Rivians Software-Chef: KI macht CarPlay und Android Auto überflüssig
Rivian verzichtet weiterhin auf Apple CarPlay und Android Auto. Der Software-Chef des Autobauers sieht die Zukunft in tief integrierter Künstlicher Intelligenz. Das soll smarte Assistenten schaffen, die klassische Apps im Auto überflüssig machen.
Die klassische Bildschirmspiegelung, wie sie derzeit stattfindet, stört laut dem Entwickler das angestrebte Nutzererlebnis. Rivian setzt stattdessen auf eine durchgehende Integration, bei der das Fahrzeugsystem direkten Zugriff auf Funktionen wie Klimaanlage, Fahrmodi oder Navigation hat. Das Ziel ist ein nahtloses System, das ohne den ständigen Wechsel zwischen verschiedenen Einzel-Apps auskommt. Die Software greift dabei direkt auf die Hardware des Fahrzeugs zu.
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Wie Bensaid im Decoder-Podcast von The Verge erklärte, sinke das Interesse der Kundschaft an externen Lösungen spürbar. Vor fünf Jahren hätten noch über 70 Prozent der Käufer die Integration von Apple CarPlay gefordert, aktuelle Umfragen des Unternehmens zeigten hingegen, dass der Wert mittlerweile auf unter 25 Prozent gefallen sei. Diese Entwicklung bestärkt Rivian darin, ein eigenes, geschlossenes Ökosystem aufzubauen.
Das bietet Vorteile bei der Bedienung, da der Fahrer den Blick seltener von der Straße abwenden muss, meint Rivian. Zudem behält der Hersteller die volle Kontrolle über das digitale Erlebnis im Auto. Ob die Nutzer das ähnlich sehen, darf bezweifelt werden: Ein Verzicht auf externe Systeme bedeutet für sie nämlich, dass sie vollständig auf die vom Fahrzeughersteller bereitgestellten Dienste angewiesen sind. Spezielle Nischen-Apps, die Autobauer oft nicht nativ unterstützen, fallen dadurch weg.
Ein weiteres Fragezeichen sind regelmäßige Updates. Während Apple und Google ihre mobilen Betriebssysteme kontinuierlich aktualisieren, müssen Autobauer erst beweisen, dass sie ihre Software-Plattformen über den gesamten Lebenszyklus eines Autos pflegen können. Rivian baut dafür massiv interne Kapazitäten auf, um die Weiterentwicklung der Systeme sicherzustellen. Die kürzlich vereinbarte Zusammenarbeit mit Volkswagen soll den hohen Stellenwert einer starken eigenen Software-Architektur unterstreichen.
Glaubt ihr, dass KI-Sprachassistenten Apple CarPlay und Android Auto im Auto ersetzen können? Teilt eure Meinung und Erfahrungen gerne unten in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
KI statt Apple CarPlay
Der US-Autobauer Rivian, an dem Volkswagen einen Anteil von 15,9 Prozent besitzt, hält an seiner Entscheidung fest, Smartphone-Schnittstellen wie Apple CarPlay oder Android Auto nicht in seine Elektroautos zu integrieren. Software-Chef Wassym Bensaid sieht den Grund dafür in der rasanten Entwicklung von Künstlicher Intelligenz. Künftig sollen tief in das Fahrzeugsystem eingebettete KI-Agenten die Aufgaben herkömmlicher Apps übernehmen. Das Unternehmen plant eine grundlegende Abkehr vom aktuellen Standard der Branche.Die klassische Bildschirmspiegelung, wie sie derzeit stattfindet, stört laut dem Entwickler das angestrebte Nutzererlebnis. Rivian setzt stattdessen auf eine durchgehende Integration, bei der das Fahrzeugsystem direkten Zugriff auf Funktionen wie Klimaanlage, Fahrmodi oder Navigation hat. Das Ziel ist ein nahtloses System, das ohne den ständigen Wechsel zwischen verschiedenen Einzel-Apps auskommt. Die Software greift dabei direkt auf die Hardware des Fahrzeugs zu.
Auf YouTube ansehenWie Bensaid im Decoder-Podcast von The Verge erklärte, sinke das Interesse der Kundschaft an externen Lösungen spürbar. Vor fünf Jahren hätten noch über 70 Prozent der Käufer die Integration von Apple CarPlay gefordert, aktuelle Umfragen des Unternehmens zeigten hingegen, dass der Wert mittlerweile auf unter 25 Prozent gefallen sei. Diese Entwicklung bestärkt Rivian darin, ein eigenes, geschlossenes Ökosystem aufzubauen.
Agenten ersetzen klassische Apps
Sogenannte agentische KI soll die Debatte um Smartphone-Schnittstellen künftig überflüssig machen. Statt für jede Anwendung ein eigenes Symbol auf dem Bildschirm anzutippen, sollen Nutzer ihre Wünsche einfach per Sprache äußern. Der Sprachassistent greift dann im Hintergrund auf verbundene Dienste wie Google Kalender zu und verknüpft das intelligent mit den Fahrzeugdaten. Das System soll selbstständig erkennen, welche Aktion der Nutzer gerade benötigt.Das bietet Vorteile bei der Bedienung, da der Fahrer den Blick seltener von der Straße abwenden muss, meint Rivian. Zudem behält der Hersteller die volle Kontrolle über das digitale Erlebnis im Auto. Ob die Nutzer das ähnlich sehen, darf bezweifelt werden: Ein Verzicht auf externe Systeme bedeutet für sie nämlich, dass sie vollständig auf die vom Fahrzeughersteller bereitgestellten Dienste angewiesen sind. Spezielle Nischen-Apps, die Autobauer oft nicht nativ unterstützen, fallen dadurch weg.
Ein weiteres Fragezeichen sind regelmäßige Updates. Während Apple und Google ihre mobilen Betriebssysteme kontinuierlich aktualisieren, müssen Autobauer erst beweisen, dass sie ihre Software-Plattformen über den gesamten Lebenszyklus eines Autos pflegen können. Rivian baut dafür massiv interne Kapazitäten auf, um die Weiterentwicklung der Systeme sicherzustellen. Die kürzlich vereinbarte Zusammenarbeit mit Volkswagen soll den hohen Stellenwert einer starken eigenen Software-Architektur unterstreichen.
Glaubt ihr, dass KI-Sprachassistenten Apple CarPlay und Android Auto im Auto ersetzen können? Teilt eure Meinung und Erfahrungen gerne unten in den Kommentaren mit uns!
Zusammenfassung
- Der US-Autobauer Rivian verzichtet auf CarPlay und setzt auf eigene KI-Software
- Eine tiefe Systemintegration soll das Nutzererlebnis im Fahrzeug optimieren
- Künftig sollen intelligente KI-Agenten klassische Apps per Sprache ersetzen
- Umfragen zeigen ein sinkendes Kundeninteresse an externen Schnittstellen
- Das eigene Betriebssystem erlaubt direkten Zugriff auf alle Hardwarefunktionen
- Hersteller behalten durch geschlossene Systeme die volle digitale Kontrolle
- Kritiker hinterfragen die langfristige Wartung der fahrzeugeigenen Systeme
Siehe auch:
- Rivian-Deal: VW-Mitarbeiter befürchten neues Software-Desaster
- Für Autonomie unverzichtbar: Rivian verbaut ab 2026 Lidar-Sensoren
- Milliarden-Deal steht: Rivian soll VW aus der Software-Patsche helfen
- Rivian-Chef: Zu viele Tesla-Kopien schaden der gesamten Auto-Industrie
- Für bessere Software: Volkswagen investiert Mrd. in E-Autobauer Rivian
Thema:
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