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Starlink-Blackout im Iran:
Regime meldet 40.000 deaktivierte Terminals

Peilwagen, Propaganda und Proteste: Der Iran geht massiv gegen die Nutzung von Starlink vor. Angeblich wurden 40.000 Terminals durch das Orten von Funksignalen unschädlich gemacht. Die Berichte treffen jedoch auf Skepsis.
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Schlag gegen Satelliten-Internet

Die iranischen Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben die Nutzung des Satelliten-Internets Starlink massiv eingeschränkt. Wie der staatliche Rundfunk am 20. Januar 2026 unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, seien rund "40.000 illegal betriebene Endgeräte des SpaceX-Dienstes deaktiviert worden".

Ob dies durch Beschlagnahmungen oder technische Maßnahmen wie Störsender oder Softwareeingriffe geschah, ließen die Behörden offen. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben wegen der strikten Informationskontrolle nicht. Hintergrund sind anhaltende Massenproteste gegen die iranische Führung, die seit dem 8. Januar von einer weitgehenden Internetblockade begleitet werden.


Viele Menschen nutzten Starlink, um staatliche Zensur zu umgehen und Informationen nach außen zu übermitteln. Schätzungen zufolge gelangten in den vergangenen Monaten etwa 50.000 Terminals über Schmuggelrouten ins Land. Die Nutzung ist dort verboten und kann mit mehrjährigen Haftstrafen geahndet werden. Sollten die Angaben zutreffen, wäre ein Großteil der im Umlauf befindlichen Geräte betroffen.

Die Ortung der Terminals ist technisch möglich, auch ohne Zugriff auf die Infrastruktur von SpaceX. Wie heise erläutert, benötigen Starlink-Antennen freie Sicht zum Himmel. Diese Funksignale lassen sich peilen und lokalisieren, da die Geräte für den Internetzugang auch einen Uplink nutzen. Starlink-Terminals arbeiten mit elektronisch steuerbaren Phased-Array-Antennen.

Verräterische Funkemissionen

Sie kommen ohne mechanische Ausrichtung aus, erzeugen im Betrieb jedoch klare Funkemissionen. Mit geeigneter Messtechnik können Behörden die Signalquellen triangulieren. Dies gilt als deutlich einfacher als ein flächendeckendes Stören der Satellitenverbindung, das hohe technische Anforderungen hätte.

Hinzu kommt, dass die hohen Frequenzen anfällig für Abschattung sind. Nutzer sind daher oft gezwungen, die Antennen sichtbar auf Dächern oder Balkonen zu installieren.

Zweifel an der hohen Anzahl

Fachleute äußern Zweifel an der genannten Zahl von 40.000 deaktivierten Geräten. Eine gleichzeitige Erfassung und Außerbetriebnahme in dieser Größenordnung würde eine logistisch aufwendige Operation erfordern. Wahrscheinlicher erscheint, dass die Meldung Teil einer Abschreckungsstrategie ist, um verbliebene Nutzer von der weiteren Verwendung abzuhalten.

Was haltet ihr von der technischen Machbarkeit dieser Maßnahme im Iran? Glaubt ihr, dass die Terminals elektronisch geortet oder primär durch Razzien gefunden wurden? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Zusammenfassung
  • Iran meldet Deaktivierung von 40.000 illegal betriebenen Starlink-Terminals
  • Hintergrund sind Massenproteste und staatliche Internetblockade seit 8. Januar
  • Nutzung von Starlink im Iran verboten und mit mehrjährigen Haftstrafen belegt
  • Starlink-Antennen senden aktiv im Ku-Band und sind technisch ortbar
  • Iranische Führung bezeichnet Nutzung von Starlink als terroristische Tätigkeit
  • Experten zweifeln an der gemeldeten Zahl von 40.000 deaktivierten Geräten
  • Möglicherweise dient die Meldung als Abschreckung gegen weitere Nutzung

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