Highlight

Nach überraschend gutem Kinostart:
Melania-Doku schmiert ab

Das Super-Bowl-Wochenende sorgt traditionell für leere Ki­no­ses­sel, doch für Amazons Melania-Dokumentation wurde es be­son­ders un­ge­müt­lich. Während ein Indie-Projekt zum Mil­lio­nen­er­folg wird, kämpft die Trump-Anbiederung mit mas­si­ven Einbrüchen.
Amazon, Film, Amazon Prime Video, Kino, Dokumentation, Amazon MGM Studios, doku, Melania Trump, Melania
Amazon MGM Studios

"Melania" landet auf dem Boden der Box-Office-Tatsachen

Das US-Box-Office erlebte am vergangenen Wochenende eine absehbare Flaute. Da die Aufmerksamkeit des Publikums fast vollständig dem Super Bowl galt, hielten sich große Studios mit Neuvorstellungen zurück. In diesem ruhigen Umfeld geriet die Dokumentation Melania über First Lady Melania Trump unter die Räder. Nach einem soliden Start brachen die Ticketverkäufe in der zweiten Woche um 67 Prozent ein.

Das Werk des Regisseurs Brett Ratner spielte am Wochenende lediglich 2,37 Millionen Dollar in gut 2000 Kinos ein. Die Gesamteinnahmen in Nordamerika belaufen sich damit auf rund 13,4 Millionen Dollar. Angesichts der enormen Kosten von 40 Millionen Dollar für die Rechte und weiteren 35 Millionen Dollar für das Marketing gilt das Ergebnis in Branchenkreisen als problematisch.

Kritiker gaben dem Film überwiegend negative Bewertungen, während das Publikum auf Portalen wie Rotten Tomatoes eine ungewöhnlich hohe Zustimmung signalisierte - man kann hier aber sicherlich von politischen Hintergründen im Kontext der MAGA-Bewegung sprechen.

Trailer zur Amazon Prime Video-Dokumentation Melania

Amazon ist unbeeindruckt

Amazon MGM verteidigt das Ergebnis und ordnet die Kinovermarktung in eine langfristige Strategie ein. Laut Kevin Wilson, dem Chef des US-Vertriebs, diene der Kinostart primär dazu, Aufmerksamkeit und Engagement für das spätere Debüt auf Prime Video zu generieren.

Das Unternehmen betrachtet das Kino als ersten Schritt eines langen Lebenszyklus, bei dem der Marketing-Effekt der Leinwandpräsenz die späteren Abrufzahlen beim Streaming-Dienst steigern soll. Ein Termin für den Streaming-Start steht bisher jedoch nicht fest.


Im Gegensatz zur kostspieligen Melania-Produktion zeigen andere Filme an diesem Wochenende eine deutlich höhere Effizienz. Besonders das Projekt Iron Lung des YouTubers Markiplier, bürgerlich Mark Fischbach, zieht Aufmerksamkeit auf sich. Das Horror-Projekt kostete in der Produktion lediglich drei Millionen Dollar. Nach zwei Wochen steht der Film bereits bei einem Gesamtergebnis von 31,2 Millionen Dollar.

Die Dominanz kleinerer Verleiher wie Angel Studios oder Bleecker Street, die mit dem K-Pop-Konzertfilm Stray Kids: The Dominate Experience 5,6 Millionen Dollar einspielten, liegt auch am bewussten Rückzug der Major-Studios während des NFL-Finales.

Diese nutzten die Werbepausen des Sportevents lieber für Trailer zu kommenden Blockbustern. Ob sich die hohen Investitionen von Amazon MGM durch die spätere Zweitverwertung amortisieren, bleibt abzuwarten, da die Kinoeinnahmen allein kaum die Marketingkosten decken.

Habt ihr den Film zufällig gesehen (oder ihn sehen müssen)? Wie war er? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare, wir sind gespannt auf eure Berichte aus dem Vorhof zur cineastischen Hölle!

Zusammenfassung
  • Melania-Doku verzeichnet nach solidem Start Einbruch von 67 Prozent
  • Mit Produktionskosten von 40 Millionen und 35 Millionen für Marketing
  • Amazon sieht Kinostart als Vorbereitung für späteres Prime-Video-Debüt
  • Kritiker bewerteten Film negativ, während Publikumsbewertungen auffällig hoch
  • Horror-Projekt Iron Lung zeigt mit nur 3 Millionen Budget deutlich mehr Effizienz
  • Während des Super-Bowl-Wochenendes halten sich große Studios mit Neustarts zurück

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Amazons Aktienkurs in Euro
Interessante Artikel & Testberichte
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!