Microsoft behebt endlich eine Einschränkung in Office für das Web

Office für das Web holt bei Sicherheitsfunktionen auf: Microsoft erlaubt jetzt auch im Browser Vertraulichkeitsbezeichnungen mit individuellen Berechtigungen für Word, Excel und PowerPoint - ganz ohne Umweg über die Desktop-Apps.
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Vertraulichkeitsbezeichnungen vergeben

Microsoft beseitigt eine Lücke zwischen Office auf dem Desktop und der Webversion, wie Neowin entdeckt hat. Künftig lassen sich vertrauliche Dokumente in Word, Excel und PowerPoint im Browser mit denselben Vertraulichkeitsbezeichnungen und Zugriffsrechten versehen wie in den installierten Apps.

Bisher konnten Nutzer in Office für das Web Dateien mit bestehenden Vertraulichkeitsbezeichnungen zwar öffnen und bearbeiten, neue Labels mit benutzerdefinierten Berechtigungen ließen sich jedoch nur in den Desktop-Programmen setzen oder ändern. Diese Einschränkung fällt nun weg.


Auswahl in Microsoft Purview

Öffnen Anwender die Berechtigungseinstellungen im Web, sehen sie denselben modernisierten Dialog wie auf dem Desktop. Dort können sie Vertraulichkeitsbezeichnungen aus Microsoft Purview auswählen, Nutzer oder Domains hinzufügen und Rollen wie "Viewer", "Editor" oder "Besitzer" vergeben. Erweiterte Optionen stehen ebenfalls bereit, ein individuelles Ablaufdatum für Freigaben lässt sich im Browser aber weiterhin nicht setzen.

Bisher konnten Benutzer in den Web-Apps nur Dateien mit bestehenden benutzerdefinierten Berechtigungen öffnen und bearbeiten; um neue Vertraulichkeitskennzeichnungen für benutzerdefinierte Berechtigungen zuzuweisen oder Berechtigungen zu ändern, mussten sie stets zur Desktop-Version wechseln. Nun können all diese Vorgänge - das Zuweisen von Kennzeichnungen und das Verwalten von Berechtigungen für bestimmte Benutzer oder Domänen - vollständig in Word, Excel oder PowerPoint im Web durchgeführt werden.
Camille Birch Microsoft
Microsoft betont, dass Richtlinien und Durchsetzung nach Änderungen im Web und auf dem Desktop identisch greifen und die Labels den Vorgaben der jeweiligen Organisation folgen. Für IT-Abteilungen empfiehlt der Konzern, Schulungsunterlagen zu aktualisieren, Label-Definitionen zu prüfen und die Nutzung zu überwachen.

Nicht für alle Nutzer

Voraussetzung für die neuen Möglichkeiten sind passende Lizenzen für Purview-Vertraulichkeitsbezeichnungen, die Aktivierung des Labelings für Dateien in SharePoint und OneDrive sowie mindestens ein Label mit benutzerdefinierten Berechtigungen. Die Funktion wird laut Microsoft weltweit schrittweise ausgerollt und soll bis Anfang Mai in den meisten Microsoft-365-Umgebungen verfügbar sein.

Was meint ihr - verändert das euren Umgang mit vertraulichen Dokumenten in Word, Excel und PowerPoint oder bleibt alles beim Alten? Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare.

Zusammenfassung
  • Microsoft schließt Lücke: Labels mit Rechten nun auch im Web nutzbar
  • Word, Excel und PowerPoint erhalten im Browser Desktop-Parität
  • Neue benutzerdefinierte Berechtigungen lassen sich direkt setzen
  • Der modernisierte Dialog zeigt Labels, Nutzer, Domains und Rollen
  • Ablaufdaten für Freigaben sind im Browser weiterhin nicht verfügbar
  • Rollout startet weltweit, die Mehrheit der Tenants folgt bis Anfang Mai
  • Voraussetzung sind Purview-Lizenzen und aktiviertes Labeling in M365

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