Nothing-CEO: Speicher macht mehr als 50% der Smartphone-Kosten aus
Die Kosten für Speicher bringen die Smartphone-Hersteller dieser Welt immer stärker in Bedrängnis. OnePlus-Mitgründer und Nothing-Chef Carl Pei machte den Druck öffentlich und erklärte, die Preise würden weiter steigen. Den Kunden rät er, möglichst rasch neue Geräte zu erwerben.
Speicher sei mittlerweile der größte Kostenfaktor und mache bei vielen Geräten deshalb mehr als die Hälfte des gesamten "Bill of Materials" (BOM) aus. Der BOM sind die Kosten, die ein Hersteller für den Einkauf aller benötigten Komponenten aufbringen muss. Pei verdeutlichte den extremen Anstieg am Beispiel des Nothing Phone (4a).
Die Preise würden sich auch weiter deutlich nach oben entwickeln, was zu stark steigenden Smartphone-Preisen führen werde, so Pei. Diese Entwicklung dürfte sich auch im nächsten Jahr fortsetzen. Der bisherige Ansatz, Speicher möglichst auf Vorrat einzukaufen, funktioniere für die Hersteller nicht mehr.
Aufgrund der Engpässe würden die Lieferanten mittlerweile entscheiden, wer Speicher erhalte, nicht die Käufer. Die Abnehmer müssten sich daher mit dem zufriedengeben, was ihnen überlassen wird - und dafür die jeweils aktuellen Preise zahlen.
Wer aktuell darüber nachdenke, ein neues Smartphone anzuschaffen, hätte "am Besten gestern" kaufen sollen, erklärte Pei weiter. Der nächstbeste Zeitpunkt für einen Smartphone-Kauf sei daher genau jetzt. Wer warte, müsse sich darauf einstellen, dass auch die kommende "Sale Season" rund um Amazons Prime Day und andere Shopping-Events nicht die Preisnachlässe mit sich bringen werde, die die Kunden aus den vergangenen Jahren gewohnt seien.
Siehe auch:
Pei: Preise kennen nur eine Richtung: aufwärts
Die explodierenden Preise für Arbeits- und Flash-Speicher lassen die Hardware-Kosten für den Bau von Smartphones nach Angaben von Nothing-Chef Carl Pei ebenfalls stark steigen. Mittlerweile würden die Gerätehersteller mehr Geld für Speicher ausgeben als für den Prozessor oder das Display des jeweiligen Smartphones.Speicher sei mittlerweile der größte Kostenfaktor und mache bei vielen Geräten deshalb mehr als die Hälfte des gesamten "Bill of Materials" (BOM) aus. Der BOM sind die Kosten, die ein Hersteller für den Einkauf aller benötigten Komponenten aufbringen muss. Pei verdeutlichte den extremen Anstieg am Beispiel des Nothing Phone (4a).
Nothing zahlt Vielfaches für Speicher
Die Speicherkosten hätten sich seit dem Beginn der Entwicklung des Geräts verdoppelt, so Pei. Seit der Markteinführung vor einigen Monaten seien die Preise noch einmal um das Doppelte in die Höhe geschossen. Der Nothing-Chef gestand ein, dass die Entwicklung noch schneller voranschreite, als er vor einiger Zeit vorhergesagt habe.Die Preise würden sich auch weiter deutlich nach oben entwickeln, was zu stark steigenden Smartphone-Preisen führen werde, so Pei. Diese Entwicklung dürfte sich auch im nächsten Jahr fortsetzen. Der bisherige Ansatz, Speicher möglichst auf Vorrat einzukaufen, funktioniere für die Hersteller nicht mehr.
Aufgrund der Engpässe würden die Lieferanten mittlerweile entscheiden, wer Speicher erhalte, nicht die Käufer. Die Abnehmer müssten sich daher mit dem zufriedengeben, was ihnen überlassen wird - und dafür die jeweils aktuellen Preise zahlen.
Wer aktuell darüber nachdenke, ein neues Smartphone anzuschaffen, hätte "am Besten gestern" kaufen sollen, erklärte Pei weiter. Der nächstbeste Zeitpunkt für einen Smartphone-Kauf sei daher genau jetzt. Wer warte, müsse sich darauf einstellen, dass auch die kommende "Sale Season" rund um Amazons Prime Day und andere Shopping-Events nicht die Preisnachlässe mit sich bringen werde, die die Kunden aus den vergangenen Jahren gewohnt seien.
Zusammenfassung
- Speicherpreise steigen explosionsartig und belasten Smartphone-Hersteller zunehmend
- Nothing-Chef Carl Pei macht Kostendruck öffentlich und warnt vor weiter steigenden Preisen
- Speicher übersteigt Prozessor- und Display-Kosten und macht über 50 Prozent der BOM aus
- Beim Nothing Phone (4a) verdoppelten sich Speicherkosten seit Entwicklungsbeginn
- Pei empfiehlt Smartphone-Kauf sofort, da Preise künftig weiter steigen werden
- Lieferanten bestimmen mittlerweile, wer Speicher erhält und zu welchem Preis
- Vorratskäufe auf Vorrat funktionieren für Hersteller nicht mehr - Engpässe sind zu groß
Siehe auch:
- Teures iPhone: Preise für Speicher sollen sich bis 2027 vervierfachen
- Speicherkrise trifft Surface: Microsoft schraubt Preise kräftig nach oben
- Samsung erhöht DRAM-Preis erneut massiv - Speicher bald unbezahlbar
- Prognose: Speicherpreise steigen auch im 2. Quartal weiter kräftig
- Raspberry-Pi-Schock: Massive Preiserhöhungen durch Speicherkrise
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