HDMI, Wireless und mehr: YouTuber motzt originale PlayStation auf

Ein Bastler hat eine defekte PlayStation der ersten Generation komplett modernisiert. Neben aktuellen Anschlüssen wie USB-C und HDMI erlaubt der Umbau nun das Laden von Spielen über eine SD-Karte. Sogar moderne Gamepads funktionieren per Bluetooth.

Moderne Technik im Retro-Gehäuse

Ein Hardware-Enthusiast hat einer stark verschmutzten und defekten PlayStation der ersten Generation neues Leben eingehaucht. Das Ziel des Projekts war es, die über 30 Jahre alte Hardware an heutige Standards anzupassen. Dafür integrierte der Bastler aktuelle Schnittstellen wie HDMI und USB-C in das klassische Gehäuse. Zudem ermöglicht der Umbau das Laden von Spielen über eine SD-Karte sowie die Nutzung aktueller kabelloser Gamepads.

Die Grundlage bildete ein europäisches PAL-Modell der Konsole. Zunächst entfernte der YouTuber alte Modifikationen, die früher das Abspielen von kopierten Spielen ermöglichten. Dank des modularen Aufbaus der originalen Hardware ließ sich der Ursprungszustand relativ leicht wiederherstellen. Die Hauptplatine (PCB) bietet gute Voraussetzungen für derartige Reparaturen.

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Wie The Retro Future im Video erläutert (via Hackaday), kommt für das Laden der Spiele eine Platine namens PicoStation ZeroWire zum Einsatz. Das Modul basiert auf einem Raspberry-Pi-Pico-Mikrocontroller. Entgegen dem Namen erfordert die Installation allerdings das Anlöten eines zusätzlichen Kabels. Zudem müssen Kontakte am CD-ROM-Chip der Konsole angehoben werden.

Komplexe Arbeiten an der Hardware

Für die Bildausgabe in 1080p-Auflösung sorgt ein internes HDMI-Modul. Hierfür entfernte der Hardware-Modder den ursprünglichen seriellen Anschluss der Konsole, um Platz für die neue Buchse zu schaffen. Die Verbindung des Moduls mit dem Video-Chip erfordert das Anlöten eines feinen Flachbandkabels an fast 50 Kontaktpunkten. Das bietet ein deutlich schärferes Bild als externe Adapterlösungen.

Um moderne Eingabegeräte wie das DualSense-Gamepad verwenden zu können, verbaute The Retro Future ein Bluetooth-Modul. Ein Nachteil des Umbaus ist die aufwendige Installation. Teile der originalen Controller-Anschlüsse müssen zerlegt und alte Bauteile auf die neue Platine übertragen werden. Den Abschluss der technischen Modernisierung bildet ein neues Netzteil, das die Konsole nun zeitgemäß über USB-C mit Strom versorgt.

Optisch rundet eine blaue Lackierung das Projekt ab. Die Farbe orientiert sich an den frühen Entwickler-Konsolen, die vor der Markteinführung der PlayStation im Umlauf waren. Das Gehäuse wurde dafür komplett geschliffen und neu lackiert, um alte Kratzer zu verdecken. Und das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen - innen und außen.

Habt ihr selbst schon einmal alte Konsolen umgebaut oder repariert? Teilt eure Erfahrungen und Meinungen gerne unten in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • Alte PlayStation-Hardware wurde durch einen Bastler umfangreich modernisiert
  • Über eine PicoStation ZeroWire lassen sich nun SD-Karten verwenden
  • Ein internes HDMI-Modul ermöglicht eine scharfe 1080p-Bildauflösung
  • Die Stromversorgung erfolgt nun zeitgemäß über einen USB-C-Anschluss
  • Moderne Bluetooth-Module erlauben die Nutzung von aktuellen Gamepads
  • Das Gehäuse erinnert durch blaue Farbe an frühe Entwickler-Modelle

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