Thomas the Tank Engine in Morrowind:
Modder zeigt Mattel den Finger
Der Streit zwischen dem Modder Trainwiz und dem Spielzeugkonzern Mattel geht in die nächste Runde. Trotz rechtlicher Drohungen ersetzt eine neue Modifikation für Morrowind nun die berüchtigten Cliff Racer durch Thomas, die kleine Lokomotive.
Brock hatte bereits im Jahr 2013 mit einer ähnlichen Modifikation für Skyrim große mediale Aufmerksamkeit erregt. Damals ersetzte er die Drachen durch die freundlich dreinschauende blaue Lokomotive, was zu tausenden viralen Videos führte. Die aktuelle Veröffentlichung für Morrowind, die ab sofort über Portale wie Nexus Mods verfügbar ist, wird vom Schöpfer selbst als bewusste Provokation gegenüber den Rechteinhabern dargestellt. Brock gab an, die Mod bereits vor Jahren erstellt, aber erst jetzt zu veröffentlichen, da ihm mögliche Konsequenzen inzwischen gleichgültig seien.
Brock schilderte Details über Schreiben einer Anwaltskanzlei, die im Auftrag von Mattel handelte. In diesen Schreiben wurde ihm vorgeworfen, die Marke herabzuwürdigen, indem er die Lokomotive explodieren lasse. Dass die Figur im Spiel als aggressiver Gegner auftritt und Spieler tötet, sei dabei nicht der primäre Kritikpunkt der Anwälte gewesen.
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Der Modder äußerte sich auf der Plattform Bluesky sowie in der offiziellen Mod-Beschreibung drastisch zu seiner Motivation. Er gab an, Probleme mit Autorität zu haben, die primär auf Einschüchterung basiere. Seine Haltung gegenüber der Konzernführung ist dabei kompromisslos und ziemlich polemisch: Er erklärte, dass er Geschäftsführer von Spielzeug- oder Medienunternehmen fundamental nicht als Menschen betrachte. Diese Aussage unterstreicht die verhärteten Fronten zwischen der kreativen Freiheit der Modding-Szene, die oft auf Parodie und Fair Use pocht, und dem strikten Schutz geistigen Eigentums durch Großkonzerne, die das kinderfreundliche Image ihrer Marken wahren wollen.
Die zweite Version integriert zusätzlich eine Skript-Mechanik, bei der für jeden besiegten Thomas-Gegner zwei neue Exemplare erscheinen. Das erhöht den Schwierigkeitsgrad drastisch und verwandelt das Spielgeschehen in ein surreales Szenario, das den ohnehin schon nervenaufreibenden Kampf gegen die Flugungeheuer ins Absurde steigert.
Ob Mattel auf diese erneute Provokation mit weiteren rechtlichen Schritten reagieren wird, wird sich erst zeigen. Rechtlich bewegen sich Modder oft in einer Grauzone. Zwar nutzen sie geschützte Marken ohne Lizenz, doch geschieht das meist ohne direkte kommerzielle Absicht.
Was meint ihr dazu? Findet ihr das Vorgehen von Mattel verständlich, um ihre Marke zu schützen, oder sollte kreatives Modding hier Narrenfreiheit genießen? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Siehe auch:
Neuer Ärger im Urheberrechtsstreit
Der bekannte Modder Kevin Brock, in der Szene besser unter dem Pseudonym "Trainwiz" geläufig, hat eine neue Modifikation für den Rollenspiel-Klassiker The Elder Scrolls 3: Morrowind veröffentlicht. Die Mod ersetzt die im Spiel omnipräsenten und aufgrund ihrer Häufigkeit berüchtigten Flugwesen, die sogenannten Cliff Racer, durch 3D-Modelle von Thomas the Tank Engine, der im Deutschen als Thomas, die kleine Lokomotive bekannt ist. Was auf den ersten Blick wie ein harmloser Scherz wirkt, markiert das neueste Kapitel in einem jahrelangen, teils bizarren Konflikt zwischen dem Entwickler und dem Spielzeugriesen Mattel, dem Rechteinhaber der Marke.Brock hatte bereits im Jahr 2013 mit einer ähnlichen Modifikation für Skyrim große mediale Aufmerksamkeit erregt. Damals ersetzte er die Drachen durch die freundlich dreinschauende blaue Lokomotive, was zu tausenden viralen Videos führte. Die aktuelle Veröffentlichung für Morrowind, die ab sofort über Portale wie Nexus Mods verfügbar ist, wird vom Schöpfer selbst als bewusste Provokation gegenüber den Rechteinhabern dargestellt. Brock gab an, die Mod bereits vor Jahren erstellt, aber erst jetzt zu veröffentlichen, da ihm mögliche Konsequenzen inzwischen gleichgültig seien.
Rechtliche Schritte
Der Hintergrund der Veröffentlichung ist durchaus ernst: Wie PC Gamer berichtet, habe Mattel in der Vergangenheit bereits juristische Schritte gegen Brock eingeleitet. Der Konzern sehe in den Modifikationen eine klare Markenverletzung.Brock schilderte Details über Schreiben einer Anwaltskanzlei, die im Auftrag von Mattel handelte. In diesen Schreiben wurde ihm vorgeworfen, die Marke herabzuwürdigen, indem er die Lokomotive explodieren lasse. Dass die Figur im Spiel als aggressiver Gegner auftritt und Spieler tötet, sei dabei nicht der primäre Kritikpunkt der Anwälte gewesen.
Auf YouTube ansehenDer Modder äußerte sich auf der Plattform Bluesky sowie in der offiziellen Mod-Beschreibung drastisch zu seiner Motivation. Er gab an, Probleme mit Autorität zu haben, die primär auf Einschüchterung basiere. Seine Haltung gegenüber der Konzernführung ist dabei kompromisslos und ziemlich polemisch: Er erklärte, dass er Geschäftsführer von Spielzeug- oder Medienunternehmen fundamental nicht als Menschen betrachte. Diese Aussage unterstreicht die verhärteten Fronten zwischen der kreativen Freiheit der Modding-Szene, die oft auf Parodie und Fair Use pocht, und dem strikten Schutz geistigen Eigentums durch Großkonzerne, die das kinderfreundliche Image ihrer Marken wahren wollen.
Features und Albtraum-Mechanik
Die neue Morrowind-Modifikation namens "Really Useful Cliffracers" geht technisch einen Schritt weiter als ihre Vorgänger. Brock bietet zwei Varianten an, um das Spielerlebnis anzupassen. Die erste Version ersetzt lediglich die Texturen und Modelle der Cliff Racer und fügt das bekannte Pfeifen der Lokomotive hinzu.Die zweite Version integriert zusätzlich eine Skript-Mechanik, bei der für jeden besiegten Thomas-Gegner zwei neue Exemplare erscheinen. Das erhöht den Schwierigkeitsgrad drastisch und verwandelt das Spielgeschehen in ein surreales Szenario, das den ohnehin schon nervenaufreibenden Kampf gegen die Flugungeheuer ins Absurde steigert.
Ob Mattel auf diese erneute Provokation mit weiteren rechtlichen Schritten reagieren wird, wird sich erst zeigen. Rechtlich bewegen sich Modder oft in einer Grauzone. Zwar nutzen sie geschützte Marken ohne Lizenz, doch geschieht das meist ohne direkte kommerzielle Absicht.
Was meint ihr dazu? Findet ihr das Vorgehen von Mattel verständlich, um ihre Marke zu schützen, oder sollte kreatives Modding hier Narrenfreiheit genießen? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Kevin Brock alias Trainwiz veröffentlicht kontroverse Mod für Morrowind
- Cliff Racer werden durch Thomas, die kleine Lokomotive, ersetzt
- Mattel hatte bereits wegen früherer Skyrim-Mod rechtliche Schritte eingeleitet
- Modder bezeichnet Veröffentlichung als bewusste Provokation gegen Mattel
- Trainwiz bietet zwei Versionen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden an
- Modder verweist auf gespanntes Verhältnis zwischen kreativer Freiheit und Markenrecht
- Rechtliche Konsequenzen durch Mattel sind bisher noch nicht bekannt
Siehe auch:
- The Elder Scrolls 6 braucht noch Geduld: Release noch weit entfernt
- The Elder Scrolls 6: Für den guten Zweck kann man zum NPC werden
- Elder Scrolls 4: Oblivion - Remake wohl im Endspurt, Release recht bald
- Neuauflage des Kult-Spiels Elder Scrolls 4: Oblivion soll in Arbeit sein
- The Elder Scrolls 6 wird noch viele Jahre brauchen, bis es erscheint
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