Für Autonomie unverzichtbar:
Rivian verbaut ab 2026 Lidar-Sensoren
Rivian rüstet den kommenden R2 mit Lidar-Sensoren aus und zielt ab 2026 auf Level-4-Autonomie. Damit grenzt sich der Hersteller klar von Tesla ab und setzt auf maximale Redundanz durch Sensor-Fusion. Eigene Chips ersetzen zudem die Hardware von Nvidia.
Das Unternehmen, das eine enge Partnerschaft mit Volkswagen hat, grenzt sich damit bewusst von der Strategie des Marktführers Tesla ab, der für seine Assistenzsysteme fast ausschließlich auf kamerabasierte Lösungen vertraut. Das erklärte Ziel dieser Hardware-Offensive ist das Erreichen von Level-4-Autonomie, bei der das Fahrzeug unter definierten Bedingungen die Fahraufgabe vollständig übernimmt und keine menschliche Überwachung mehr erforderlich ist.
Der Lidar-Sensor des Rivian R2
Die Entscheidung für den Einsatz von Lidar begründet Rivian mit der unverzichtbaren Notwendigkeit redundanter Systemarchitekturen für maximale Sicherheit im Straßenverkehr. Während Kameras als passive Sensoren bei Dunkelheit, dichtem Nebel oder direkter Sonneneinstrahlung an ihre physikalischen Grenzen stoßen können, erzeugen aktive Lidar-Laserscanner ein präzises 3D-Abbild der Umgebung - vollkommen unabhängig von den Lichtverhältnissen.
Neben dem Lidar-Sensor soll der R2 über elf Kameras mit einer beachtlichen Auflösung von jeweils 65 Megapixeln sowie fünf Radarsensoren verfügen. Diese sogenannte Sensorfusion soll die Objekterkennung auf große Distanzen und insbesondere bei komplexen "Edge Cases" - also seltenen und unvorhersehbaren Verkehrssituationen - signifikant verbessern.
Wie Electrek berichtet, koppelt Rivian die neue Hardware-Strategie mit einem aggressiven Preismodell für die Software. Unter der Bezeichnung "Autonomy+" plant der Hersteller ein Abonnement-Modell für die erweiterten Selbstfahrfunktionen. Kunden sollen dabei die Wahl zwischen einer einmaligen Zahlung von 2500 Dollar oder einer monatlichen Gebühr von 49,99 Dollar haben. Das System soll perspektivisch echtes "Eyes-off"-Fahren ermöglichen, bei dem sich der Fahrer anderen Tätigkeiten wie dem Lesen oder Arbeiten widmen darf, während das Auto die Steuerung übernimmt.
Ein weiterer zentraler Aspekt der Präsentation war die Abkehr von externen Zulieferer-Chips hin zu eigenen Designs, um eine vertikale Integration ähnlich wie bei Apple oder Tesla zu erreichen. Der neu vorgestellte "Rivian Autonomy Processor" (RAP1) soll die bisher verwendeten Komponenten von Nvidia ersetzen. Laut den technischen Daten des Herstellers liefert der Chip eine Rechenleistung von 1600 INT8 TOPS (Trillion Operations Per Second) und kann bis zu fünf Milliarden Pixel pro Sekunde verarbeiten. Das ermöglicht eine effizientere Verarbeitung der immensen Datenströme, die durch die hochauflösenden Sensoren in Echtzeit generiert werden.
Haltet ihr Lidar für unverzichtbar beim autonomen Fahren oder reicht der reine Kamera-Ansatz aus? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!
Siehe auch:
Rivian R2: Lidar für Level-4-Autonomie
Der US-Elektroautobauer Rivian hat auf seinem "Autonomy and AI Day" in Palo Alto eine klare technologische Weichenstellung für das kommende Mittelklasse-SUV R2 verkündet. Ab Ende 2026 sollen die Fahrzeuge des Herstellers nicht nur mit herkömmlichen Kameras, sondern zusätzlich mit Lidar-Sensoren (Light Detection and Ranging) ausgeliefert werden.Das Unternehmen, das eine enge Partnerschaft mit Volkswagen hat, grenzt sich damit bewusst von der Strategie des Marktführers Tesla ab, der für seine Assistenzsysteme fast ausschließlich auf kamerabasierte Lösungen vertraut. Das erklärte Ziel dieser Hardware-Offensive ist das Erreichen von Level-4-Autonomie, bei der das Fahrzeug unter definierten Bedingungen die Fahraufgabe vollständig übernimmt und keine menschliche Überwachung mehr erforderlich ist.
Der Lidar-Sensor des Rivian R2
Die Entscheidung für den Einsatz von Lidar begründet Rivian mit der unverzichtbaren Notwendigkeit redundanter Systemarchitekturen für maximale Sicherheit im Straßenverkehr. Während Kameras als passive Sensoren bei Dunkelheit, dichtem Nebel oder direkter Sonneneinstrahlung an ihre physikalischen Grenzen stoßen können, erzeugen aktive Lidar-Laserscanner ein präzises 3D-Abbild der Umgebung - vollkommen unabhängig von den Lichtverhältnissen.
Neben dem Lidar-Sensor soll der R2 über elf Kameras mit einer beachtlichen Auflösung von jeweils 65 Megapixeln sowie fünf Radarsensoren verfügen. Diese sogenannte Sensorfusion soll die Objekterkennung auf große Distanzen und insbesondere bei komplexen "Edge Cases" - also seltenen und unvorhersehbaren Verkehrssituationen - signifikant verbessern.
Wie Electrek berichtet, koppelt Rivian die neue Hardware-Strategie mit einem aggressiven Preismodell für die Software. Unter der Bezeichnung "Autonomy+" plant der Hersteller ein Abonnement-Modell für die erweiterten Selbstfahrfunktionen. Kunden sollen dabei die Wahl zwischen einer einmaligen Zahlung von 2500 Dollar oder einer monatlichen Gebühr von 49,99 Dollar haben. Das System soll perspektivisch echtes "Eyes-off"-Fahren ermöglichen, bei dem sich der Fahrer anderen Tätigkeiten wie dem Lesen oder Arbeiten widmen darf, während das Auto die Steuerung übernimmt.
Ein weiterer zentraler Aspekt der Präsentation war die Abkehr von externen Zulieferer-Chips hin zu eigenen Designs, um eine vertikale Integration ähnlich wie bei Apple oder Tesla zu erreichen. Der neu vorgestellte "Rivian Autonomy Processor" (RAP1) soll die bisher verwendeten Komponenten von Nvidia ersetzen. Laut den technischen Daten des Herstellers liefert der Chip eine Rechenleistung von 1600 INT8 TOPS (Trillion Operations Per Second) und kann bis zu fünf Milliarden Pixel pro Sekunde verarbeiten. Das ermöglicht eine effizientere Verarbeitung der immensen Datenströme, die durch die hochauflösenden Sensoren in Echtzeit generiert werden.
KI-Assistent
Neben der reinen Fahrtechnik zeigte Rivian auch Ambitionen im Bereich der generativen Künstlichen Intelligenz für den Fahrzeuginnenraum. Ein neuer "Rivian Assistant" soll künftig kontextbezogene Unterstützung bieten und dabei tief in das digitale Leben des Fahrers integriert werden, beispielsweise durch Zugriff auf externe Daten wie den Google Kalender. Das System basiert laut Rivian auf einem multimodalen Large Language Model (LLM), das Fahrzeugdaten intelligent mit externem Wissen verknüpft, um proaktiv Vorschläge zu machen.Haltet ihr Lidar für unverzichtbar beim autonomen Fahren oder reicht der reine Kamera-Ansatz aus? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Rivian stattet R2-Modelle ab Ende 2026 mit Lidar-Sensoren aus
- Abgrenzung von Tesla durch Fokus auf redundante Sensorik-Systeme
- Kombination aus elf 65-Megapixel-Kameras und fünf Radarsensoren
- Level-4-Autonomie ermöglicht vollständig selbstständiges Fahren
- Eigener Rivian Autonomy Processor ersetzt bisherige Nvidia-Hardware
- Autonomy+ als Abonnement für 49,99 Dollar monatlich verfügbar
- Neuer KI-Assistent verknüpft Fahrzeugdaten mit externen Informationen
Siehe auch:
- Milliarden-Deal steht: Rivian soll VW aus der Software-Patsche helfen
- Rivian-Chef: Zu viele Tesla-Kopien schaden der gesamten Auto-Industrie
- Für bessere Software: Volkswagen investiert Mrd. in E-Autobauer Rivian
- Rivian: Verbrenner zu kaufen ist wie 1910 eine Pferdescheune zu bauen
- Elektrisch: Amazons neue Rivian-Vans liefern jetzt in Deutschland
Thema:
Videos zum Thema autonomes Fahren
- Fast wie K.I.T.T.: BYD-Supercar Yangwang U9 springt über Schlagloch
- Forvia auf der IAA 2023: Mehr Sicherheit und Nachhaltigkeit im Auto
- Nuro: Kleinwagen-großer Liefer-Roboter hat einen Außen-Airbag
- Audi AI:ME - Testfahrt mit dem autonomen Elektroauto auf der CES
- Daimler und Bosch: So funktioniert das komplett fahrerlose Parken
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