Windows 11: Neue Vorschau macht Schluss mit Zwangs-Ordnernamen

Eine neue Vorschau von Windows 11 steht bereit. Eine überarbeitete Option bei der Windows-Installation erlaubt jetzt die freie Benennung des Benutzerverzeichnisses. Zudem bringt das Update unter anderem erweiterte Werkzeuge zur Systembereinigung mit.
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Windows 11 Setup: Eigene Ordnernamen

Nach dem März-Patchday diese Woche, der einige neue Funktionen auf die PCs der Nutzer brachte, hat Microsoft jetzt das nächste Vorschau-Update für Windows 11 veröffentlicht. Die neue Version des Betriebssystems steht im Dev-Kanal bereit und enthält eine von vielen Anwendern gewünschte Änderung. Denn mit dem neuen Update überarbeitet der Konzern die Out of Box Experience, also den Einrichtungsprozess bei der Erstinstallation von Windows 11. Im Fokus steht dabei der Name des Benutzerprofilordners. Der Ordner sorgte in der Vergangenheit oft für Verwirrung bei der Einrichtung.

Bisher generierte Windows 11 bei der Verwendung eines Microsoft-Kontos den Namen des Benutzerverzeichnisses automatisch aus den ersten fünf Buchstaben der verwendeten E-Mail-Adresse. Aus "matthiasmustermann@email.de" konnte so schnell ein abgeschnittenes "matth" im Pfad C:Benutzer werden. Das war für Nutzer teilweise verwirrend und störend für Personen, die regelmäßig mit der Kommandozeile arbeiten oder Wert auf eine strukturierte Ablage legen.


Freie Wahl bei der Einrichtung

Die neue Version erlaubt es nun, den Namen auf der Seite "Benennen Sie Ihr Gerät" während des Setups explizit selbst festzulegen. Wie Microsoft in den Notizen zur Vorabversion erläutert, greift das System nur noch auf die bekannte Automatik zurück, wenn Nutzer den Schritt überspringen. Eine nachträgliche Änderung des Ordnernamens bleibt nach wie vor kompliziert.

Die Anpassung im Setup-Prozess stellt daher eine erhebliche Erleichterung dar. Hintergrund für die bisherige Automatik war die Einführung der obligatorischen Online-Konten ab Windows 10. Davor erstellten Nutzer bei der Installation ein lokales Profil, bei dem der Ordnername exakt dem gewählten Benutzernamen entsprach. Mit der Anbindung an die Cloud priorisierte der Entwickler die E-Mail-Adresse als Identifikator. Windows 11 Vorschau-Update (KB5079464)Anwender können den Namen ihres Benutzerverzeichnisses jetzt unkompliziert selbst wählen

Erweiterte Kontrolle für Unternehmen

Neben den Anpassungen für Privatanwender liefert das Update auch Werkzeuge für das IT-Management. Administratoren in den Editionen Enterprise und Education erhalten mehr Möglichkeiten bei der Verwaltung vorinstallierter Software. Eine neue Richtlinie ermöglicht die Definition einer dynamischen Liste zur Entfernung von Programmen. Über den Gruppenrichtlinien-Editor können Verantwortliche gezielt Package Family Names eintragen.

Die Einträge blockieren die automatische Installation unerwünschter Anwendungen bei der Einrichtung neuer Systeme. Für Unternehmen entfällt dadurch das aufwendige nachträgliche Bereinigen von neu aufgesetzten Rechnern mit Skripten. Zudem finden noch weitere Änderungen den Weg auf die PCs der Nutzer:

  • Microsoft aktualisiert die Sicherheitsrichtlinie für Treiber, um die Schutzmaßnahmen auf Kernel-Ebene zu verstärken.
  • Verbesserungen bei der Point-in-Time-Wiederherstellung durch neue Steuerelemente und übersichtlichere Informationen für Administratoren und Benutzer.
  • Microsoft hat die Funktion "Drag Tray" in "Drop Tray" umbenannt und ihre Einstellungen von "Nearby Sharing" nach "Einstellungen" > "System" > "Multitasking" verschoben.
  • Microsoft hat die Einführung der jüngsten Verbesserungen am Kontextmenü des Datei-Explorers vorübergehend ausgesetzt, um weiter an zusätzlichen Verbesserungen zu arbeiten, bevor diese in einem zukünftigen Update wieder eingeführt werden.
  • Die Zuverlässigkeit beim Festlegen und Verwenden der bevorzugten Anzeigesprache im Betriebssystem wurde verbessert.
  • Korrektur für den Systemdatei-Checker: Ein unerwarteter Fehler wurde behoben, der beim Ausführen des Befehls "sfc /scannow" auftreten konnte.

Interessierte können die neue Vorabversion über das Insider-Programm testen. Dazu ist eine Registrierung im Entwickler-Kanal notwendig. Wann die Neuerungen für alle erscheinen, ist unbekannt.

Was haltet ihr von der neuen Möglichkeit, den Namen für das Benutzerverzeichnis beim Setup frei festzulegen? Teilt eure Meinung darüber in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • Windows-11-Vorschau KB5079464 steht im Dev-Kanal bereit
  • Benutzerverzeichnis kann bei der Installation nun frei benannt werden
  • Bisher wurden nur die ersten fünf Buchstaben der E-Mail verwendet
  • Eine nachträgliche Änderung des Ordnernamens bleibt weiterhin schwierig
  • Neue Richtlinien erlauben Administratoren das Entfernen von Software
  • Sicherheitsrichtlinien für Treiber auf Kernel-Ebene wurden verstärkt
  • Ein Fehler beim Ausführen des Befehls sfc /scannow wurde behoben

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