Durchbruch für Mondbasen:
Reaktor gewinnt Sauerstoff aus Mondstaub
Beim US-Raumfahrtunternehmen Blue Origin hat man einen Durchbruch erzielt, der für eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond entscheidend ist: Man schafft es, Sauerstoff aus dem Mondstaub zu gewinnen und als Atemluft nutzbar zu machen.
Ziel von Forschern ist es seit Jahren, diesen Sauerstoff nutzbar zu machen, sowohl für die Atemluft von Astronauten als auch als Treibstoffkomponente. Der Transport großer Mengen Sauerstoff von der Erde ins All gilt schließlich als zu teuer und riskant, weshalb die lokale Produktion auf dem Mond als Schlüsseltechnologie für langfristige Missionen angesehen wird.
Bisherige Verfahren zur Sauerstoffgewinnung wurden lediglich unter Laborbedingungen erprobt und galten als zu komplex für den Einsatz im All. Der nun vorgestellte Reaktor namens "Air Pioneer" ist hingegen kompakt und soll perspektivisch für den Einsatz auf dem Mond vorbereitet werden können. Nach Angaben des Unternehmens könnte er "den ersten Atemzug für eine nachhaltige Mondbasis" darstellen.
Neben Sauerstoff gewinnt man so auch wichtige Rohstoffe wie Eisen, Aluminium und Silizium, die für den Bau von Infrastruktur oder elektronischen Komponenten genutzt werden könnten. Dies würde die Abhängigkeit von Lieferungen von der Erde erheblich reduzieren und die Kosten für den dauerhaften Betrieb von Mondbasen deutlich senken.
Unterstützt wurde das Projekt von der US-Raumfahrtbehörde NASA, die unter anderem finanzielle Mittel bereitstellte und Mondstaubproben aus früheren Missionen zur Verfügung stellte. Die Technologie ist Teil eines größeren Programms zur Nutzung von Ressourcen direkt vor Ort.
Siehe auch:
Es ist genug da
Blue Origin teilte laut einem Bericht des Telegraph mit, einen funktionierenden Reaktor entwickelt zu haben, der mithilfe von elektrischem Strom Sauerstoff aus dem sogenannten Regolith freisetzt. Dieses Material der Mondoberfläche besteht zu fast 50 Prozent aus Sauerstoff, allerdings ist dieser chemisch an Metalle wie Eisen und Titan gebunden.Ziel von Forschern ist es seit Jahren, diesen Sauerstoff nutzbar zu machen, sowohl für die Atemluft von Astronauten als auch als Treibstoffkomponente. Der Transport großer Mengen Sauerstoff von der Erde ins All gilt schließlich als zu teuer und riskant, weshalb die lokale Produktion auf dem Mond als Schlüsseltechnologie für langfristige Missionen angesehen wird.
Bisherige Verfahren zur Sauerstoffgewinnung wurden lediglich unter Laborbedingungen erprobt und galten als zu komplex für den Einsatz im All. Der nun vorgestellte Reaktor namens "Air Pioneer" ist hingegen kompakt und soll perspektivisch für den Einsatz auf dem Mond vorbereitet werden können. Nach Angaben des Unternehmens könnte er "den ersten Atemzug für eine nachhaltige Mondbasis" darstellen.
Viel Hitze nötig
Das Verfahren basiert auf Elektrolyse: Mondstaub wird auf rund 1.600 Grad Celsius erhitzt, anschließend wird elektrischer Strom durch die geschmolzene Masse geleitet. Dabei trennen sich Sauerstoffionen von Metall- und Siliziumionen. Der Sauerstoff steigt in Form von Gasblasen auf und kann aufgefangen werden, während die Metalle absinken und ebenfalls weiterverwendet werden können.Neben Sauerstoff gewinnt man so auch wichtige Rohstoffe wie Eisen, Aluminium und Silizium, die für den Bau von Infrastruktur oder elektronischen Komponenten genutzt werden könnten. Dies würde die Abhängigkeit von Lieferungen von der Erde erheblich reduzieren und die Kosten für den dauerhaften Betrieb von Mondbasen deutlich senken.
Unterstützt wurde das Projekt von der US-Raumfahrtbehörde NASA, die unter anderem finanzielle Mittel bereitstellte und Mondstaubproben aus früheren Missionen zur Verfügung stellte. Die Technologie ist Teil eines größeren Programms zur Nutzung von Ressourcen direkt vor Ort.
Zusammenfassung
- Blue Origin entwickelt den Air-Pioneer-Reaktor zur Sauerstoffgewinnung
- Der Mondstaub besteht fast zur Hälfte aus chemisch gebundenem Sauerstoff
- Bei 1.600 Grad Celsius trennt Elektrolyse Gase von Metallen und Silizium
- Gewonnener Sauerstoff dient als Atemluft und Treibstoffkomponente im All
- NASA unterstützt das Vorhaben mit Finanzmitteln sowie Mondstaubproben
- Entstehende Metalle wie Eisen eignen sich für den Bau von Infrastruktur
Siehe auch:
- Mondbasis-Problem gelöst? Forscher gewinnen Wasser und Sauerstoff
- Sauerstofffabrik für den Mond: ESA-Forscher wandeln Mondstaub um
- Baustein der Zukunft: Blue Origin verwandelt Mondstaub in Solarzellen
- Treibstoff aus Mondstaub: Wissenschaftler berechnen den Energiebedarf
- Pläne zur Mondkolonie: NASA holt SpaceX und Blue Origin an Bord
Thema:
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- Video von Blue Ghost: Erstmals wurde eine Mondlandung in HD gefilmt
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- To the Moon: Im Trailer zur Komödie wird die Mondlandung gefaked
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