Schluss, aus, Micky Maus:
Google knickt im KI-Streit vor Disney ein

Wer Micky Maus oder Darth Vader mit der Google-KI erstellen will, scheitert ab sofort: Nach rechtlichem Druck sperrt der Konzern alle Disney-Inhalte. Der Clou: Disney investiert gleichzeitig Milliarden in OpenAI und erlaubt dort die Generierung.
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WinFuture / KI-generiert

Sperre für Disney-Motive

Wer derzeit versucht, über Googles KI-Dienste wie Gemini, Veo oder das Modell Nano Banana Bilder oder Videos von bekannten Disney-Figuren zu generieren, steht vor verschlossenen Türen. Wie das Branchenmagazin Deadline berichtet, hat der Tech-Gigant seine Filtermechanismen verschärft. Anfragen, die Charaktere wie Darth Vader, Iron Man oder Elsa aus "Die Eiskönigin" enthalten, werden nun systematisch abgelehnt.

Die künstliche Intelligenz antwortet auf entsprechende Prompts (Ein­ga­be­auf­for­de­run­gen) mittlerweile mit einer Standardmeldung: "Ich kann das angeforderte Bild derzeit aufgrund von Bedenken dritter Inhalteanbieter nicht generieren." Eine Kehrtwende: In den letzten Wochen noch war es problemlos möglich, täuschend echte Abbilder der urheberrechtlich geschützten Figuren zu erstellen. Soziale Medien waren zuvor mit generierten Bildern geflutet worden, die Micky Maus oder Yoda in untypischen Szenarien zeigten.


Rechtliche Warnschüsse im Dezember

Der technische Riegel ist das Resultat eines schwelenden Konflikts. Bereits im Dezember 2025 hatte Disney eine umfangreiche Unterlassungserklärung an Google gesendet. Darin warf der Micky-Maus-Konzern dem Suchmaschinenbetreiber vor, Urheberrechte in massivem Umfang zu verletzen. Die Anwälte Disneys bezeichneten die KI-Produkte als "virtuelle Verkaufsautomaten" für das geistige Eigentum des Konzerns. Experten sehen darin einen Beweis für die zunehmende Härte, mit der Content-Inhaber gegen KI-Firmen vorgehen.

Disney forderte nicht nur den sofortigen Stopp der Generierung solcher Bilder, sondern verlangte auch, dass Google das Training seiner Modelle mit Disney-Daten einstellt. Google hatte zunächst versucht, die Wogen zu glätten und betonte die "langjährige und für beide Seiten vorteilhafte Beziehung". Doch der Druck wurde offenbar zu groß, nachdem Disney monatelang Bedenken geäußert hatte, ohne dass signifikante Änderungen an Modellen wie Nano Banana vorgenommen wurden.

Technische Lücken und OpenAI-Deal

Trotz der neuen Blockade ist die Sperre technisch bislang nicht lückenlos. Findige Nutzer entdeckten schnell einen Workaround: Die sogenannte Image-to-Image-Generierung funktioniert teilweise noch. Lädt ein Anwender etwa ein bestehendes Foto von Buzz Lightyear hoch und bittet die KI, daraus eine 3D-Figur zu erstellen, führt das System den Befehl in manchen Fällen noch aus.

Während Google mit den Restriktionen kämpft, hat sich Disney klar für einen Konkurrenten entschieden. Fast zeitgleich zur rechtlichen Drohung gegen Google gab Disney eine weitreichende Partnerschaft mit OpenAI bekannt. Die Kooperation umfasst die folgenden Eckpunkte.

  • Investition: Disney investiert eine Milliarde Dollar (etwa 840 Millionen Euro) in OpenAI.
  • Lizenzierung: OpenAI erhält Zugriff auf über 200 Charaktere aus dem Disney-, Marvel-, Pixar- und Star-Wars-Universum.
  • Integration: Die KI-Tools Sora und ChatGPT werden offiziell für die Erstellung von Disney-Inhalten freigeschaltet.

Bob Iger, CEO von Disney, bezeichnete diesen Schritt als Möglichkeit, "Fantasie und Kreativität direkt in die Hände der Disney-Fans zu legen". Für Google bedeutet das nicht nur einen juristischen Rückschlag, sondern auch den Verlust einer strategisch wichtigen Partnerschaft im Bereich der generativen KI.

Haltet ihr die Sperre für gerechtfertigt oder schränkt das Urheberrecht die Möglichkeiten der KI hier zu stark ein? Schreibt uns eure Meinung dazu gerne in die Kommentare!

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Zusammenfassung
  • Google blockiert nun Disney-Figuren in seinen KI-Bildgeneratoren
  • Anfragen nach Darth Vader, Micky Maus oder Elsa werden systematisch abgelehnt
  • Disney hatte zuvor eine umfangreiche Unterlassungserklärung an Google gesendet
  • Trotz Blockade existieren noch Lücken bei der Image-to-Image-Generierung
  • Disney investiert parallel eine Milliarde Dollar in Googles Konkurrenten OpenAI
  • OpenAI erhält Zugriff auf über 200 Disney-Charaktere für seine KI-Tools

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