sie könnten laut den Programmierern künftig zwar folgen, jedoch voraussichtlich nur mit deutlichen Leistungseinbußen beim Spielen.Für die Einrichtung benötigen Anwender bestimmtes Zubehör. Zwingend erforderlich sind ein USB-Speicher mit mindestens 64 Gigabyte Kapazität sowie eine herkömmliche Tastatur und eine Maus mit USB-Anschluss. Da die internen Netzwerkkomponenten teilweise nicht erkannt werden, ist oft ein externer Netzwerkadapter für die Internetverbindung nötig. Wer den DualSense-Controller kabellos verwenden möchte, braucht zudem einen separaten Bluetooth-Adapter. Das interne Modul ist unter Linux bisher nicht ansprechbar.
Ein klarer Vorteil der Modifikation ist die Möglichkeit, das System auf einer internen SSD zu installieren. Das originale Betriebssystem wird dabei nicht überschrieben oder beschädigt. Die Konsole lässt sich nach einem normalen Neustart wie gewohnt für reguläre Konsolenspiele verwenden. Allerdings handelt es sich bei dem Vorgang um einen temporären Eingriff. Nach jedem Start der Hardware müssen Nutzer den Vorgang zur Linux-Aktivierung wiederholen.
Zusätzlich gibt es weitere Einschränkungen: Der Ruhemodus der Konsole steht unter Linux nicht zur Verfügung. Gelegentlich treten zudem Kompatibilitätsprobleme mit bestimmten Monitoren auf. Das Projekt richtet sich daher primär an erfahrene Bastler. Wer die Einrichtung wagt, erhält aber eine kostengünstige Alternative zu aktuellen Desktop-Computern.
Würdet ihr eure Konsole für PC-Spiele modifizieren oder ist euch der Aufwand zu groß? Schreibt eure Gedanken dazu in die Kommentare.
Zusammenfassung
- Entwickler Andy Nguyen veröffentlichte eine Software für Linux auf der PS5
- Das Betriebssystem Ubuntu verwandelt die Konsole in einen Desktop-Rechner
- Voraussetzung ist ein älteres Modell mit Firmware zwischen 3.00 und 4.51
- Eine Sicherheitslücke im Hypervisor ermöglicht den Zugriff auf die Hardware
- PC-Spiele und Emulatoren laufen dank Grafikchip-Unterstützung sehr flüssig
- Nutzer müssen die Linux-Umgebung nach jedem Neustart der Konsole reaktivieren
- Externe Hardware wie Netzwerkadapter sind für volle Funktionalität nötig
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