Baustein der Zukunft: Blue Origin verwandelt Mondstaub in Solarzellen
Alle Fantasien zu einem längeren Aufenthalt auf dem Mond können nur mit zuverlässigen Energiequellen Realität werden. Blue Origin, Raumfahrtunternehmen von Jeff Bezos, präsentiert stolz eine Lösung: Solarzellen, die aus Mondstaub hergestellt werden können.
Test erfolgreich: Der Mondstaub-Ofen für Solarzellen funktioniert
"Wir können Energiesysteme auf dem Mond direkt aus Materialien herstellen, die überall auf der Oberfläche vorhanden sind, ohne spezielle Substanzen von der Erde mitzubringen", so die Ingenieure des Unternehmens in einem Blogpost. Auf Basis dieser Überlegung hat man ein System entwickelt, das Mondgestein nutzt, um daraus Solarzellen herzustellen. "Blue Alchemist kann unbegrenzt skaliert werden, sodass die Energieversorgung auf dem Mond kein Hindernis mehr darstellt", so das Team weiter.
Effektive Schmelze ...
... ausgeklügelte Materialtrennung
Siehe auch:
Unbegrenzt skalierbare Energieversorgung auf dem Mond
Was kostet es, ein Kilogramm Nutzlast in den Orbit zu bringen? Diese Frage steht vor allen Bemühungen außerhalb der Erdatmosphäre - auch wenn die Kosten von über 80.000 Dollar in den 80er-Jahren mittlerweile durch moderne und vor allem wiederverwendbare Raketen wie Falcon Heavy auf rund 1000 US-Dollar pro Kilo gedrückt wurden. Es gilt aber immer noch: Will man eine Mondbasis etablieren - Ziel von mehreren staatlichen Weltraumprogrammen - muss man so viel wie möglich aus den Ressourcen machen, die schon vor Ort sind. Genau dieses Ziel verfolgt Blue Origin mit seiner "Blue Alchemist Technology".
Test erfolgreich: Der Mondstaub-Ofen für Solarzellen funktioniert
"Wir können Energiesysteme auf dem Mond direkt aus Materialien herstellen, die überall auf der Oberfläche vorhanden sind, ohne spezielle Substanzen von der Erde mitzubringen", so die Ingenieure des Unternehmens in einem Blogpost. Auf Basis dieser Überlegung hat man ein System entwickelt, das Mondgestein nutzt, um daraus Solarzellen herzustellen. "Blue Alchemist kann unbegrenzt skaliert werden, sodass die Energieversorgung auf dem Mond kein Hindernis mehr darstellt", so das Team weiter.
Effektive Schmelze ...
... ausgeklügelte Materialtrennung
Tests erfolgreich
Die sogenannte "Molten regolith electrolysis" (MRE), deutsch Schmelzregolith-Elektrolyse, ist schon seit Jahrzehnten Gegenstand der Forschung, Blue Origin will in den letzten zwei Jahren aber an entscheidender Stelle Fortschritte gemacht haben. Das gilt vor allem für die Fähigkeit, das geschmolzene Regolith effizient durch den Prozess im Schmelzreaktor zu bewegen und die gewünschten Materialien gezielt trennen zu können. Ferner war es wichtig, einen Mechanismus zu entwickeln, der durch die natürlichen Schwankungen der Regolith-Eigenschaften nicht beeinträchtigt wird.
Zusammenfassung
- Mondbasis erfordert Ressourcen vor Ort.
- Kosten für Nutzlast ins All: ca. 1000 US-Dollar pro Kilo.
- Blue Origin entwickelt Solarzellen aus Mondstaub.
- Prozess im Schmelzreaktor, gezielte Trennung.
Siehe auch:
- Verrückte Studie: Mondstaub aufwirbeln, Erde abkühlen, Klima retten
- Neuentdeckungen: Der Jupiter hat die meisten Monde im Sonnensystem
- Wo die Sonne nie scheint: Erster Blick in die ewigen Mond-Schatten
- Microsoft und Mondelez bringen Oreos mit Xbox-Motiven in den Handel
- Alle im All: Auch Südkorea liefert spektakuläre Fotos von Erde und Mond
Thema:
Videos zum Thema Mond
- Video von Blue Ghost: Erstmals wurde eine Mondlandung in HD gefilmt
- Blue Ghost: Spektakulärer Überflug zeigt beeindruckende Mondbilder
- To the Moon: Im Trailer zur Komödie wird die Mondlandung gefaked
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