Ölkrise trifft die EU länger:
Wer kann, sollte im Homeoffice bleiben
Die Europäische Kommission hat angesichts einer sich verschärfenden Energiekrise die Bevölkerung in Europa zu drastischen Einsparmaßnahmen aufgerufen. Bürger sollten möglichst im Homeoffice arbeiten, weniger Auto fahren und Flugreisen reduzieren.
Konkret rief Jørgensen dazu auf, den Verbrauch von Ölprodukten, insbesondere Diesel und Kerosin, deutlich zu senken. Er verwies dabei auf Empfehlungen der Internationalen Energieagentur, die unter anderem verstärktes Arbeiten von zu Hause, Tempolimits auf Autobahnen, die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs sowie Fahrgemeinschaften vorsieht. Auch effizienteres Fahrverhalten könne einen Beitrag leisten.
Auslöser der Krise ist der eskalierende Konflikt zwischen USA und Israel auf der einen sowie Iran auf der anderen Seite. Seit Beginn der militärischen Auseinandersetzungen vor gut einem Monat sind die Preise für Öl und Gas um bis zu 70 Prozent gestiegen. Hintergrund ist, dass rund ein Fünftel der weltweiten Versorgung mit Rohöl und Flüssiggas im Persischen Golf blockiert ist.
Diplomaten zufolge waren die Erwartungen an das Treffen von vornherein gering. Ziel sei vor allem gewesen, die Positionen der Mitgliedstaaten zu koordinieren. Angesichts wachsender Sorgen vor einer globalen Energiekrise, die sogar die Ölkrise der 1970er Jahre übertreffen könnte, wächst jedoch der Druck auf die EU, rasch zu handeln.
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"Sehr ernste Lage"
EU-Energiekommissar Dan Jørgensen sprach nach einem Sondertreffen der Energieminister von einer "sehr ernsten Lage", deren Ende derzeit nicht absehbar sei. Selbst bei einem schnellen Frieden im Konflikt im Persischer Golf werde Europa nicht kurzfristig zur Normalität zurückkehren, warnte er laut eines Berichts des Magazins Politico. Die aktuelle Situation erinnere in ihrer Dramatik an die Anfangsphase der Corona-Pandemie.Konkret rief Jørgensen dazu auf, den Verbrauch von Ölprodukten, insbesondere Diesel und Kerosin, deutlich zu senken. Er verwies dabei auf Empfehlungen der Internationalen Energieagentur, die unter anderem verstärktes Arbeiten von zu Hause, Tempolimits auf Autobahnen, die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs sowie Fahrgemeinschaften vorsieht. Auch effizienteres Fahrverhalten könne einen Beitrag leisten.
Auslöser der Krise ist der eskalierende Konflikt zwischen USA und Israel auf der einen sowie Iran auf der anderen Seite. Seit Beginn der militärischen Auseinandersetzungen vor gut einem Monat sind die Preise für Öl und Gas um bis zu 70 Prozent gestiegen. Hintergrund ist, dass rund ein Fünftel der weltweiten Versorgung mit Rohöl und Flüssiggas im Persischen Golf blockiert ist.
EU-Paket soll kommen
Konkrete Beschlüsse fassten die Energieminister bei ihrem Treffen noch nicht. Laut Jørgensen arbeitet die Kommission aber an einem Maßnahmenpaket auf EU-Ebene, das in Kürze vorgestellt werden soll. In den Beratungen ging es unter anderem um staatliche Hilfen, den Ausbau erneuerbarer Energien und der Kernenergie sowie um eine stärkere Nutzung von Biokraftstoffen.Diplomaten zufolge waren die Erwartungen an das Treffen von vornherein gering. Ziel sei vor allem gewesen, die Positionen der Mitgliedstaaten zu koordinieren. Angesichts wachsender Sorgen vor einer globalen Energiekrise, die sogar die Ölkrise der 1970er Jahre übertreffen könnte, wächst jedoch der Druck auf die EU, rasch zu handeln.
Zusammenfassung
- EU-Kommission ruft Bevölkerung zu drastischen Einsparmaßnahmen auf
- Bürger sollen im Homeoffice arbeiten und weniger Auto fahren
- EU-Energiekommissar Jørgensen spricht von einer sehr ernsten Lage
- Konflikt zwischen USA, Israel und Iran löste die Ölkrise aus
- Öl- und Gaspreise sind um bis zu siebzig Prozent gestiegen
- Ein Fünftel der weltweiten Rohölversorgung im Persischen Golf blockiert
- Die EU-Kommission arbeitet an einem Maßnahmenpaket für die Energiekrise
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