Su-57: Russland zeigt interne Waffenschächte seines Kampffliegers
Russland präsentiert erstmals seine Su-57 mit geöffneten Waffenschächten und zeigt dabei Anti-Radar-Raketen sowie Luft-Luft-Lenkwaffen. Das Timing kurz vor der Dubai Airshow ist kein Zufall - Moskau sucht händeringend nach Exportkunden für den Ladenhüter.
Das Bildmaterial zeigt die Bewaffnung in den verschiedenen Waffenschächten. In den vorderen Hauptwaffenschächten sind zwei Kh-58UShK Anti-Radar-Raketen zu sehen, während die seitlichen Abschussbuchten jeweils eine R-74M2 Kurzstrecken-Luft-Luft-Rakete beherbergen.
Wie The Aviationist berichtet, wurde die R-74M2-Rakete speziell für die Su-57 entwickelt. Das Waffensystem stellt eine Weiterentwicklung der R-73 dar und wurde mit kleineren Finnen ausgestattet, um in die internen Abschussbuchten zu passen. Das zeigt die Komplexität der Anpassungen, die für interne Waffensysteme erforderlich sind.
Neben Anti-Radar-Waffen kann das Flugzeug auch die speziell entwickelte Kh-69-Luft-Boden-Rakete sowie die vielseitige Kh-38M mit verschiedenen Lenksystemen intern transportieren. Das modulare Konzept ermöglicht es, je nach Mission unterschiedliche Waffenkombinationen zu laden, ohne die Tarnkappen-Eigenschaften durch externe Lasten zu beeinträchtigen.
Russland kämpft seit Jahren mit begrenzten Inlandsbestellungen - die russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte haben lediglich 76 Exemplare geordert. Das ist deutlich weniger als ursprünglich geplant. Das treibt die Produktionskosten pro Einheit zusätzlich hoch, da die geplanten Stückzahlen nicht erreicht werden.
Was haltet ihr von Russlands neuer Marketingstrategie für die Su-57? Seht ihr realistische Exportchancen trotz der internationalen Sanktionen?
Siehe auch:
Erstmals Waffenschächte der Su-57 gezeigt
Die russische United Aircraft Corporation (UAC) hat am 9. November erstmals offizielle Aufnahmen der Su-57 mit geöffneten Waffenschächten veröffentlicht. Das Videomaterial zeigt den Prototyp T-50-9 während Flugmanövern mit sichtbarer Bewaffnung - ein bemerkenswerter Schritt nach über 15 Jahren Entwicklungszeit. Die Aufnahmen wurden über den offiziellen Telegram-Kanal der UAC verbreitet und gewähren erstmals Einblicke in die interne Konfiguration des als "Felon" bezeichneten Kampfjets.Das Bildmaterial zeigt die Bewaffnung in den verschiedenen Waffenschächten. In den vorderen Hauptwaffenschächten sind zwei Kh-58UShK Anti-Radar-Raketen zu sehen, während die seitlichen Abschussbuchten jeweils eine R-74M2 Kurzstrecken-Luft-Luft-Rakete beherbergen.
Wie The Aviationist berichtet, wurde die R-74M2-Rakete speziell für die Su-57 entwickelt. Das Waffensystem stellt eine Weiterentwicklung der R-73 dar und wurde mit kleineren Finnen ausgestattet, um in die internen Abschussbuchten zu passen. Das zeigt die Komplexität der Anpassungen, die für interne Waffensysteme erforderlich sind.
Komplexe interne Waffensysteme
Die Su-57 verfügt über vier separate Waffenschächte: zwei große Hauptschächte zwischen den Triebwerken in Tandem-Anordnung sowie zwei kleinere seitliche Schächte an den Flügelwurzeln. Die Hauptschächte messen etwa 4,4 mal 0,9 Meter und können verschiedene Waffensysteme aufnehmen. Für eine Standard-Luft-Luft-Konfiguration sind zwei R-74M2 in den Seitenschächten und vier R-77M-Raketen in den Hauptschächten vorgesehen.Neben Anti-Radar-Waffen kann das Flugzeug auch die speziell entwickelte Kh-69-Luft-Boden-Rakete sowie die vielseitige Kh-38M mit verschiedenen Lenksystemen intern transportieren. Das modulare Konzept ermöglicht es, je nach Mission unterschiedliche Waffenkombinationen zu laden, ohne die Tarnkappen-Eigenschaften durch externe Lasten zu beeinträchtigen.
Exportoffensive vor Dubai Airshow
Das Timing der Veröffentlichung ist strategisch gewählt: Die Dubai Airshow 2025 findet vom 17. bis 21. November statt, und Russland erhofft sich neue Exportaufträge. Bislang hat angeblich nur Algerien die Su-57 bestellt, nachdem Indien aus dem gemeinsamen Entwicklungsprogramm ausgestiegen war. Kürzlich aufgetauchte Dokumente der Hackergruppe "Black Mirror" sollen interne Rostec-Papiere enthalten, die Exportpläne für Iran, Algerien und Äthiopien beschreiben. Die Echtheit dieser Unterlagen konnte jedoch nicht unabhängig verifiziert werden.Russland kämpft seit Jahren mit begrenzten Inlandsbestellungen - die russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte haben lediglich 76 Exemplare geordert. Das ist deutlich weniger als ursprünglich geplant. Das treibt die Produktionskosten pro Einheit zusätzlich hoch, da die geplanten Stückzahlen nicht erreicht werden.
Zweifel an Tarnkappenfähigkeiten
Westliche Verteidigungsanalysten bezweifeln jedoch wiederholt die Klassifizierung der Su-57 als echten Tarnkappenjäger der fünften Generation. Radar-Signatur, Triebwerksleistung und Produktionsumfang erreichen demnach nicht die Standards vergleichbarer westlicher Flugzeuge wie der F-35. Internationale Sanktionen und der Ukraine-Krieg haben die Lieferungen zusätzlich verlangsamt - 2024 wurden vermutlich nur zwei bis drei Exemplare an die russischen Streitkräfte übergeben.Was haltet ihr von Russlands neuer Marketingstrategie für die Su-57? Seht ihr realistische Exportchancen trotz der internationalen Sanktionen?
Zusammenfassung
- Erstmals Veröffentlichung von Su-57 mit geöffneten Waffenschächten
- Vier separate Waffenbuchten mit verschiedenen Raketen sind erkennbar
- Speziell entwickelte R-74M2-Raketen passen in die seitlichen Schächte
- Der Zeitpunkt der Präsentation kurz vor der Dubai Airshow ist strategisch
- Russland sucht dringend Exportkunden für den bisher wenig erfolgreichen Jet
- Westliche Experten zweifeln an Tarnkappeneigenschaften der Su-57
- Sanktionen und Ukraine-Krieg behindern die Produktionsgeschwindigkeit
Siehe auch:
- Überarbeitete Version von Chinas Next-Gen-Kampfjet J-36 gesichtet
- Im Kampf gegen Ukraine-Drohnen schießt Russland eigenen Kampfjet ab
- Boeing F/A-XX: Erste Bilder zeigen den neuen Kampfjet für die US Navy
- Ukraine verliert ersten Mirage-2000-Kampfjet - aber nicht im Kampf
- Next-Gen-Kampfjet F-35 bekommt doch noch externe Treibstofftanks
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