Streit mit YouTube kostet Disney täglich mehrere Millionen Dollar
Ein anhaltender Streit zwischen Disney und Google über die Verbreitungsrechte von Disneys TV-Sendern auf YouTube TV entwickelt sich zunehmend zu einem teuren Problem für den Unterhaltungskonzern. Dieser verbucht täglich Millionenverluste.
In ihrer aktuellen Prognose für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2025 berücksichtigen die Analysten für den Disney-Konzern bereits einen zweiwöchigen Einnahmeverlust von rund 60 Millionen Dollar. Jeder zusätzliche Ausfall einer Woche würde demnach den Gewinn je Aktie um etwa zwei Cent mindern, berichtet das US-Magazin Variety.
Am gestrigen 11. November dauerte die Sendepause bereits den zwölften Tag an. Die Analysten rechnen zwar mit einer baldigen Einigung zwischen den Unternehmen, doch der Schaden ist bereits spürbar. Für die Zuschauer hat der Konflikt deutliche Auswirkungen: YouTube-TV-Abonnenten mussten beispielsweise auf zwei Ausgaben von "Monday Night Football" verzichten, ebenso auf College-Football-Spiele, ABC-Primetime-Shows und populäre Nachrichtensendungen wie "Good Morning America" oder "World News Tonight".
Der Konflikt entzündete sich an der Preisgestaltung: Google wirft Disney vor, überhöhte Gebühren zu fordern, während Disney behauptet, Google wolle keine fairen Preise zahlen. Parallel arbeitet Disney dabei weiter an seiner eigenen Streaming-Strategie. Mit dem im August gestarteten Dienst ESPN Unlimited, einem eigenständigen Sport-Streaming-Angebot, rechnet das Unternehmen bis 2026 mit rund drei Millionen Abonnenten und zusätzlichen Einnahmen von etwa 500 Millionen Dollar jährlich.
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Siehe auch:
Mehrere Sender offline
Seit Ende Oktober sind ESPN, ABC und mehrere weitere Disney-Kanäle auf der hierzulande eher unbekannten Streaming-Plattform Google TV nicht mehr verfügbar, da sich die beiden Parteien nicht auf neue Vertragsbedingungen einigen können. Nach Berechnungen der Analysten Benjamin Swinburne und Thomas Yeh von Morgan Stanley entgehen Disney dadurch wöchentlich rund 30 Millionen Dollar, was etwa 4,3 Millionen Dollar pro Tag entspricht.In ihrer aktuellen Prognose für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2025 berücksichtigen die Analysten für den Disney-Konzern bereits einen zweiwöchigen Einnahmeverlust von rund 60 Millionen Dollar. Jeder zusätzliche Ausfall einer Woche würde demnach den Gewinn je Aktie um etwa zwei Cent mindern, berichtet das US-Magazin Variety.
Am gestrigen 11. November dauerte die Sendepause bereits den zwölften Tag an. Die Analysten rechnen zwar mit einer baldigen Einigung zwischen den Unternehmen, doch der Schaden ist bereits spürbar. Für die Zuschauer hat der Konflikt deutliche Auswirkungen: YouTube-TV-Abonnenten mussten beispielsweise auf zwei Ausgaben von "Monday Night Football" verzichten, ebenso auf College-Football-Spiele, ABC-Primetime-Shows und populäre Nachrichtensendungen wie "Good Morning America" oder "World News Tonight".
Auch Google unter Druck
Doch auch Google steht in der Sache unter Druck. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass rund 24 Prozent der YouTube-TV-Nutzer den Dienst wegen des Disney-Ausfalls bereits gekündigt haben oder dies beabsichtigen. Zwar erklärte ein YouTube-Sprecher, die Abwanderung sei "beherrschbar" und stehe nicht im Einklang mit den Umfrageergebnissen, dennoch bietet YouTube TV seinen Kunden inzwischen eine einmalige Gutschrift von 20 Dollar an, um Kündigungen abzufedern.Der Konflikt entzündete sich an der Preisgestaltung: Google wirft Disney vor, überhöhte Gebühren zu fordern, während Disney behauptet, Google wolle keine fairen Preise zahlen. Parallel arbeitet Disney dabei weiter an seiner eigenen Streaming-Strategie. Mit dem im August gestarteten Dienst ESPN Unlimited, einem eigenständigen Sport-Streaming-Angebot, rechnet das Unternehmen bis 2026 mit rund drei Millionen Abonnenten und zusätzlichen Einnahmen von etwa 500 Millionen Dollar jährlich.
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Zusammenfassung
- Disney entgehen täglich 4,3 Millionen Dollar durch YouTube-TV-Konflikt
- Seit Ende Oktober sind ESPN, ABC und weitere Disney-Kanäle nicht verfügbar
- Analysten prognostizieren bereits 60 Millionen Dollar Verlust für Q4 2025
- 24 Prozent der YouTube-TV-Nutzer haben gekündigt oder planen dies
- Streit entstand durch Uneinigkeit bei Preisgestaltung für Verbreitungsrechte
- YouTube bietet Kunden 20-Dollar-Gutschrift zur Vermeidung von Kündigungen
- Disney entwickelt parallel eigene Streaming-Strategie mit ESPN Unlimited
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