3-in-1-Smartphone: NexPhone kommt mit Android, Windows und Linux

Mit dem NexPhone kündigt sich ein Smartphone an, das Android, Linux und ein vollwertiges Windows 11 vereint. Das robuste Gerät setzt auf ein ungewöhnliches Multi-Boot-Konzept und möchte den Traum vom PC in der Hosentasche endlich wahr machen.
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Nex Computer

Ein Smartphone, drei Betriebssysteme

Während Apple am iPhone 18 arbeitet und die Veröffentlichung der Galaxy-S26-Serie von Samsung in wenigen Wochen bevorsteht, sorgt jetzt ein ungewöhnliches Smartphone für Aufsehen. Denn das sogenannte NexPhone soll mit ganzen drei verschiedenen Betriebssystemen auf einmal erscheinen. So sollen auf dem Handy neben Android 16 auch eine Linux-Distribution sowie Windows 11 laufen.

Windows 11 im Hosentaschenformat

Die technische Umsetzung des komplexen Multi-Boot-Systems erläutert der Hersteller Nex Computer detailliert auf der Webseite zum kommenden Smartphone. Als primäres System dient demnach ein "NexOS" genanntes, Google-freies Android 16. Eine Linux-Umgebung auf Debian-Basis läuft dabei als Anwendung innerhalb von Android und teilt sich den Kernel sowie das Dateisystem.


Für den Wechsel zu Windows 11 ist hingegen ein kompletter Neustart erforderlich, da das Microsoft-Betriebssystem auf einer separaten Partition installiert ist. Um die Bedienung auf dem kleinen Touchscreen zu ermöglichen, hat der Hersteller eine eigene Benutzeroberfläche entwickelt, die mit großen Kacheln optisch stark an das eingestellte Windows Mobile erinnert. Wird das Smartphone über USB-C an einen Monitor oder ein sogenanntes Lapdock des Unternehmens angeschlossen, steht die gewohnte Desktop-Umgebung der jeweiligen Betriebssysteme zur Verfügung.

Technische Details

Nex Computer ist in der Szene kein Unbekannter und hatte das Projekt NexPhone bereits vor 14 Jahren gestartet. Das Konzept weckt Erinnerungen an vergangene Versuche der Industrie, wie etwa Microsofts Continuum im Jahr 2015 oder das nie erschienene Projekt "Ubuntu for Android" von Canonical aus dem Jahr 2012. Während die Rechenleistung des Handys für Office-Anwendungen und Web-Browsing ausreichen dürfte, sind bei rechenintensiven Aufgaben oder Emulationen unter Windows 11 auf der ARM-Architektur deutliche Grenzen zu erwarten.

NexPhone (2026)NexPhone (2026)NexPhone (2026)NexPhone (2026)

Denn technisch positioniert sich das Mobiltelefon in der Mittelklasse. So kommt der Qualcomm QCM6490 Prozessor zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um eine spezielle IoT-Variante des bekannten Snapdragon 778G, für die Qualcomm einen erweiterten Support bis zum Jahr 2036 zusagt. Unterstützt wird der Chipsatz von 12 GB Arbeitsspeicher und 256 GB internem Speicher, der sich via microSD-Karte erweitern lässt.

Das 6,58 Zoll große LCD-Panel löst mit 2403 x 1080 Pixeln auf und bietet eine Bildwiederholrate von 120 Hertz. Mit einer Dicke von gut 1,3 Zentimetern und einem Gewicht von rund 256 Gramm fällt das Gerät mit seinem 5000 mAh-Akku jedoch vergleichsweise wuchtig aus.

Preis und Marktstart

Die Auslieferung des NexPhone ist für das dritte Quartal 2026 geplant. Der Listenpreis beträgt 549 Dollar (etwa 470 Euro), wobei Interessenten für die Vorbestellung eine Anzahlung von 199 Dollar (etwa 170 Euro) leisten müssen. Im Lieferumfang ist ein USB-C-Hub enthalten, das Schnittstellen wie HDMI und USB-A bereitstellt.

Was haltet ihr von diesem Konzept? Seht ihr im NexPhone einen echten Nutzen für euren Alltag oder sind mehrere Betriebssysteme auf einem Smartphone nicht mehr als eine Spielerei? Wir freuen uns auf eure Meinung in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • NexPhone vereint Android 16, Linux und Windows 11 in einem Gerät
  • Primärsystem NexOS (Android 16) mit Linux-Umgebung auf Debian-Basis
  • Windows 11 läuft auf separater Partition und erfordert Neustart
  • Qualcomm QCM6490 Prozessor mit Support bis 2036 verbaut
  • 6,58 Zoll LCD mit 120 Hertz bei 1,3 cm Dicke und 256 Gramm Gewicht
  • Auslieferung für das dritte Quartal 2026 zum Preis von 549 Dollar geplant
  • Im Lieferumfang enthalten ist ein USB-C-Hub mit HDMI und USB-A

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