Edge: Google, Opera & Co werfen Microsoft Bestechung von Nutzern vor
Eine Lobbygruppe, zu der eine Reihe von Browser-Herstellern wie Google und Opera gehören, wirft Microsoft unlautere Marketing-Taktiken rund um seinen hauseigenen Browser Edge vor. Angeblich versucht der Softwarekonzern die Nutzer per "Bestechung" zur Verwendung von Edge zu bewegen.
Weil Microsoft aber heute nicht mehr quasi einfach durch die Marktmacht von Windows der Marktführer unter den Browser-Anbietern ist, greift der Softwarekonzern nach Meinung von Google, Opera & Co zu anderen unlauteren Methoden. Statt mit einem guten Produkt in den Wettbewerb zu treten und den Nutzern die Wahl des für ihre Bedürfnisse passenden Browsers zu überlassen, besteche Microsoft die User mit dem Versprechen Microsoft Rewards zu erhalten, die einen tatsächlichen Geldwert haben, heißt es in einer Stellungnahme der BCA gegenüber den Kollegen von Neowin.
Neben der "Bestechung" der User mit seinen Rewards-Punkten kritisiert die BCA auch, dass der Redmonder Softwareriese bei bestimmten Aktionen bei der Verwendung der Office-Apps aus der Microsoft-365-Suite automatisch Edge als Browser anstelle des Standard-Browsers des Host-PCs öffnen lässt und dass Microsoft Popup-Werbung für Edge in Windows anzeigt.
Auf ihrer Website fordert die Browser Choice Alliance die Regulierungsbehörden diverser Länder außerdem dazu auf, umgehend Untersuchungen von Microsofts zweifelhaftem Verhalten rund um die Vermarktung von Edge einzuleiten. Das Ganze hat aber durchaus auch einen gewissen Beigeschmack, schließlich ist Google mit Chrome und dessen Marktanteil von weit über 60 Prozent auf Windows-PCs seit Jahren absoluter Marktführer unter den Browser-Herstellern.
Siehe auch:
Lobbyverband kritisiert Microsofts Marketing
Die Browser Choice Alliance (BCA), der die Softwarehersteller Google (Chrome), Opera und Vivaldi angehören, hat sich zur Aufgabe gemacht, die Wahlfreiheit der Nutzer bei der Verwendung eines von ihnen bevorzugten Browsers zu gewährleisten. Natürlich geht es dabei vor allem darum, die auf Windows-PCs verwendeten Browser möglichst frei wählbar zu halten. Schließlich war Microsofts Internet Explorer jahrzehntelang der Standard.Weil Microsoft aber heute nicht mehr quasi einfach durch die Marktmacht von Windows der Marktführer unter den Browser-Anbietern ist, greift der Softwarekonzern nach Meinung von Google, Opera & Co zu anderen unlauteren Methoden. Statt mit einem guten Produkt in den Wettbewerb zu treten und den Nutzern die Wahl des für ihre Bedürfnisse passenden Browsers zu überlassen, besteche Microsoft die User mit dem Versprechen Microsoft Rewards zu erhalten, die einen tatsächlichen Geldwert haben, heißt es in einer Stellungnahme der BCA gegenüber den Kollegen von Neowin.
Rewards-Punkte lassen sich in Gutscheine umwandeln
Microsoft solle sich stattdessen an die Seite seiner Nutzer stellen und seine Kampagne nicht weiter ausbauen, mit der das Unternehmen die Wahlfreiheit der Anwender untergrabe und konkurrierende Browser aussperre, so die Lobbygruppe der Browser-Hersteller weiter. Tatsächlich kann man Microsoft Rewards-Punkte, die die Nutzer für die Verwendung von Edge und der Suchmaschine Bing erhalten können, Gutscheine für den Microsoft-Store oder Guthabenkarten für die Nutzung im Xbox-Store umwandeln.Neben der "Bestechung" der User mit seinen Rewards-Punkten kritisiert die BCA auch, dass der Redmonder Softwareriese bei bestimmten Aktionen bei der Verwendung der Office-Apps aus der Microsoft-365-Suite automatisch Edge als Browser anstelle des Standard-Browsers des Host-PCs öffnen lässt und dass Microsoft Popup-Werbung für Edge in Windows anzeigt.
Auf ihrer Website fordert die Browser Choice Alliance die Regulierungsbehörden diverser Länder außerdem dazu auf, umgehend Untersuchungen von Microsofts zweifelhaftem Verhalten rund um die Vermarktung von Edge einzuleiten. Das Ganze hat aber durchaus auch einen gewissen Beigeschmack, schließlich ist Google mit Chrome und dessen Marktanteil von weit über 60 Prozent auf Windows-PCs seit Jahren absoluter Marktführer unter den Browser-Herstellern.
Zusammenfassung
- Browser-Hersteller wie Google und Opera werfen Microsoft unlautere Taktiken vor
- Die Browser Choice Alliance kritisiert 'Bestechung' durch Microsoft Rewards
- Nutzer sollen mit Rewards-Punkten, die Geldwert haben, zu Edge gelockt werden
- Microsoft wird vorgeworfen, Popups anzuzeigen und Edge statt Standardbrowser zu öffnen
- Die Lobbygruppe fordert Regulierungsbehörden zur Untersuchung von Microsoft auf
- Google dominiert mit Chrome-Browser trotz Kritik an Microsoft den Markt
Siehe auch:
- Microsoft muss wegen IE-Mode Notbremse beim Edge-Browser ziehen
- Microsoft Edge für Android erhält YouTube-Wiedergabe im Hintergrund
- Microsofts neue Nerv-Taktik: Edge-Werbung beim Schließen von Chrome
- Windows 10 Support-Ende: Microsoft Edge läuft noch 3 Jahre weiter
- Edge wird zum KI-Browser: Microsoft startet neuen Copilot-Modus
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