Angriffe auf Unterseekabel:
China testet Roboter zum Durchschneiden
Von einem chinesischen Schiff wurde kürzlich erstmals ein Roboter getestet, mit dem man in der Lage ist, Unterseekabel auch in extremer Tiefe zu trennen. Chinesische Quellen bezeichnen die Tests als Fortschritt in der Technologie für den Ausbau von Infrastruktur.
Mit "Arbeit" an Unterseekabeln ist in diesem Fall vor allem das Durchtrennen gemeint. Laut einem Bericht der South China Morning Post handelt es sich um ein vergleichsweise kompaktes Gerät, das aus der Kombination einer Hydraulikpumpe und eines Elektromotors sowie einer Steuereinheit besteht. Der Vorteil des als "Electro-Hydrostatic Actuator" (EHA) bezeichneten Geräts soll im Verzicht auf externe Ölleitungen bestehen.
Das Forschungsschiff, auf dem das Schneidsystem für Unterseekabel jetzt erfolgreich getestet wurde, ist unter anderem mit einem Schwerlastkran, einer Winde für bis zu 10 Kilometer lange Glasfaserkabel für die Verlegung in der Tiefsee und einer Landeplattform für Hubschrauber ausgerüstet. Es wurde bereits mehrfach für den Einsatz von ferngesteuerten Tiefseerobotern genutzt.
Dass China an einem Schneidsystem für den Einsatz in der Tiefsee arbeitet, wurde bereits 2025 erstmals bekannt, als entsprechende Patente und Berichte in chinesischen Staatsmedien auftauchten. Westliche Beobachter sehen in den Berichten über die Technologie vor allem den Versuch, im Ausland indirekt für Unsicherheit zu sorgen.
China hat bisher alle Anschuldigungen bezüglich der Durchführung von Sabotageaktionen gegen Unterseekabel vehement abgestritten. Es gab allerdings bereits mehrfach Fälle, in denen Schiffe mit chinesischer Besatzung in direktem Zusammenhang mit der Durchtrennung von Unterseekabeln standen, darunter in der Ostsee und der Straße von Taiwan.
Siehe auch:
- China testete erstmals ein Tiefseerobotersystem zum Kabeldurchtrennen
- Das Gerät arbeitete ferngesteuert in 3500 Metern Tiefe unter Wasser
- Eine Diamantschleifscheibe soll selbst gepanzerte Leitungen trennen
- Der Antrieb kombiniert Hydraulik, Elektromotor und Steuereinheit kompakt
- Seit 2025 sind Patente bekannt, westliche Beobachter warnen vor Druck
- China weist Sabotagevorwürfe zurück, Vorfälle gab es dennoch mehrfach
Neue Technik liefert viel Kraft in großer Tiefe
An Bord des chinesischen Forschungsschiffs Haiyang Dizhi 2 wurde kürzlich ein neues System erprobt, mit dem die Arbeit an Unterseekabeln in einer maximalen Tiefe von bis zu 4000 Metern unter der Meeresoberfläche möglich sein soll. Bei den Tests wurde das ferngesteuerte Gerät in einer Tiefe von 3500 Metern eingesetzt.Mit "Arbeit" an Unterseekabeln ist in diesem Fall vor allem das Durchtrennen gemeint. Laut einem Bericht der South China Morning Post handelt es sich um ein vergleichsweise kompaktes Gerät, das aus der Kombination einer Hydraulikpumpe und eines Elektromotors sowie einer Steuereinheit besteht. Der Vorteil des als "Electro-Hydrostatic Actuator" (EHA) bezeichneten Geräts soll im Verzicht auf externe Ölleitungen bestehen.
'Säge' könnte Kabelpanzerung knacken
Die daran angebrachte Schleifscheibe mit Diamantbeschichtung soll genug Kraft ausüben können, um Unterseekabel auch dann zu durchtrennen, wenn sie mit Stahl-, Gummi- oder Polymerschichten gepanzert sind. Das Gesamtpaket soll klein genug sein, um auf einem Tiefseeroboter angebracht zu werden, wie er von China bereits auf vielen anderen Schiffen eingesetzt wird.Das Forschungsschiff, auf dem das Schneidsystem für Unterseekabel jetzt erfolgreich getestet wurde, ist unter anderem mit einem Schwerlastkran, einer Winde für bis zu 10 Kilometer lange Glasfaserkabel für die Verlegung in der Tiefsee und einer Landeplattform für Hubschrauber ausgerüstet. Es wurde bereits mehrfach für den Einsatz von ferngesteuerten Tiefseerobotern genutzt.
Dass China an einem Schneidsystem für den Einsatz in der Tiefsee arbeitet, wurde bereits 2025 erstmals bekannt, als entsprechende Patente und Berichte in chinesischen Staatsmedien auftauchten. Westliche Beobachter sehen in den Berichten über die Technologie vor allem den Versuch, im Ausland indirekt für Unsicherheit zu sorgen.
China hat bisher alle Anschuldigungen bezüglich der Durchführung von Sabotageaktionen gegen Unterseekabel vehement abgestritten. Es gab allerdings bereits mehrfach Fälle, in denen Schiffe mit chinesischer Besatzung in direktem Zusammenhang mit der Durchtrennung von Unterseekabeln standen, darunter in der Ostsee und der Straße von Taiwan.
Siehe auch:
- Britisches Militär entdeckt russische U-Boote an Unterseekabeln
- Krieg stoppt Internet-Ausbau: Meta stellt Arbeit an Unterseekabel ein
- KI-Boom: Zehntausende Kilometer neuer Unterseekabel werden verlegt
- Vodafone baut neues Unterseekabel nach Asien - und umgeht Russland
- Unterseekabel beschädigt: Taiwan verurteilt Chinesen zu 3 Jahren Haft
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