Leica: Deutscher Traditionshersteller steht wohl zum Verkauf
Die Eigentümer des traditionsreichen Kamera-Herstellers Leica prüfen nach Informationen aus Unternehmenskreisen einen möglichen Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.
Als potenzielle Interessenten gelten unter anderem die Beteiligungsgesellschaften HSG, früher bekannt als Sequoia Capital China, sowie Altor Equity Partners. Auch weitere Bieter sollen ihr Interesse signalisiert haben. Alle Beteiligten lehnten eine Stellungnahme ab, da es sich um vertrauliche Überlegungen handelt.
Insidern zufolge könnte die Kaufmann-Familie selbst nach einem möglichen Einstieg eines neuen Investors weiterhin an Leica beteiligt bleiben. Ob es tatsächlich zu einer Transaktion kommt, ist jedoch offen. In der Vergangenheit hatte sich die Familie immer wieder klar zum Unternehmen bekannt und Leica als langfristiges Investment betrachtet.
Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück, als Ernst Leitz in Wetzlar eine Firma gründete, die sich zunächst auf Mikroskope spezialisierte. Weltruhm erlangte Leica jedoch durch seine handlichen Kleinbildkameras, die die Fotografie nachhaltig veränderten. Das erste Serienmodell, die Leica I, ging Ende 1924 in Produktion und wurde ein Jahr später auf einer Fachmesse vorgestellt.
In jüngerer Zeit zeigt sich Leica jedoch wieder auf Wachstumskurs. Im Geschäftsjahr bis Ende März 2025 stieg der Umsatz um 7,6 Prozent auf rund 596 Millionen Euro. Treiber waren vor allem das klassische Fotogeschäft sowie ein wachsendes Engagement im Mobilsegment. Besonders stark entwickelten sich die Umsätze in Europa, allen voran in Deutschland. Zusätzlich profitiert Leica von einer strategischen Partnerschaft mit dem chinesischen Smartphone-Hersteller Xiaomi, der die Marke auch für ein jüngeres, technikaffines Publikum sichtbar macht.
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Hohe Bewertung
Dem Vernehmen nach loten der österreichische Unternehmer Andreas Kaufmann, dessen Familie Leica seit Jahren prägt, sowie der US-Finanzinvestor Blackstone gemeinsam mit Beratern verschiedene Optionen aus. Das renommierte deutsche Unternehmen könnte dabei mit rund einer Milliarde Euro bewertet werden, hieß es. Konkrete Entscheidungen seien allerdings noch nicht gefallen, die Gespräche befänden sich in einem frühen Stadium.Als potenzielle Interessenten gelten unter anderem die Beteiligungsgesellschaften HSG, früher bekannt als Sequoia Capital China, sowie Altor Equity Partners. Auch weitere Bieter sollen ihr Interesse signalisiert haben. Alle Beteiligten lehnten eine Stellungnahme ab, da es sich um vertrauliche Überlegungen handelt.
Insidern zufolge könnte die Kaufmann-Familie selbst nach einem möglichen Einstieg eines neuen Investors weiterhin an Leica beteiligt bleiben. Ob es tatsächlich zu einer Transaktion kommt, ist jedoch offen. In der Vergangenheit hatte sich die Familie immer wieder klar zum Unternehmen bekannt und Leica als langfristiges Investment betrachtet.
Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück, als Ernst Leitz in Wetzlar eine Firma gründete, die sich zunächst auf Mikroskope spezialisierte. Weltruhm erlangte Leica jedoch durch seine handlichen Kleinbildkameras, die die Fotografie nachhaltig veränderten. Das erste Serienmodell, die Leica I, ging Ende 1924 in Produktion und wurde ein Jahr später auf einer Fachmesse vorgestellt.
Es läuft besser
Wirtschaftlich war Leica nicht immer frei von Turbulenzen. 2005 geriet der Kamerahersteller unter Druck, als rückläufige Verkaufszahlen zu Liquiditätsproblemen führten und Banken Kreditlinien kürzten. 2012 zog die Kaufmann-Familie die Aktie schließlich von der Frankfurter Börse zurück und nahm das Unternehmen in Privatbesitz.In jüngerer Zeit zeigt sich Leica jedoch wieder auf Wachstumskurs. Im Geschäftsjahr bis Ende März 2025 stieg der Umsatz um 7,6 Prozent auf rund 596 Millionen Euro. Treiber waren vor allem das klassische Fotogeschäft sowie ein wachsendes Engagement im Mobilsegment. Besonders stark entwickelten sich die Umsätze in Europa, allen voran in Deutschland. Zusätzlich profitiert Leica von einer strategischen Partnerschaft mit dem chinesischen Smartphone-Hersteller Xiaomi, der die Marke auch für ein jüngeres, technikaffines Publikum sichtbar macht.
Zusammenfassung
- Eigentümer des Kamera-Herstellers Leica prüfen Verkauf der Mehrheitsbeteiligung
- Bewertung könnte bei einer Milliarde Euro liegen, Gespräche sind im frühen Stadium
- Kaufmann-Familie und Blackstone eruieren mit Beratern verschiedene Optionen
- HSG und Altor Equity Partners gelten als potenzielle Interessenten
- Familie Kaufmann könnte auch nach einem Verkauf am Unternehmen beteiligt bleiben
- Leica verzeichnete zuletzt Wachstum mit 596 Millionen Euro Umsatz bis März 2025
- Strategische Partnerschaft mit Xiaomi macht Marke für jüngeres Publikum sichtbar
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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