Teslas Full Self-Driving ist bald nur noch im Abo erhältlich

Tesla schafft den Einmalkauf für das Assistenzpaket Full Self-Driving ab. Ab Mitte Februar gibt es die Fahrassistenz-Software nur noch im Abo für 99 Euro im Monat. Damit verabschiedet sich Elon Musk endgültig von der Idee des Autos als Wertanlage.
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Ende des FSD-Einmalkaufs ab Februar

Elon Musk hat bekannt gegeben, dass das Ende des einmaligen Kaufs für das Assistenzpaket Full Self-Driving (FSD) besiegelt ist. Ab dem 14. Februar 2026 steht die Software zur erweiterten Fahrassistenz ausschließlich als monatliches Abonnement zur Verfügung.

Bislang hatten Kunden die Wahl zwischen einer Einmalzahlung von zuletzt 7500 Euro und einer Monatsgebühr von 99 Euro. Das markiert eine Zäsur in der Strategie des Herstellers, der die Software jahrelang als Investition in die Zukunft angepriesen hatte.

Das System übernimmt Aufgaben wie Spurwechsel, das Navigieren durch Kreisverkehre und das Erkennen von Ampeln. Trotz des immer wieder kritisierten Namens verlangt die Technik weiterhin die volle Aufmerksamkeit der Person am Steuer, was sie rechtlich als Level-2-System klassifiziert. Besonders beliebt ist FSD aber nicht, denn die Akzeptanzrate dümpelte zuletzt bei nur etwa zwölf Prozent der Flotte. Das neue Modell soll die Verbreitung ankurbeln, was essenziell für Elon Musks Vergütungsplan ist. Dieser sieht unter anderem das Erreichen von zehn Millionen aktiven FSD-Abonnements vor.

Abkehr von der Wertsteigerungs-These

Wie Electrek berichtet, beendet dieser strategische Schwenk eine Phase extrem schwankender Preisgestaltungen. Im September 2022 kletterte der Preis für das Paket auf bis zu 15.000 Dollar (etwa 12.888 Euro). Musk hatte diese Summen damit gerechtfertigt, dass jedes Fahrzeug durch Software-Updates zum Robotaxi werde und der Wert der Lizenz dadurch massiv steige. Das FSD-Paket wurde oft als "Appreciating Asset" bezeichnet - ein Vermögenswert, der im Laufe der Zeit an Wert gewinnt.


Für Kunden lohnt sich das Abo rein rechnerisch oft mehr: Der Break-Even-Point im Vergleich zum Kaufpreis lag zuletzt bei fast sieben Jahren. Durch den Wechsel auf das reine Mietmodell entkoppelt Tesla das Software-Versprechen vom physischen Auto. Das reduziert bilanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Nutzern, die Tausende Dollar für eine Autonomie bezahlt haben, die technisch noch nicht vollendet ist.

Der Druck durch Konkurrenten wächst stetig. Hersteller wie Rivian positionieren ihr System Autonomy+ aggressiv mit Preisen von 50 Dollar (etwa 43 Euro) pro Monat oder 2500 Dollar (etwa 2148 Euro) als Einmalkauf. Gleichzeitig etabliert Mercedes-Benz mit dem Drive Pilot bereits zertifizierte Level-3-Systeme, während Nvidia mit Plattformen wie Thor die technische Basis für diverse Autohersteller liefert.

Hinter den Kulissen geht es auch um astronomische Summen für den CEO. Musks Aktienpaket ist an harte Meilensteine geknüpft: Tesla muss eine Marktkapitalisierung von 8,5 Billionen Dollar (etwa 7,3 Billionen Euro) erreichen und kumulativ 20 Millionen Fahrzeuge bauen. Zudem sollen eine Million Robotaxis auf die Straße gebracht werden.

Haltet ihr das reine Abo-Modell für fairer als den hohen Einmalkauf oder ist das für euch Geldschneiderei? Würdet ihr 99 Dollar (etwa 85 Euro) im Monat für einen Assistenten zahlen? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!

Zusammenfassung
  • Tesla bietet Full Self-Driving (FSD) ab 14. Februar 2026 nur im Abo für 99 Euro
  • Einmalkauf von 7500 Euro wird abgeschafft trotz früherer Werbeversprechen
  • FSD bleibt ein Level-2-System mit geringer Akzeptanzrate von etwa 12 Prozent
  • Abo-Modell soll Verbreitung ankurbeln und Musks Vergütungsmeilensteine erreichen
  • Konkurrenten wie Rivian und Mercedes bieten günstigere oder technisch bessere Systeme
  • Strategiewechsel reduziert Teslas bilanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Käufern
  • Musks Aktienpaket ist an hohe Ziele wie 8,5 Billionen Dollar Marktwert gekoppelt

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