100 Grad heiß: Cyberpunk 2077 bringt Android-Handy ans Limit
Wer braucht schon einen Gaming-PC oder die Cloud? Einem YouTuber ist es gelungen, den Hardware-Fresser Cyberpunk 2077 nativ auf einem Android-Smartphone zu emulieren. Das Ergebnis ist spielbar, bringt das Handy aber wortwörtlich zum Kochen.
Anders als bei Cloud-Gaming-Lösungen wird das Spiel dabei lokal berechnet. Möglich macht das eine Kombination aus potenter Hardware der neuesten Generation und komplexer Emulationssoftware, die Windows-Befehle für die ARM-Architektur von Mobilgeräten übersetzt.
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Die technische Basis für das Experiment bildet das Red Magic 11 Pro, das mit einem Snapdragon 8 Gen 5 Chipsatz und 16 Gigabyte Arbeitsspeicher ausgestattet ist. Um die Windows-Version des Spiels auf Android zum Laufen zu bringen, kommen Übersetzungsebenen wie GameHub zum Einsatz.
Die Software nutzt Technologien, die eng mit der Entwicklung von Wine und Proton von Valve verwandt sind, welche bereits das Spielen von Windows-Titeln auf Linux-Systemen wie dem Steam Deck ermöglichen. Dabei werden x86-Befehle und DirectX-Grafikaufrufe in Echtzeit für den mobilen Prozessor und die Vulkan-Schnittstelle übersetzt.
Wie der YouTuber ETA Prime in einem aktuellen Video (siehe oben) demonstriert, sind die Ergebnisse durchaus spielbar, erfordern jedoch Kompromisse. In der Auflösung 720p und mit niedrigen Grafikeinstellungen erreichte das System nativ Bildraten zwischen 20 und 30 Bildern pro Sekunde. Durch die Aktivierung von FSR 2.1 (FidelityFX Super Resolution) im "Balanced"-Modus und der Nutzung von Frame Generation konnte die Leistung deutlich gesteigert werden.
Trotz des im Red Magic 11 Pro verbauten aktiven Lüfters und einer Flüssigkühlung stiegen die Temperaturen des Geräts auf bis zu 100 Grad Celsius an. Die CPU-Auslastung lag dabei oft zwischen 60 und 80 Prozent, während der Arbeitsspeicher fast vollständig belegt war. Ein dauerhafter Betrieb unter den Bedingungen dürfte den Akku rasant entleeren und könnte langfristig die Hardware belasten.
Die verwendeten Tools wie DXVK und vkd3d-proton, die ursprünglich für Handheld-PCs optimiert wurden, finden nun ihren Weg in die Android-Emulation und schließen die Lücke zwischen PC- und Mobile-Gaming zunehmend. Dennoch bleibt natives Gaming auf ARM-Basis vorerst effizienter.
Würdet ihr solche AAA-Titel auf dem Smartphone spielen oder ist euch der Bildschirm dafür zu klein? Schreibt uns eure Meinung dazu gerne in die Kommentare!
Siehe auch:
Emulation bringt Cyberpunk 2077 aufs Smartphone
Das grafisch anspruchsvolle Rollenspiel Cyberpunk 2077 gilt seit seinem Release im Jahr 2020 als Referenztitel für Hardware-Benchmarks. Während der Titel anfangs selbst leistungsstarke Desktop-PCs und Konsolen an ihre Grenzen brachte, ist es nun gelungen, das Spiel auf einem Android-Smartphone auszuführen.Anders als bei Cloud-Gaming-Lösungen wird das Spiel dabei lokal berechnet. Möglich macht das eine Kombination aus potenter Hardware der neuesten Generation und komplexer Emulationssoftware, die Windows-Befehle für die ARM-Architektur von Mobilgeräten übersetzt.
Auf YouTube ansehenDie technische Basis für das Experiment bildet das Red Magic 11 Pro, das mit einem Snapdragon 8 Gen 5 Chipsatz und 16 Gigabyte Arbeitsspeicher ausgestattet ist. Um die Windows-Version des Spiels auf Android zum Laufen zu bringen, kommen Übersetzungsebenen wie GameHub zum Einsatz.
Die Software nutzt Technologien, die eng mit der Entwicklung von Wine und Proton von Valve verwandt sind, welche bereits das Spielen von Windows-Titeln auf Linux-Systemen wie dem Steam Deck ermöglichen. Dabei werden x86-Befehle und DirectX-Grafikaufrufe in Echtzeit für den mobilen Prozessor und die Vulkan-Schnittstelle übersetzt.
Wie der YouTuber ETA Prime in einem aktuellen Video (siehe oben) demonstriert, sind die Ergebnisse durchaus spielbar, erfordern jedoch Kompromisse. In der Auflösung 720p und mit niedrigen Grafikeinstellungen erreichte das System nativ Bildraten zwischen 20 und 30 Bildern pro Sekunde. Durch die Aktivierung von FSR 2.1 (FidelityFX Super Resolution) im "Balanced"-Modus und der Nutzung von Frame Generation konnte die Leistung deutlich gesteigert werden.
Hohe Temperaturen und visuelle Artefakte
Mit der zugeschalteten Frame Generation kletterte die Bildrate laut dem YouTuber in Bereiche von über 40 bis hin zu 50 Bildern pro Sekunde. Selbst das anspruchsvollere "Steam Deck"-Preset lief mit der Technik flüssig. Allerdings ist die Leistung nicht ohne Nachteile: Die künstlich generierten Zwischenbilder führten zu sichtbaren Grafikfehlern, sogenanntem "Ghosting", und gelegentlichem Ruckeln. Zudem bewegt sich die Hardware am absoluten Limit.Trotz des im Red Magic 11 Pro verbauten aktiven Lüfters und einer Flüssigkühlung stiegen die Temperaturen des Geräts auf bis zu 100 Grad Celsius an. Die CPU-Auslastung lag dabei oft zwischen 60 und 80 Prozent, während der Arbeitsspeicher fast vollständig belegt war. Ein dauerhafter Betrieb unter den Bedingungen dürfte den Akku rasant entleeren und könnte langfristig die Hardware belasten.
Technische Grenzen verschieben sich
Der Versuch verdeutlicht, wie weit die Emulationstechnologie fortgeschritten ist. Dass ein Smartphone-Chip überhaupt in der Lage ist, x86-Code eines AAA-Titels in der Geschwindigkeit zu verarbeiten, liegt auch an der Vorarbeit im Linux-Bereich.Die verwendeten Tools wie DXVK und vkd3d-proton, die ursprünglich für Handheld-PCs optimiert wurden, finden nun ihren Weg in die Android-Emulation und schließen die Lücke zwischen PC- und Mobile-Gaming zunehmend. Dennoch bleibt natives Gaming auf ARM-Basis vorerst effizienter.
Würdet ihr solche AAA-Titel auf dem Smartphone spielen oder ist euch der Bildschirm dafür zu klein? Schreibt uns eure Meinung dazu gerne in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Cyberpunk 2077 läuft lokal auf einem Android-Smartphone ohne Cloud-Gaming
- Das Red Magic 11 Pro nutzt einen Snapdragon 8 Gen 5 mit 16 GB RAM
- Emulationssoftware übersetzt Windows-Befehle für die ARM-Architektur
- Tools wie GameHub basieren auf Technologien von Wine und Proton
- In 720p erreicht das System nativ zwischen 20 und 30 Bilder pro Sekunde
- Frame Generation steigert die Bildrate auf über 40 bis 50 FPS
- Trotz aktiver Kühlung erreicht das Gerät Temperaturen von 100 Grad Celsius
Siehe auch:
- Weil nicht kostenlos: VR-Modder muss Cyberpunk 2077-Projekt stoppen
- Von wegen nur digital: Cyberpunk 2077 für Switch 2 physisch ein Renner
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- Erst Switch, jetzt Apple: Cyberpunk 2077 erscheint am 17. Juli für Mac
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