"Google Intelligence":
Apple wird bei Siri künftig auf Gemini-KIs setzen

Es ist jetzt fix: Apple hat offiziell eine weitreichende Kooperation mit Google bestätigt, um Siri durch die Gemini-Modelle zu modernisieren. Die Integration soll noch in diesem Jahr starten und komplexe Cloud-Aufgaben übernehmen.
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Allianz für Siri: Apple und Google

Apple hat offiziell bestätigt, eine mehrjährige Partnerschaft mit Google einzugehen. Ziel der Kooperation ist es, die KI-Modelle der Gemini-Serie als technische Basis für kommende Funktionen von Siri und Apple Intelligence zu nutzen. Das Unternehmen aus Cupertino plant, die neuen Features noch im Laufe dieses Jahres auszurollen. Damit reagiert der Konzern auf Verzögerungen bei der Entwicklung eigener Sprachmodelle, die ursprünglich im Rahmen der WWDC 2024 angekündigt worden waren. Siri, die bereits 2011 mit dem iPhone 4S eingeführt wurde, hatte in den letzten Jahren gegenüber der Konkurrenz technisch deutlich an Boden verloren.

Die Integration soll tiefgreifend sein: Siri wird durch die Gemini-Modelle in die Lage versetzt, komplexe kontextbezogene Anfragen zu verarbeiten, Aktionen innerhalb von Apps auszuführen und Inhalte auf dem Bildschirm zu verstehen (On-Screen Awareness). Das lange erwartete Upgrade der Sprachassistenz hatte sich mehrfach verschoben, da Apple mehr Zeit für die Fertigstellung der sogenannten Apple-Foundation-Modelle benötigte. Diese bilden weiterhin das Rückgrat für lokale Funktionen auf dem Gerät, während Gemini für komplexe Cloud-Aufgaben einspringt.


Wie Apple in einem Statement gegenüber CNBC nun bestätigte, fiel die Wahl auf den Suchmaschinenriesen nach einer gründlichen Evaluierung. Man habe festgestellt, dass die Technologie von Google die leistungsfähigste Grundlage für die eigenen Modelle biete. Das Abkommen ist als langfristige Partnerschaft ausgelegt und soll Apple den Zugriff auf Googles Cloud-Technologie und KI-Modelle sichern.

Milliarden-Deal für Weltwissen

Zwar schweigen beide Konzerne zu den offiziellen finanziellen Konditionen, doch Berichte legten bereits im Vorfeld nahe, dass Apple rund eine Milliarde Dollar (etwa 858 Millionen Euro) jährlich für den Zugriff auf die Gemini-Modelle zahlen könnte. Technisch soll dabei unter anderem ein KI-Modell mit 1,2 Billionen Parametern zum Einsatz kommen, um eine neue Funktion namens World Knowledge Answers zu ermöglichen. Das erlaubt Nutzern, Informationen zu suchen und KI-generierte Zusammenfassungen aus dem Web zu erhalten.


Hintergrund der Entscheidung dürfte auch der enorme Druck durch die Konkurrenz sein. Google hatte erst Ende letzten Jahres das aktualisierte Gemini 3 vorgestellt und konnte an der Börse erstmals seit 2019 wieder an Apple vorbeiziehen - mit einer Marktkapitalisierung von mittlerweile über vier Billionen Dollar (etwa 3,43 Billionen Euro). Das technologische Fundament von Gemini ist multimodal, was bedeutet, dass die KI Text, Bilder, Audio und Video gleichzeitig verarbeiten und verstehen kann. Für den Sprachassistenten Siri eröffnet das völlig neue Möglichkeiten der Interaktion, die weit über einfache Sprachbefehle hinausgehen.

Ein kritischer Punkt bei der Zusammenarbeit ist eohlgemerkt der Datenschutz. Das ist ein Balanceakt für Apple, da der Konzern die Privatsphäre seiner Nutzer stets als wichtigstes Verkaufsargument positioniert hat.

Wirtschaftlich festigt der Deal die ohnehin enge Bindung zwischen den beiden Tech-Giganten. Google zahlt bereits geschätzte 18 bis 20 Milliarden Dollar (etwa 15,4 bis 17,2 Milliarden Euro) jährlich an Apple, um als Standardsuchmaschine auf dem iPhone eingestellt zu bleiben. Das neue Abkommen fließt nun in die andere Richtung, zementiert aber die Abhängigkeit voneinander - vermutlich sehr zum Missfallen der Kartellbehörden, die diese Symbiose seit Jahren kritisch beobachten.

Haltet ihr die Zusammenarbeit für den richtigen Schritt oder hätte Apple eine vollständig eigene KI entwickeln müssen? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!

Zusammenfassung
  • Apple nutzt künftig Googles Gemini-Modelle für Siri-Funktionen
  • Mehrjährige Partnerschaft soll Siris Fähigkeiten deutlich erweitern
  • Integration ermöglicht komplexe kontextbezogene Anfragen und On-Screen-Awareness
  • Apples eigene Foundation-Modelle bleiben für lokale Funktionen bestehen
  • Vertrag könnte Apple jährlich rund eine Milliarde Dollar kosten
  • Zusammenarbeit festigt die wirtschaftliche Bindung zwischen den Tech-Giganten

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