Narzissmus ist der wahre Grund, warum Chefs gegen Homeoffice sind
Führungskräfte rechtfertigen das Ende vom Homeoffice oft mit mehr Produktivität und einer besseren Teamkultur. Eine neue Untersuchung entlarvt diese Argumente nun als Vorwand. Die strenge Rückkehrpflicht entspringt meist einem verletzten Ego.
Die Forscher untersuchten das Vorgehen von Vorständen aus den größten US-Unternehmen. Dabei zeigte sich ein direkter Zusammenhang zwischen narzisstischen Persönlichkeitsmerkmalen und der strikten Ablehnung von flexiblen Arbeitsmodellen. Manager, die einen starken Drang nach Status, Sichtbarkeit und Macht aufweisen, lehnen das Arbeiten von zu Hause am vehementesten ab. Sie empfinden den Kontrollverlust auf Distanz als persönliche Bedrohung.
Wie eine Studie belegt (via New York Times), fehlt es selbstbezogenen Vorgesetzten am Bildschirm an direkter Bestätigung durch ihre Mitarbeiter. In Videokonferenzen fallen dominante Gesten, das Erheben der Stimme oder das Einfordern von sofortiger Aufmerksamkeit deutlich schwerer als im physischen Konferenzraum. Anstatt im Mittelpunkt des Geschehens zu stehen, reihen sich die Vorgesetzten lediglich als kleines Viereck auf dem Monitor ein.
Der strikte Zwang zur Rückkehr an den Arbeitsplatz bringt für Organisationen jedoch handfeste Nachteile mit sich. Untersuchungen von mehreren Hundert Firmen zeigen, dass eine Anwesenheitspflicht die finanziellen Erträge nicht messbar steigert. Vielmehr führt das Vorgehen dazu, dass qualifizierte Fachkräfte kündigen und die allgemeine Zufriedenheit der verbleibenden Belegschaft drastisch sinkt.
Was haltet ihr von der strikten Rückkehr ins Büro und den Motiven der Vorgesetzten? Teilt eure Erfahrungen gerne in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
Machtverlust im heimischen Arbeitszimmer
Führungskräfte großer Konzerne fordern zunehmend das Ende der Telearbeit und rufen ihre Belegschaft vollständig an die Schreibtische zurück. Als offizielle Begründung dienen oft Argumente wie eine höhere Produktivität, eine stärkere Unternehmenskultur oder eine bessere Zusammenarbeit im Team. Wissenschaftler haben das Verhalten von Managern über sechs Jahre hinweg detailliert analysiert und kommen zu einem völlig anderen Ergebnis.Die Forscher untersuchten das Vorgehen von Vorständen aus den größten US-Unternehmen. Dabei zeigte sich ein direkter Zusammenhang zwischen narzisstischen Persönlichkeitsmerkmalen und der strikten Ablehnung von flexiblen Arbeitsmodellen. Manager, die einen starken Drang nach Status, Sichtbarkeit und Macht aufweisen, lehnen das Arbeiten von zu Hause am vehementesten ab. Sie empfinden den Kontrollverlust auf Distanz als persönliche Bedrohung.
Wie eine Studie belegt (via New York Times), fehlt es selbstbezogenen Vorgesetzten am Bildschirm an direkter Bestätigung durch ihre Mitarbeiter. In Videokonferenzen fallen dominante Gesten, das Erheben der Stimme oder das Einfordern von sofortiger Aufmerksamkeit deutlich schwerer als im physischen Konferenzraum. Anstatt im Mittelpunkt des Geschehens zu stehen, reihen sich die Vorgesetzten lediglich als kleines Viereck auf dem Monitor ein.
Indikatoren für ein großes Ego
Da sich das menschliche Ego schwer direkt messen lässt, nutzten die Forscher verschiedene Indikatoren für ihre Untersuchung. Dazu zählten die Höhe der finanziellen Vergütung, die Größe der Unterschrift sowie die prominente Platzierung von Porträts in offiziellen Geschäftsberichten. Je stärker die Faktoren ausgeprägt waren, desto häufiger äußerten sich die betroffenen Führungskräfte negativ über die Arbeit auf Distanz.Der strikte Zwang zur Rückkehr an den Arbeitsplatz bringt für Organisationen jedoch handfeste Nachteile mit sich. Untersuchungen von mehreren Hundert Firmen zeigen, dass eine Anwesenheitspflicht die finanziellen Erträge nicht messbar steigert. Vielmehr führt das Vorgehen dazu, dass qualifizierte Fachkräfte kündigen und die allgemeine Zufriedenheit der verbleibenden Belegschaft drastisch sinkt.
Hybride Modelle als Kompromiss
Flexible Modelle bieten einen Ausweg aus dem Konflikt, bergen jedoch eigene Herausforderungen für das Personalwesen. Ein vollständiger Verzicht auf das Büro kann auf Dauer isolierend wirken und den Aufbau einer gemeinsamen Identität erschweren. Eine Mischung aus Präsenz und Telearbeit fördert hingegen die Kreativität. Mitarbeiter können konzentrierte Einzelarbeit zu Hause erledigen und das Büro gezielt für den persönlichen Austausch nutzen.Was haltet ihr von der strikten Rückkehr ins Büro und den Motiven der Vorgesetzten? Teilt eure Erfahrungen gerne in den Kommentaren mit uns!
Zusammenfassung
- Konzernchefs fordern trotz mangelnder Belege eine Rückkehr ins Büro ein
- Wissenschaftliche Analysen sehen ein hohes Ego als Grund für Bürozwang
- Narzisstische Führungskräfte fürchten den Kontrollverlust durch Telearbeit
- Dominante Gesten sind am Bildschirm deutlich schwerer für Manager umsetzbar
- Der strikte Zwang zur Anwesenheit schadet laut Studien dem Unternehmen oft
- Hybride Arbeitsmodelle bieten hingegen einen guten Mittelweg für alle Beteiligten
Siehe auch:
- Ölkrise trifft die EU länger: Wer kann, sollte im Homeoffice bleiben
- Weg mit Neonröhren im Büro: Schönes Licht gegen Homeoffice-Trend
- Im Homeoffice wird länger gearbeitet, auch wegen Technik-Problemen
- Homeoffice: Bank schießt sich mit neuer Büropflicht in die Krise
- Regierung in UK: Homeoffice macht produktiver und loyaler
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