Ryzen 7 9850X3D: Enttäuschende erste Benchmarks der Gaming-CPU
Erste Benchmarks zum kommenden AMD Ryzen 7 9850X3D sind aufgetaucht und dämpfen die Erwartungen. Trotz höherer Taktraten enttäuscht die Leistung in ersten Tests. Aus mehreren Gründen ist jedoch gesunde Skepsis bei den geleakten Zahlen angebracht.
Die technischen Eckdaten des neuen Chips lesen sich auf dem Papier zunächst vielversprechend. Der Prozessor basiert weiterhin auf der Zen-5-Architektur und verfügt über acht Kerne sowie 16 Threads. Ein wesentlicher Unterschied zum 9800X3D liegt im Boost-Takt. Denn während das aktuelle Modell bis zu 5,2 GHz erreicht, taktet der 9850X3D laut den Leaks mit bis zu 5,6 GHz. Der für Gamer essenzielle L3-Cache bleibt mit insgesamt 96 MB identisch, was theoretisch für eine exzellente Leistung sorgen sollte.
Ein Blick auf die Testumgebung liefert jedoch mögliche Erklärungen für das schwache Abschneiden. Zum Einsatz kamen Mainboards der Hersteller Colorful und Maxsun, bestückt mit 32 GB DDR5-Arbeitsspeicher. Diese Kombination ist im westlichen Markt eher selten anzutreffen und könnte auf spezifische OEM-Konfigurationen oder frühe Testplattformen in Asien hindeuten.
Zudem herrschen bei frühen Benchmarks-Leaks immer Zweifel an der Echtheit der Einträge. Die Bezeichnung "8-Core Processor" in der Kennung weicht von üblichen Namensschemata ab, was allerdings auch auf ein "Engineering Sample" des Prozessors hindeuten könnte. Diese Vorserienmodelle laufen oft noch nicht mit finalen Taktfrequenzen oder Spannungskurven. Treiber und Firmware haben in dieser Phase einen massiven Einfluss auf das Endergebnis, weshalb die aktuellen Werte keinesfalls als finale Leistungsindikatoren gesehen werden sollten.
Lassen euch diese ersten Werte kalt oder seht ihr darin schon eine erste besorgniserregende Tendenz bei der Leistung von AMDs kommendem X3D-Prozessor? Schreibt uns eure Meinung dazu gerne unten in die Kommentare!
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Kleiner Dämpfer für Erwartungen
Erst hieß es aus Branchenkreisen, AMD werde die Preise für seine Grafikkarten anheben. Kurz darauf folgte die Meldung, das dies auch bei den Prozessoren des Unternehmens der Fall sei. Inmitten diesen für Verbraucher unschönen Nachrichten leakte AMD auf seiner Webseite sein kommendes Gaming-Monster, den Ryzen 7 9850X3D. Nun sind die allerersten Benchmarks durchgesickert, die jedoch noch keine Euphorie auslösen.Die technischen Eckdaten des neuen Chips lesen sich auf dem Papier zunächst vielversprechend. Der Prozessor basiert weiterhin auf der Zen-5-Architektur und verfügt über acht Kerne sowie 16 Threads. Ein wesentlicher Unterschied zum 9800X3D liegt im Boost-Takt. Denn während das aktuelle Modell bis zu 5,2 GHz erreicht, taktet der 9850X3D laut den Leaks mit bis zu 5,6 GHz. Der für Gamer essenzielle L3-Cache bleibt mit insgesamt 96 MB identisch, was theoretisch für eine exzellente Leistung sorgen sollte.
Ernüchternde Zahlen bei Geekbench
Wie Einträge bei Geekbench (via WccfTech) nun offenbaren, spiegeln sich diese technischen Verbesserungen allerdings kaum in den aufgezeichneten Messwerten wider. In den aufgetauchten Resultaten erreicht die CPU einen Single-Core-Score von maximal 3439 Punkten. Das stellt nur eine minimale Steigerung gegenüber den durchschnittlich 3334 Punkten des 9800X3D dar. Irritierend ist aber vor allem der Multi-Core-Wert. Denn hier unterliegt der neue Chip mit maximal 17.530 Punkten sogar dem älteren Modell, das im Schnitt auf 18.335 Punkte kommt.Ein Blick auf die Testumgebung liefert jedoch mögliche Erklärungen für das schwache Abschneiden. Zum Einsatz kamen Mainboards der Hersteller Colorful und Maxsun, bestückt mit 32 GB DDR5-Arbeitsspeicher. Diese Kombination ist im westlichen Markt eher selten anzutreffen und könnte auf spezifische OEM-Konfigurationen oder frühe Testplattformen in Asien hindeuten.
Speicher als potenzieller Flaschenhals
Ein offensichtlicher Flaschenhals im Testsystem war der verwendete Arbeitsspeicher. Es handelte sich um DDR5 mit einer Taktrate von lediglich 4800 MT/s, was deutlich unter dem Optimum für die Ryzen-9000-Serie liegt, das bei 6000 MT/s verortet wird. Da die Ryzen-Architektur traditionell stark von schnellerem Speicher profitiert, dürfte die langsame Anbindung insbesondere die Multi-Core-Leistung negativ beeinflussen. Zudem ist davon auszugehen, dass die verwendeten Mainboards noch mit frühen BIOS-Versionen liefen, die den neuen Prozessor noch nicht optimal unterstützen und somit die Leistung drosseln.Zudem herrschen bei frühen Benchmarks-Leaks immer Zweifel an der Echtheit der Einträge. Die Bezeichnung "8-Core Processor" in der Kennung weicht von üblichen Namensschemata ab, was allerdings auch auf ein "Engineering Sample" des Prozessors hindeuten könnte. Diese Vorserienmodelle laufen oft noch nicht mit finalen Taktfrequenzen oder Spannungskurven. Treiber und Firmware haben in dieser Phase einen massiven Einfluss auf das Endergebnis, weshalb die aktuellen Werte keinesfalls als finale Leistungsindikatoren gesehen werden sollten.
Positionierung und Preis
Sollten sich die technischen Daten bestätigen, positioniert AMD den Ryzen 7 9850X3D als höher getaktete Alternative für Enthusiasten. Der aktuelle Ryzen 7 9800X3D wird hierzulande für um die 425 Euro gehandelt. Wo sich das neue Modell preislich einordnen wird, bleibt bis zur offiziellen Vorstellung abzuwarten. Die ersten Benchmarkwerte rechtfertigen aber keine allzu große Preiserhöhung. Bevor sich ein solides Urteil zur tatsächlichen Leistungsfähigkeit des Ryzen 7 9850X3D fällen lässt, sollten allerdings weitere Tests mit schnellem Speicher und finalem BIOS abgewartet werden.Lassen euch diese ersten Werte kalt oder seht ihr darin schon eine erste besorgniserregende Tendenz bei der Leistung von AMDs kommendem X3D-Prozessor? Schreibt uns eure Meinung dazu gerne unten in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Erste Benchmarks des AMD Ryzen 7 9850X3D zeigen enttäuschende Werte
- Trotz höherem Boost-Takt von 5,6 GHz kaum Leistungssteigerung erkennbar
- In Multi-Core-Tests schneidet der neue Chip sogar schlechter ab als 9800X3D
- Testumgebung mit langsamen DDR5-4800-Speicher könnte Ergebnisse verfälschen
- Frühe BIOS-Versionen und mögliche Engineering Samples beeinflussen Tests
- AMD positioniert den 9850X3D als höher getaktete Alternative für Enthusiasten
- Finale Bewertung erst nach Tests mit optimaler Hardware-Konfiguration möglich
Siehe auch:
- Steam-Statistik: Linux und AMD-CPUs eilen zu neuem Allzeit-Rekord
- AMD schockt PC-Bauer: Sämtliche Ryzen-CPUs werden wohl teurer
- Neues Gaming-Monster: AMD bestätigt Ryzen 7 9850X3D offiziell
- KI-Speicherkrise zwingt AMD wohl zu Preiserhöhung bei Grafikkarten
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