Apple verliert Milliardenklage wegen überhöhter App-Store-Gebühren
Apple hat in Großbritannien ein Verfahren um eine bedeutende Sammelklage verloren. Ein Gericht für Wettbewerbsfragen urteilte, dass Apple seine Marktmacht missbraucht und App-Entwickler über Jahre hinweg mit überhöhten Gebühren belastet habe.
Ausgangspunkt des Verfahrens war die Klage eines Entwicklers, der Apple vorwarf, durch seine Gebührenpolitik "exzessive Gewinne" erzielt zu haben. Im Laufe des Prozesses weitete sich die Klage zu einer Sammelklage aus, die Millionen britischer Entwickler und Nutzer umfasst. Viele der betroffenen Entwickler hätten die hohen Kosten an die Endkunden weitergegeben, was letztlich auch Verbraucher geschädigt habe.
Das Gericht legte im Urteil offen, wie stark Apple überzogen haben soll: Statt einer marktüblichen Provision von etwa 17,5 Prozent habe der Konzern im App Store häufig 30 Prozent verlangt. Der Unterschied zwischen diesen beiden Sätzen diene nun als Grundlage für die Berechnung der Schadenssumme. Eine weitere Anhörung im kommenden Monat soll klären, welchen Betrag Apple letztlich zahlen muss.
Parallel zu dem Verfahren gegen Apple steht bereits ein ähnlicher Fall gegen Google an: Auch der Suchmaschinenkonzern soll seine dominierende Stellung im App-Markt ausgenutzt haben. Dieses Verfahren soll im Oktober 2026 beginnen.
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Rückzahlung an Entwickler
Das Unternehmen soll rund 1,5 Milliarden Pfund, umgerechnet etwa 1,7 Milliarden Euro, an betroffene Entwickler zahlen, heißt es in der Entscheidung des Competition Appeal Tribunal (CAT). Nach Auffassung des Richters habe Apple zwischen Oktober 2015 und Ende 2020 den Wettbewerb im Markt für App-Vertrieb gezielt behindert. Konkret habe der Konzern alternative Vertriebswege blockiert und dadurch eine faktische Monopolstellung aufgebaut. Diese habe Apple genutzt, um "unangemessen hohe und unfaire Gebühren" von den Entwicklern zu verlangen, heißt es laut Financial Times in der Entscheidung.Ausgangspunkt des Verfahrens war die Klage eines Entwicklers, der Apple vorwarf, durch seine Gebührenpolitik "exzessive Gewinne" erzielt zu haben. Im Laufe des Prozesses weitete sich die Klage zu einer Sammelklage aus, die Millionen britischer Entwickler und Nutzer umfasst. Viele der betroffenen Entwickler hätten die hohen Kosten an die Endkunden weitergegeben, was letztlich auch Verbraucher geschädigt habe.
Das Gericht legte im Urteil offen, wie stark Apple überzogen haben soll: Statt einer marktüblichen Provision von etwa 17,5 Prozent habe der Konzern im App Store häufig 30 Prozent verlangt. Der Unterschied zwischen diesen beiden Sätzen diene nun als Grundlage für die Berechnung der Schadenssumme. Eine weitere Anhörung im kommenden Monat soll klären, welchen Betrag Apple letztlich zahlen muss.
Auch Google im Visier
Apple wies die Vorwürfe zurück und kündigte an, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Man sei überzeugt, dass die im App Store erhobenen Gebühren gerechtfertigt seien, da sie den Betrieb, die Sicherheit und die Qualität der Plattform gewährleisteten, erklärte das Unternehmen.Parallel zu dem Verfahren gegen Apple steht bereits ein ähnlicher Fall gegen Google an: Auch der Suchmaschinenkonzern soll seine dominierende Stellung im App-Markt ausgenutzt haben. Dieses Verfahren soll im Oktober 2026 beginnen.
Zusammenfassung
- Britisches Gericht verurteilt Apple wegen Missbrauchs seiner Marktmacht
- Rund 1,5 Milliarden Pfund Schadensersatz an App-Entwickler gefordert
- Apple blockierte alternative Vertriebswege und schuf Monopolstellung
- Statt marktüblicher 17,5 Prozent verlangte Apple oft 30 Prozent Provision
- Sammelklage umfasst Millionen britischer Entwickler und Nutzer
- Apple weist Vorwürfe zurück und kündigt Berufung gegen das Urteil an
- Ähnliches Verfahren gegen Google beginnt im Oktober 2026
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