Weil nicht kostenlos: VR-Modder muss Cyberpunk 2077-Projekt stoppen
Die VR-Mod für Cyberpunk 2077 begeisterte viele Fans, doch ihre Monetarisierung sorgte nun für das Aus. CD Projekt Red toleriert keine Bezahlschranken und forderte eine kostenlose Version. Da der Modder dies ablehnte, musste die Erweiterung vom Markt.
Auslöser für den drastischen Schritt war nicht die Modifikation selbst, sondern das Vertriebsmodell des Entwicklers Luke Ross. Das polnische Studio besteht auf der strikten Einhaltung seiner Richtlinien für Fan-Inhalte, welche eine kommerzielle Nutzung explizit untersagen und kostenlose Zugänglichkeit fordern.
Ross bot die Software, welche das Spiel in eine Virtual-Reality-Erfahrung verwandelt, exklusiv über die Plattform Patreon an. Nutzer mussten ein Abonnement abschließen, um Zugriff auf die Dateien zu erhalten. Der Preis für die Mitgliedschaft lag bei zehn Dollar pro Monat. Während CD Projekt Red laut eigenen Angaben nichts gegen freiwillige Spenden auf Portalen wie Ko-fi oder Patreon einzuwenden hat, stellt eine harte Bezahlschranke (Paywall) für Inhalte, die auf ihrer IP basieren, einen klaren Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen dar. Das Unternehmen hatte Ross zuvor kontaktiert und gebeten, die Mod kostenlos anzubieten, was dieser jedoch ablehnte.
Die Situation eskalierte daraufhin schnell. Wie PC Gamer schreibt, wirft der Modder dem Entwicklerstudio eine "sture Konzern-Logik" vor. Ross argumentiert, dass Unternehmen zwar jeden ihrer Schritte monetarisieren dürften, Modder aber stets gezwungen würden, umsonst zu arbeiten. Er zieht sich nun vollständig von der Entwicklung für Cyberpunk 2077 zurück, anstatt die Software kostenfrei zur Verfügung zu stellen, und konzentriert sich auf andere Projekte.
Auf YouTube ansehen
Luke Ross ist in der Szene kein Unbekannter (wohlgemerkt auch nicht unumstritten) und geriet bereits mit anderen Publishern aneinander. Take-Two Interactive erwirkte in der Vergangenheit die Entfernung seiner VR-Umsetzungen für Grand Theft Auto V, Red Dead Redemption 2 sowie die Mafia Trilogy. Auch hier war das Patreon-Abonnement der Stein des Anstoßes. Ross argumentiert technisch, dass seine Software lediglich Daten abfange und für das Headset aufbereite, ohne Original-Code zu enthalten. Diese Interpretation des Urheberrechts steht jedoch im Widerspruch zu den meisten Endbenutzer-Lizenzvereinbarungen.
Technisch gesehen handelt es sich bei den Werken von Ross ohnehin nicht um native VR-Implementierungen. Seine Mods nutzen oft eine Technik namens Alternate Eye Rendering (AER). Dabei werden die Bilder für das linke und rechte Auge abwechselnd gerendert, was zwar eine hohe Kompatibilität mit verschiedenen Engines ermöglicht, aber bei empfindlichen Spielern schneller zu Übelkeit (Motion Sickness) führen kann als native Lösungen. Zudem fehlen oft interaktive VR-Controller-Steuerungen, sodass weiterhin mit Maus und Tastatur oder Gamepad gespielt werden muss.
Hinter der harten Haltung der Publisher stehen oft signifikante finanzielle Interessen. Berichte aus dem Jahr 2022 legten offen, dass Ross monatlich über 20.000 Dollar über seine Patreon-Seite einnahm. Bei solchen Summen schalten sich die Rechtsabteilungen der großen Konzerne zwangsläufig ein, um ihre Markenrechte zu wahren. Im vorliegenden Fall zeigten allerdings viele Nutzer Verständnis für das Vorgehen des Publishers, da diese Bezahl-Mods kategorisch ablehnen.
Was haltet ihr von dem Vorgehen des Studios und der Reaktion des Modders? Ist eine Paywall für aufwendige Mods gerechtfertigt oder sollte Modding immer ein kostenloses Hobby bleiben? Wir freuen uns auf eure Meinung in den Kommentaren.
Siehe auch:
Bezahlschranke sorgt für das Aus
Der Konflikt zwischen geistigem Eigentum und der Monetarisierung von Fan-Projekten hat ein prominentes Opfer gefordert. CD Projekt Red hat die Reißleine gezogen und die populäre "R.E.A.L. VR"-Mod für das Rollenspiel Cyberpunk 2077 mittels einer DMCA-Urheberrechtsbeschwerde entfernen lassen.Auslöser für den drastischen Schritt war nicht die Modifikation selbst, sondern das Vertriebsmodell des Entwicklers Luke Ross. Das polnische Studio besteht auf der strikten Einhaltung seiner Richtlinien für Fan-Inhalte, welche eine kommerzielle Nutzung explizit untersagen und kostenlose Zugänglichkeit fordern.
Ross bot die Software, welche das Spiel in eine Virtual-Reality-Erfahrung verwandelt, exklusiv über die Plattform Patreon an. Nutzer mussten ein Abonnement abschließen, um Zugriff auf die Dateien zu erhalten. Der Preis für die Mitgliedschaft lag bei zehn Dollar pro Monat. Während CD Projekt Red laut eigenen Angaben nichts gegen freiwillige Spenden auf Portalen wie Ko-fi oder Patreon einzuwenden hat, stellt eine harte Bezahlschranke (Paywall) für Inhalte, die auf ihrer IP basieren, einen klaren Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen dar. Das Unternehmen hatte Ross zuvor kontaktiert und gebeten, die Mod kostenlos anzubieten, was dieser jedoch ablehnte.
Die Situation eskalierte daraufhin schnell. Wie PC Gamer schreibt, wirft der Modder dem Entwicklerstudio eine "sture Konzern-Logik" vor. Ross argumentiert, dass Unternehmen zwar jeden ihrer Schritte monetarisieren dürften, Modder aber stets gezwungen würden, umsonst zu arbeiten. Er zieht sich nun vollständig von der Entwicklung für Cyberpunk 2077 zurück, anstatt die Software kostenfrei zur Verfügung zu stellen, und konzentriert sich auf andere Projekte.
Auf YouTube ansehenLuke Ross ist in der Szene kein Unbekannter (wohlgemerkt auch nicht unumstritten) und geriet bereits mit anderen Publishern aneinander. Take-Two Interactive erwirkte in der Vergangenheit die Entfernung seiner VR-Umsetzungen für Grand Theft Auto V, Red Dead Redemption 2 sowie die Mafia Trilogy. Auch hier war das Patreon-Abonnement der Stein des Anstoßes. Ross argumentiert technisch, dass seine Software lediglich Daten abfange und für das Headset aufbereite, ohne Original-Code zu enthalten. Diese Interpretation des Urheberrechts steht jedoch im Widerspruch zu den meisten Endbenutzer-Lizenzvereinbarungen.
Technisch gesehen handelt es sich bei den Werken von Ross ohnehin nicht um native VR-Implementierungen. Seine Mods nutzen oft eine Technik namens Alternate Eye Rendering (AER). Dabei werden die Bilder für das linke und rechte Auge abwechselnd gerendert, was zwar eine hohe Kompatibilität mit verschiedenen Engines ermöglicht, aber bei empfindlichen Spielern schneller zu Übelkeit (Motion Sickness) führen kann als native Lösungen. Zudem fehlen oft interaktive VR-Controller-Steuerungen, sodass weiterhin mit Maus und Tastatur oder Gamepad gespielt werden muss.
Hinter der harten Haltung der Publisher stehen oft signifikante finanzielle Interessen. Berichte aus dem Jahr 2022 legten offen, dass Ross monatlich über 20.000 Dollar über seine Patreon-Seite einnahm. Bei solchen Summen schalten sich die Rechtsabteilungen der großen Konzerne zwangsläufig ein, um ihre Markenrechte zu wahren. Im vorliegenden Fall zeigten allerdings viele Nutzer Verständnis für das Vorgehen des Publishers, da diese Bezahl-Mods kategorisch ablehnen.
Was haltet ihr von dem Vorgehen des Studios und der Reaktion des Modders? Ist eine Paywall für aufwendige Mods gerechtfertigt oder sollte Modding immer ein kostenloses Hobby bleiben? Wir freuen uns auf eure Meinung in den Kommentaren.
Zusammenfassung
- VR-Mod für Cyberpunk 2077 durch DMCA-Beschwerde von CD Projekt Red entfernt
- Monetarisierung via Patreon-Abonnement für 10 Dollar widerspricht Nutzungsbedingungen
- Entwickler Luke Ross lehnte Forderung nach kostenloser Bereitstellung ab
- Modder wirft dem Studio vor, mit sturem Konzerndenken Gratisarbeit zu erzwingen
- Ross hatte bereits Konflikte mit Take-Two wegen GTA V und Red Dead Redemption 2
- Seine Technik verwendet Alternate Eye Rendering anstatt nativer VR-Implementierung
- Mit monatlichen Einnahmen von über 20.000 Dollar geriet der Modder ins Visier
Siehe auch:
Thema:
Neueste Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen