Millionen Menschen betroffen:
Datenzentren heizen ihre Umgebung auf
Die großen Rechenzentren, die aktuell für den Betrieb von KI-Systemen gebaut werden, können ihre Umgebung merklich aufheizen. Die so entstehenden Wärmeinseln können sich zukünftig auf das Leben von Millionen Menschen auswirken.
Für ihre Analyse nutzten die Forschenden Satellitendaten zur Oberflächentemperatur der vergangenen 20 Jahre und verglichen diese mit den Standorten von mehr als 8.400 Rechenzentren. Um andere Einflüsse möglichst auszuschließen, konzentrierten sie sich auf Anlagen außerhalb dicht besiedelter Gebiete.
Das Ergebnis: Bereits wenige Monate nach Inbetriebnahme eines Rechenzentrums steigt die Temperatur der umliegenden Landoberfläche im Schnitt um etwa 2 Grad Celsius. In extremen Fällen wurden sogar Anstiege von über 9 Grad gemessen. Besonders bemerkenswert ist, dass sich der Effekt nicht nur auf das unmittelbare Umfeld beschränkt. Selbst in einer Entfernung von bis zu zehn Kilometern konnten erhöhte Temperaturen nachgewiesen werden.
Allerdings mahnen andere Fachleute zur Vorsicht bei der Interpretation. Forscher der University of Bristol weisen darauf hin, dass neben der Abwärme der Server auch bauliche Faktoren eine Rolle spielen könnten, etwa die Erwärmung großer Gebäudeflächen durch Sonneneinstrahlung. Unabhängig davon bleibt der Befund bestehen: Rechenzentren tragen zur lokalen Erwärmung bei. Die Forschenden fordern daher, bei Planung und Bau künftiger Anlagen stärker auf deren ökologische Auswirkungen zu achten - insbesondere in der heutigen Zeit, in der die Klimakrise vielerorts ohnehin schon für steigende Temperaturen sorgt.
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Spürbares Plus
Ein Team der University of Cambridge hat untersucht, wie stark sich der Betrieb moderner KI-Rechenzentren auf die Umwelt auswirkt. Hintergrund ist der rasant steigende Energiebedarf: Mit dem Boom von KI-Anwendungen wächst auch die Zahl solcher Anlagen weltweit. Prognosen zufolge könnte sich ihre Kapazität bis 2030 verdoppeln, wobei etwa die Hälfte des Bedarfs auf KI entfällt.Für ihre Analyse nutzten die Forschenden Satellitendaten zur Oberflächentemperatur der vergangenen 20 Jahre und verglichen diese mit den Standorten von mehr als 8.400 Rechenzentren. Um andere Einflüsse möglichst auszuschließen, konzentrierten sie sich auf Anlagen außerhalb dicht besiedelter Gebiete.
Das Ergebnis: Bereits wenige Monate nach Inbetriebnahme eines Rechenzentrums steigt die Temperatur der umliegenden Landoberfläche im Schnitt um etwa 2 Grad Celsius. In extremen Fällen wurden sogar Anstiege von über 9 Grad gemessen. Besonders bemerkenswert ist, dass sich der Effekt nicht nur auf das unmittelbare Umfeld beschränkt. Selbst in einer Entfernung von bis zu zehn Kilometern konnten erhöhte Temperaturen nachgewiesen werden.
Großes Umfeld betroffen
Den Berechnungen zufolge leben weltweit mehr als 340 Millionen Menschen in einem Umkreis von zehn Kilometern um solche Anlagen und damit in Gebieten, die messbar wärmer sind, als sie es ohne die Rechenzentren wären. Regionen wie Bajío in Mexiko oder Aragón in Spanien zeigen laut der Studie Temperaturanstiege, die sich nicht durch andere Faktoren erklären lassen.Allerdings mahnen andere Fachleute zur Vorsicht bei der Interpretation. Forscher der University of Bristol weisen darauf hin, dass neben der Abwärme der Server auch bauliche Faktoren eine Rolle spielen könnten, etwa die Erwärmung großer Gebäudeflächen durch Sonneneinstrahlung. Unabhängig davon bleibt der Befund bestehen: Rechenzentren tragen zur lokalen Erwärmung bei. Die Forschenden fordern daher, bei Planung und Bau künftiger Anlagen stärker auf deren ökologische Auswirkungen zu achten - insbesondere in der heutigen Zeit, in der die Klimakrise vielerorts ohnehin schon für steigende Temperaturen sorgt.
Zusammenfassung
- KI-Rechenzentren heizen ihre Umgebung laut einer Studie merklich auf
- Forschende der University of Cambridge leiteten die Untersuchung
- Satellitendaten von über 8.400 Rechenzentren wurden ausgewertet
- Temperaturen stiegen nach Inbetriebnahme im Schnitt um zwei Grad Celsius
- Erwärmungseffekte wurden noch in zehn Kilometern Entfernung gemessen
- Über 340 Millionen Menschen weltweit sind von der Erwärmung betroffen
- Forschende fordern mehr Beachtung ökologischer Folgen bei der Planung
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