Amazon-Mindestbestellwert jetzt 49 Euro für Gratisversand (Update)

Amazon sorgt erneut für Gesprächsstoff beim Thema Versand­kosten: Der Online-Händler hat in Deutschland still und leise am Mindestbestellwert für den Gratisversand ohne Prime-Abonnement gedreht - der ist nun bei 49 Euro angekommen. Update: Amazon hat uns eine Stellungnahme gesendet.
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Versandkostenfreie Standardlieferung bei 49 Euro

Auslöser der aktuellen Diskussion waren Hinweise aus der Community: In Blogs und sozialen Netzwerken tauchten Screenshots auf, nach denen Amazon den Mindestbestellwert für eine versandkostenfreie Standardlieferung von bislang 39 auf 49 Euro angehoben haben soll, und auch ein Leser nannte uns diesen News-Tipp.

Diese höhere Grenze ist nun auch auf der offiziellen Support-Seite zum Thema Versandkosten zu sehen, was viele Nutzer als verdeckte Tarifänderung interpretierten. Wer kein Prime-Abo besitzt, zahlt grundsätzlich Versandkosten, wenn der jeweilige Mindestbestellwert nicht erreicht wird.


Für Software, Amazon-Geräte, Kleidung und ähnliche Kategorien verlangt der Händler 2,99 Euro, für andere Produktgruppen werden 3,99 Euro fällig. Ab einem bestimmten Warenwert entfällt die Gebühr - genau dieser Schwellenwert wurde jetzt plötzlich um zehn Euro angehoben.

Solche Änderungen kündigt Amazon normalerweise im Vorfeld an - diesmal erfolgte die Anpassung jedoch einfach so im laufenden Betrieb der Website. Aufgrund ähnlicher Versuche in der Vergangenheit gehen viele Amazon-Kunden davon aus, dass es sich um einen erneuten Live-Test handelt, bei dem Amazon mit verschiedenen Beträgen experimentiert.

Update vom 14. März: Wir hatten ursprünglich vermutet, dass es sich eventuell nur um einen Test handelt. Amazons Marketingagentur hat aber darauf reagiert und uns folgendes Statement gesendet:

Wir haben die Entscheidung, die Grenze für den kostenlosen Versand anzuheben, nicht leichtfertig getroffen. Wie jedes Unternehmen überprüfen wir jedoch regelmäßig unsere Preisstruktur und passen diese gegebenenfalls an. Wir setzen diese Änderungen unserer Versandgebührenstruktur wegen des allgemeinen Anstiegs von Lieferkosten um. Dadurch stellen wir sicher, dass wir Kunden eine schnelle und qualitativ hochwertige Lieferung anbieten können.
Amazon
Erst vor wenigen Monaten lief eine größere Versuchsreihe, bei der der Mindestbestellwert für den Gratisversand für ausgewählte Nicht-Prime-Kunden von 39 auf 59 Euro angehoben wurde. Vor diesem Hintergrund wirkt auch die aktuelle Änderung eher wie ein weiteres Versand-Experiment als wie eine endgültige Entscheidung.

Was haltet ihr von Amazons neuem Test? Würdet ihr euren Warenkorb aufstocken oder auf andere Shops ausweichen? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!

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Wie hoch ist der neue Mindestbestellwert?
Amazon testet derzeit einen neuen Mindestbestellwert von 49 Euro für den kostenlosen Versand bei Kunden ohne Prime-Abonnement. Bisher lag dieser Wert bei 39 Euro.
Wer ist von der Änderung betroffen?
Betroffen sind ausschließlich Nicht-Prime-Kunden. Prime-Mitglieder erhalten weiterhin kostenlosen Premium-Versand ohne Mindestbestellwert.

Der Testlauf betrifft zudem nicht alle Nutzer gleichzeitig. Amazon testet die neue Regelung nur bei bestimmten Kundengruppen, um deren Reaktionen zu analysieren.
Wie kann ich Versandkosten trotzdem vermeiden?
Wer kein Prime nutzt, kann versuchen, den Warenkorb gezielt auf über 49 Euro aufzufüllen. Alternativ lohnt sich ein Preisvergleich mit anderen Shops oder der Gang in den stationären Handel.

Auch ein befristetes Prime-Abo oder die Nutzung von Rabattaktionen - etwa für Neukunden in der Amazon-App - könnten helfen, Versandkosten zu sparen.
Gilt der neue Wert dauerhaft?
Nein, derzeit handelt es sich um einen zeitlich begrenzten Test. Amazon hat sich noch nicht dazu geäußert, ob und wann der neue Mindestbestellwert dauerhaft eingeführt wird.

Solche Tests dienen laut Amazon dazu, das Kundenverhalten zu analysieren und Entscheidungen auf Basis realer Nutzungsmuster zu treffen.
Welche Alternativen zu Amazon gibt es?
Wer sich über die höheren Versandkosten ärgert, kann auf andere Online-Shops wie Temu, Otto oder lokale Anbieter ausweichen. Viele bieten ähnliche Produkte oft versandkostenfrei an.

Auch der stationäre Handel kann eine Alternative sein - insbesondere bei kleineren Einkäufen, bei denen sich der Versand nicht lohnt.
Lohnt sich Amazon Prime jetzt "mehr"?
Für Vielbesteller könnte sich ein Prime-Abo nun stärker lohnen, da es weiterhin kostenlosen Versand ohne Mindestbestellwert bietet. Auch andere Prime-Vorteile wie Video-Streaming oder Prime Reading sind enthalten.

Allerdings sind die Prime-Gebühren in den letzten Jahren gestiegen. Wer nur selten bestellt, sollte genau abwägen, ob sich die Mitgliedschaft rechnet.
Wie reagieren Kunden auf den Test?
Erste Reaktionen in Blogs und sozialen Medien zeigen Unmut. Viele Nutzer empfinden den höheren Mindestbestellwert als Verschlechterung des Services.

Es wird erwartet, dass einige Kunden ihre Bestellungen reduzieren oder ganz abbrechen. Andere könnten versuchen, durch größere Warenkörbe die Schwelle zu umgehen - oder zu Prime wechseln.
Zusammenfassung
  • Amazon hat den Mindestbestellwert für Gratisversand auf 49 Euro erhöht
  • Ohne Prime-Abo fallen Versandkosten von 2,99 oder 3,99 Euro an
  • Die Änderung wurde ohne vorherige Ankündigung still durchgeführt
  • Screenshots in Blogs und sozialen Netzwerken deckten die Änderung auf
  • Viele Kunden vermuten einen erneuten Live-Test mit Schwellenwerten
  • Bereits zuvor testete Amazon höhere Grenzen von bis zu 59 Euro
  • Eine endgültige Entscheidung steht laut Einschätzung noch nicht fest

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