Edge wird zum KI-Browser:
Microsoft startet neuen Copilot-Modus

Microsoft startet einen experimentellen Copilot-Modus für Edge, der KI-gestützte Webnavigation und automatisierte Aufgaben ermöglicht. Das Feature ist fürs erste kostenlos verfügbar und verwandelt den Browser in einen intelligenten Assistenten.
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Edge wird zum KI-Browser

Microsoft hat für seinen Edge-Browser den neuen Copilot-Modus gestartet, der Nutzern ermöglicht, mit KI-Unterstützung im Web zu navigieren. Das Feature aktiviert "intelligente" Funktionen in Edge, die den Browser grundlegend erweitern sollen. Die Idee dahinter: Der Browser wartet nicht mehr untätig auf Klicks, sondern antizipiert, was Nutzer als Nächstes tun möchten und bringt überdies Ordnung in die Tab-Vielfalt.

Beim Öffnen eines neuen Tabs mit aktiviertem Copilot-Modus sehen Nutzer eine aufgeräumte Seite mit einem einzigen Eingabefeld, das Chat, Suche und Web-Navigation vereint. Mit Erlaubnis des Nutzers (der dabei natürlich keine Privatsphärenbedenken haben sollte) kann Copilot alle geöffneten Tabs einsehen, um den vollständigen Kontext der Online-Aktivitäten zu verstehen - das ermöglicht bessere Vergleiche, schnellere Entscheidungen und weniger Tab-Wechsel, beispielsweise bei der Recherche von Ferienwohnungen, so der Redmonder Konzern.

Laut dem Blogbeitrag von Microsoft soll das Feature künftig noch mächtiger werden: Nutzer werden Copilot die Berechtigung geben können, auf zusätzliche Browser-Kontexte wie Verlauf und Anmeldedaten zuzugreifen, um erweiterte Aktionen wie Reservierungen oder die Verwaltung von Besorgungen zu übernehmen.

Vielseitige Funktionen und Sprachsteuerung

Copilot in Edge unterstützt nun auch natürliche Sprachnavigation: Nutzer können direkt mit Copilot sprechen, um Informationen auf einer Seite zu finden oder Tabs zu etwa Produktvergleichen öffnen zu lassen.

Die Sprachsteuerung könnte besonders für weniger technikaffine Personen oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität hilfreich sein. Allerdings bleibt abzuwarten, wie zuverlässig diese Funktionen in der Praxis arbeiten und ob sie tatsächlich die versprochene Zeitersparnis bringen.

Wettbewerb um KI-Browser

Das Rennen um KI-gestützte Browser hat in den letzten Wochen und Monaten deutlich Fahrt aufgenommen, denn fast alle relevanten Unternehmen bauen KI in der einen oder anderen Form ein. Google hat Gemini, Opera kündigte den KI-Browser Opera Neon an, Braves Leo-KI-Assistent erhielt einen neuen automatischen Modus, The Browser Company debütierte mit dem Dia-Browser und Perplexity veröffentlichte seinen Comet-Browser. Mozilla experimentiert ebenfalls mit KI-Chatbots in Firefox und OpenAI soll in Kürze einen eigenen KI-Browser starten.

Der Copilot-Modus scheint derzeit leistungsfähiger als Gemini in Chrome zu sein, das zwar Webseiten zusammenfassen und darüber chatten kann, aber keinen Zugang zu Anwendungen und Tools hat. Allerdings wirkt Microsofts Lösung begrenzter als Perplexitys Comet, der beispielsweise bereits mit Diensten wie Gmail interagieren kann.

Datenschutz und Verfügbarkeit

Microsoft versichert, dass die Daten unter den vertrauenswürdigen Datenschutzstandards des Unternehmens geschützt sind und nie ohne Erlaubnis geteilt werden. Es soll immer deutliche visuelle Hinweise geben, wenn Copilot den Bildschirm betrachtet oder über das Mikrofon zuhört. Diese Transparenz ist wichtig, da der KI-Assistent potenziell auf sensible Browserdaten zugreifen kann.

Der Copilot-Modus ist kostenlos für begrenzte Zeit verfügbar, startet heute in allen Copilot-Märkten exklusiv auf Edge für Windows und Mac und ist vollständig opt-in, muss also bewusst vom jeweiligen Anwender aktiviert werden.

Was haltet ihr von Microsofts KI-Integration in Edge - praktische Hilfe oder überflüssiges Gimmick? Teilt eure Erfahrungen und Meinungen in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Microsoft integriert KI-gestützten Copilot-Modus in Edge-Browser
  • Funktion vereinfacht Web-Navigation durch Analyse aller geöffneten Tabs
  • Nutzer können über natürliche Sprachbefehle den Browser steuern
  • Feature soll künftig auch auf Browser-Verlauf und Anmeldedaten zugreifen
  • Microsoft betont Datenschutz und transparente Hinweise bei Bildschirmanalyse
  • Angebot startet kostenlos in allen Copilot-Märkten für Windows und Mac
  • Konkurrenz wie Google und Opera entwickeln ebenfalls KI-Browser-Lösungen

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