Speicherknappheit: Das sagt Asus über Gerücht zum RAM-Markteinstieg

Die anhaltende Speicherknappheit treibt die RAM-Preise hoch. Berichte ließen hoffen, dass Asus 2026 in die Fertigung ein­steigt, um die Marktmacht der großen Hersteller zu brechen. Jetzt gibt es eine offizielle Reaktion auf die Spekulationen.
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UltraRAM

Gerüchte um Asus-Speicherfertigung

Der globale Markt für Arbeitsspeicher steht unter Druck. Große Hersteller wie Micron, Samsung und SK Hynix verlagern Kapazitäten zunehmend auf High Bandwidth Memory (HBM) für KI-Beschleuniger. Dadurch verknappt sich klassischer DDR5-RAM, was die Preise für Laptops und Desktop-PCs steigen lässt.

Vor diesem Hintergrund sorgte ein Bericht des persischen Tech-Portals Sakhtafzarmag für Aufmerksamkeit: Asus plane demnach einen Einstieg in die Fertigung von DRAM-Wafern bis zum zweiten Quartal 2026. Die Spekulationen hörten sich plausibel an. Asus zählt zu den weltweit größten Abnehmern von Speicherchips und hätte ein wirtschaftliches Interesse an stabileren Lieferketten. Der Konzern ist bereits in der Modul-Fertigung aktiv und bestückt Platinen mit zugekauften Speicherbausteinen.


Asus weist Pläne zur Wafer-Fertigung zurück

Der Aufbau einer eigenen Wafer-Produktion würde jedoch einen deutlich höheren technologischen und finanziellen Aufwand bedeuten. Die Gerüchte wurden rasch dementiert.

Wie Notebookcheck berichtet, erklärten Vertreter von Asus, dass das Unternehmen derzeit keine Investitionen in eine eigene RAM-Produktionslinie plane. Der Einstieg in die DRAM-Wafer-Fertigung ist mit erheblichen Hürden verbunden. Neben den hohen Investitionen für EUV-Lithografiemaschinen und Reinräume erschweren weitere Faktoren einen Markteintritt:

  • Patentlandschaft: Die etablierten Hersteller verfügen über umfangreiche Schutzrechte, die Neueinsteiger vor rechtliche und finanzielle Herausforderungen stellen.
  • Know-how: Die komplexen Produktionsprozesse erfordern hoch spezialisiertes Fachpersonal, das weltweit knapp ist.

Selbst Anbieter mit staatlicher Unterstützung benötigen Jahre, um technologisch aufzuschließen. Ein kurzfristiger Einstieg von Asus galt daher als unwahrscheinlich.

Preisanstieg dürfte anhalten

Die Absage von Asus heißt wohl auch, dass kurzfristig keine Entlastung durch neue Marktteilnehmer zu erwarten ist. Laut Notebookcheck dürfte die Abhängigkeit von den drei großen Speicherherstellern bestehen bleiben. Diese konzentrieren ihre Kapazitäten weiterhin auf den lukrativen KI-Sektor, wodurch die Preise für Arbeitsspeicher und entsprechende Hardware vorerst hoch bleiben.

Was denkt ihr: Wäre ein vierter großer Player im DRAM-Markt überhaupt überlebensfähig oder ist die Dominanz der Etablierten zu groß? Wir sind gespannt auf eure Einschätzungen und Diskussionen in den Kommentaren.
Zusammenfassung
  • Verlagerung der Produktion zu HBM führt zu Knappheit bei DDR5-RAM
  • Asus dementiert Gerüchte über einen geplanten Einstieg in RAM-Fertigung
  • Einstieg in DRAM-Produktion wäre mit enormen technischen Hürden verbunden
  • Patentlandschaft und fehlendes Know-how erschweren neuen Markteintritt
  • Speicherpreise bleiben wohl hoch durch Fokus auf KI-Datenzentren
  • Abhängigkeit von den drei großen Herstellern Samsung, Micron und SK Hynix bleibt

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