Iran-Krieg: Mehrere Amazon-Datenzentren von Drohnen getroffen

Der Krieg im Nahen Osten trifft auch die großen Cloud-Anbieter. So teilte Amazons AWS-Sparte nun mit, dass mehrere seiner Rechenzentren im Nahen Osten durch Drohnenangriffe aus dem Iran beschädigt worden sind.
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Drei beschädigte Anlagen

Betroffen sind demnach zwei Standorte in den Vereinigte Arabische Emiraten sowie eine Anlage im Bahrain. Die Vorfälle ereigneten sich bereits am Sonntagmorgen und führten dazu, dass die betroffenen Einrichtungen vorübergehend vom Netz genommen werden mussten.

Nach Angaben des Unternehmens schlugen in den Emiraten "Objekte" in die Rechenzentren ein und verursachten Funkenflug sowie Brände. In Bahrain wurde das Datenzentrum hingegen nicht direkt getroffen. Allerdings habe ein Drohnenangriff in unmittelbarer Nähe einer AWS-Anlage ebenfalls erhebliche Schäden an der Infrastruktur ausgelöst.


Durch die Einschläge kam es zu strukturellen Beschädigungen an Gebäuden und technischen Anlagen. Zudem wurde die Stromversorgung unterbrochen. In einigen Fällen mussten automatische Löschsysteme aktiviert werden, was zusätzlich Wasserschäden nach sich zog. Die Kombination aus Feuer- und Wassereinwirkung erschwert nach Unternehmensangaben die Wiederherstellung des regulären Betriebs.

Von den Ausfällen betroffen sind mehrere zentrale Cloud-Dienste. Dazu zählen unter anderem der Serverdienst Amazon EC2, der Speicherdienst Amazon S3 sowie die Datenbanklösung Amazon DynamoDB. Kunden berichteten über erhöhte Fehlerraten und eingeschränkte Verfügbarkeit ihrer Anwendungen.

Cloud besser umziehen

AWS erklärte, man arbeite mit Hochdruck daran, die Dienste in der Region wiederherzustellen. Aufgrund des Ausmaßes der physischen Schäden sei jedoch mit einer längeren Wiederanlaufphase zu rechnen. Parallel zu den Reparaturarbeiten versucht das Unternehmen, den Datenzugriff und die Serviceverfügbarkeit soweit möglich über alternative Infrastrukturen sicherzustellen.

Zugleich warnte AWS vor einer anhaltend instabilen Lage im Nahen Osten, die den Betrieb weiterhin unvorhersehbar machen könne. Kunden mit Anwendungen in der Region sollten daher Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, etwa zusätzliche Datensicherungen anlegen oder ihre Arbeitslasten in andere AWS-Regionen verlagern.

Bereits zuvor hatte der Mutterkonzern Amazon auf mögliche Lieferverzögerungen im Nahen Osten hingewiesen. Hintergrund sind iranische Raketen- und Drohnenangriffe als Reaktion auf US-israelische Militäraktionen. In mehreren regionalen Online-Marktplätzen informierte das Unternehmen Kunden über verlängerte Lieferzeiten.

Zusammenfassung
  • Mehrere AWS-Rechenzentren im Nahen Osten durch Drohnen beschädigt
  • Standorte in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain betroffen
  • Angriffe ereigneten sich am Sonntagmorgen, dem 01. März 2026
  • Brände und Funkenflug durch Einschläge in Rechenzentren der Emirate
  • Zentrale Cloud-Dienste wie Amazon EC2, S3 und DynamoDB fielen aus
  • AWS empfiehlt Kunden Datensicherungen und Verlagerung in andere Regionen
  • Iranische Angriffe sind Reaktion auf US-israelische Militäraktionen

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