Asus macht ernst: Die Smartphone-Sparte ist jetzt Geschichte

Asus zieht den Stecker: Nach Jahren sinkender Marktanteile hat der Konzern das Ende seiner Smartphone-Sparte bestätigt. Keine neuen Zenfone- oder ROG-Modelle mehr, stattdessen setzt der Hersteller nun voll auf KI und Robotik. Ein Abschied mit Ansage.
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ASUS
  • Asus stellt Entwicklung neuer Zenfone und ROG Phone Modelle ein
  • Bestehende Kunden erhalten weiterhin Software-Updates und Garantie
  • Konzern fokussiert sich künftig auf kommerzielle PCs und Physical AI
  • Ingenieure der Mobilsparte wechseln in PC- und KI-Entwicklung
  • Umsatz stieg im letzten Geschäftsjahr um 26 Prozent auf 23,4 Mrd Dollar
  • Mit dem Rückzug verliert der Markt einen Anbieter kompakter Smartphones
  • Asus will führende Rolle im Bereich der KI-Hardware-Verschmelzung einnehmen

Asus beendet Smartphone-Produktion

Asus wird keine neuen Smartphones mehr entwickeln. Das bestätigte der taiwanische Konzern bei einer Veranstaltung in China. Damit werden auch die Marken Zenfone und ROG Phone vom Markt verschwinden. Asus richtet sich strategisch neu aus und verlagert Ressourcen aus dem Mobilgeschäft in andere Unternehmensbereiche. Gleich zu Jahresbeginn hatte es Berichte über einen möglichen Rückzug gegeben.

Für bestehende Kunden sollen Wartung, Software-Updates sowie Garantieleistungen fortgeführt werden. Neue Geräte sind jedoch nicht mehr geplant.


Fokus auf Robotik

Asus-Chef Jonney Shih sprach von einer grundlegenden Neuausrichtung. Zuvor hatte das Unternehmen 2025 mit dem ROG Phone 9 FE und dem Zenfone 12 Ultra nur noch zwei Modelle vorgestellt, die wirtschaftlich aber weit hinter den Erwartungen zurückblieben.

Wie Inside.com berichtet, kündigte Shih an, künftig keine neuen Mobil­telefonmodelle mehr ins Produkt­port­folio aufzunehmen. Stattdessen will Asus stärker in Robotik und intelligente Brillen investieren. Der Konzern verzeichnete im vergangenen Geschäftsjahr ein Umsatzplus von rund 26 Prozent auf 23,4 Milliarden Dollar. Besonders das Geschäft mit KI-Servern legte deutlich zu und verdoppelte sich im Jahresvergleich.

Im Zuge der Neuausrichtung werden Entwickler aus dem Smartphone-Bereich in andere Abteilungen versetzt. Ingenieure, die bislang an Qualcomm-Plattformen für Mobilgeräte arbeiteten, wechseln in die Bereiche kommerzielle PCs und KI-Entwicklung. Asus will seine Hardware-Kompetenz im Feld der sogenannten "Physical AI" einsetzen, also bei der Verbindung von künstlicher Intelligenz mit physischer Hardware wie Robotern. Erfahrungen aus der ROG-Serie, etwa bei Kühlung und Leistungsoptimierung, sollen in industrielle Anwendungen einfließen.

Lücke im Markt für Android-Puristen

Mit dem Rückzug verschwindet nun aber ein Anbieter, der zuletzt auf kompakte Android-Smartphones gesetzt hatte. Die Zenfone-Reihe richtete sich an Nutzer, die leistungsfähige Geräte in kleinerem Format bevorzugten. Das ROG Phone war auf Mobile Gaming ausgerichtet, stand jedoch zunehmend im Wettbewerb mit leistungsstarken Flaggschiffen und punktete daher nicht bei den Kunden.

Was sagt ihr zu diesem radikalen Schnitt von Asus? Werdet ihr die Gaming-Features der ROG Phones oder den Formfaktor der Zenfones vermissen, oder ist die Konzentration auf KI der richtige Weg? Wir sind gespannt auf eure Meinungen in den Kommentaren. Siehe auch:
Nadine Juliana Dressler

Redakteurin für Windows & Netzwerke

Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.

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