Apple gibt KI-Ambitionen auf, konzentriert sich auf Hardware & Dienste

Apple hatte zuletzt wie die anderen US-Technologiekonzerne mit Milliardenaufwand in Dienste aus dem Bereich der generativen Künstlichen Intelligenz investiert. Jetzt ändert der Computerkon­zern wohl seine Strategie und will stattdessen vor allem auf Hardware setzen.
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Apple scheut Milliardenkosten für KI-Datenzentren

Bei Apple hat man sich jüngst offenbar eingestanden, dass im von anderen Anbietern mit gigantischem Aufwand betriebenen Rennen um die Oberhand im KI-Boom für das Unternehmen nicht mehr viel zu holen ist. Das Unternehmen soll deshalb nicht mehr darauf hinarbeiten, mit Google, Meta, Microsoft oder auch OpenAI mitzuhalten.

Statt also Milliarden in den Aufbau von Serverkapazitäten und Rechenzentren für generative KI zu stecken, konzentriert sich Apple nun laut dem von Firmenkenner Mark Gurman bei Bloomberg veröffentlichten Power-On-Newsletter auf das, was man seit Jahrzehnten am besten kann. Apple will verstärkt möglichst hohe Profite aus dem Vertrieb seiner Hardware schlagen, während zusätzliche Einnahmen aus den darauf laufenden Services gezogen werden sollen.


Apple verdient über App-Store-Gebühren sowieso kräftig mit

Apple sei sich bewusst, dass kaum jemand für eine Art Siri-Abonnement zahlen würde. Stattdessen sollen Siri und Apple Intelligence für die KI-Dienste von Drittanbietern geöffnet werden, während Apple selbst die Kontrolle über sein Ökosystem behält. Mit iOS 27 soll laut Gurman ein Extensions-Feature eingeführt werden, bei dem die Nutzer ihre bevorzugten KI-Chatbots in Siri nutzen können.

Dazu passend plant Apple laut Quellen aus dem Umfeld des Unternehmens einen entsprechenden Bereich in seinem App Store, wodurch der Konzern auch weiterhin 30 Prozent der Einnahmen aus dem Vertrieb von KI-Apps über seine Plattform für sich beanspruchen kann. Gleichzeitig wird Siri mit Hilfe von Google Gemini aufgebohrt.

Mit dieser Taktik nutzt Apple seinen goldenen Käfig und die enorm hohe Zahl weltweit aktiver Nutzer, um auch künftig hohe Margen zu gewährleisten und gleichzeitig von der vermeintlichen Popularität von Diensten wie Gemini oder ChatGPT zu profitieren, heißt es. Die Nachfolge Tim Cooks scheint dabei bereits geklärt zu sein, was den Übergang zu einer neuen Ära erleichtern dürfte. Die neue Strategie des Unternehmens soll laut Gurman zur Worldwide Developers Conference (WWDC) am 8. Juni 2026 erstmals offiziell präsentiert werden.

Zusammenfassung
  • Apple gibt das Rennen um eigene generative KI-Dienste weitgehend auf
  • Der Konzern will nicht mehr mit Google, Meta oder OpenAI mithalten
  • Stattdessen setzt Apple verstärkt auf Hardware-Verkäufe und die Vermarktung von Services von Dritten über seine Plattform
  • Siri und Apple Intelligence werden für KI-Dienste Dritter geöffnet
  • Mit iOS 27 sollen Nutzer bevorzugte KI-Chatbots in Siri verwenden
  • Apple plant einen eigenen Bereich für KI-Apps in seinem App Store
  • Die neue Strategie wird zur WWDC am 8. Juni 2026 vorgestellt werden

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