Outlook-Nutzer im Pech: Microsoft kämpft mit nächster großer Störung

Microsoft untersucht derzeit eine erneute Störung seines Cloud-Maildienstes Exchange Online, die insbesondere Nutzer des klassischen Outlook-Desktopclients betrifft. Seit dem gestrigen späten Vormittag kam es hier immer wieder zu Problemen.
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Viele Anwender betroffen

Die Störung scheint diesmal nicht auf eine bestimmte Region begrenzt. Betroffene berichteten weltweit von Problemen beim Verbindungsaufbau zu ihren Postfächern. Die Störung wird unter der Kennung EX1189820 geführt und hat laut Microsoft aber durchaus vor allem Auswirkungen auf Kunden in der Asien-Pazifik-Region sowie in Nordamerika.

Nach Angaben des Unternehmens können betroffene Nutzer teilweise weder eine Verbindung zu den Servern herstellen noch sich ordnungsgemäß anmelden. Der Konzern teilte mit, man untersuche derzeit die Ursache der Ausfälle und analysiere, warum der klassische Outlook-Client keine stabile Verbindung zu Exchange Online aufbauen kann.


Wie viele Anwender betroffen sind, ließ Microsoft offen. Dass der Vorfall im Admin Center als "Incident" eingestuft wurde, deutet jedoch auf eine größere Reichweite hin. Denn diese Kategorie verwendet der Konzern üblicherweise bei Störungen mit erheblichem Nutzerimpact. Als vorübergehende Lösung empfiehlt Microsoft, auf Outlook im Web auszuweichen, da der Zugriff über die Browseroberfläche weiterhin möglich ist.

Parallel dazu arbeitet das Unternehmen an der Aufklärung eines weiteren Problems, das seit mehreren Tagen besteht. Unter der Kennung EX1189768 wurde eine Störung bestätigt, die sich auf die Suchfunktion des klassischen Outlook-Clients auswirkt. Einige Nutzer können innerhalb ihrer lokal installierten Outlook-Anwendung derzeit keine Suchvorgänge durchführen. Microsoft wertet laut eigenen Angaben serverseitige Protokolle aus, um eine Ursache zu identifizieren und Gegenmaßnahmen zu entwickeln.

Serie von Problemen

Die aktuellen Probleme reihen sich in eine Serie technischer Ausfälle ein, die Microsoft-Dienste in den vergangenen Wochen beeinträchtigt haben. Ende Oktober führte ein weitreichender DNS-Fehler dazu, dass Azure- und Microsoft-365-Nutzer zeitweise nicht mehr auf Unternehmensnetzwerke oder Cloud-Angebote zugreifen konnten. Bereits Anfang Oktober hatte der Konzern eine Störung beheben müssen, die durch Schwierigkeiten bei der Multi-Faktor-Authentifizierung im Rahmen von Microsoft Entra entstand und den Zugang zu Teams, Exchange Online und dem Admin Center blockierte.

Nur einen Tag später legte wiederum eine Fehlfunktion im Azure-Front-Door-Netzwerk die Microsoft-365-Dienste für Kunden in Europa, Afrika und dem Nahen Osten lahm. Microsoft steht nun unter Druck, die Stabilität seiner Cloud-Angebote wiederherzustellen und die Ursachen der gehäuften Zwischenfälle transparent aufzuarbeiten.

Zusammenfassung
  • Weltweite Störung bei Exchange Online betrifft vor allem Outlook-Desktop
  • Microsoft untersucht Verbindungsprobleme unter der Kennung EX1189820
  • Besonders betroffen sind Kunden in Asien-Pazifik und Nordamerika
  • Als Übergangslösung empfiehlt Microsoft die Nutzung von Outlook im Web
  • Parallel existiert eine Störung der Suchfunktion im Outlook-Client
  • Die Probleme reihen sich in eine Serie technischer Ausfälle der letzten Wochen

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