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Teure Ziegelsteine: Satellitensystem legt in Russland Porsches lahm
Hunderte Porsche-Fahrer in Russland stehen vor einem Rätsel: Die Autos starten nicht mehr. Ein Ausfall des satellitengestützten Diebstahlschutzes aktiviert die Wegfahrsperre. Da Neustarts scheitern, sind nun komplexe technische Workarounds erforderlich.
Konkret verliert das bordeigene Porsche Vehicle Tracking System (PVTS) die Verbindung zum Backend, woraufhin sich die Wegfahrsperre aktiviert. Für die Besitzer bedeutet das, dass das Fahrzeug ohne Vorwarnung den Dienst verweigert, selbst wenn mechanisch keine Mängel vorliegen.
Das Phänomen betrifft dabei nicht nur die neuesten Modelle oder Elektrofahrzeuge, sondern erstreckt sich auf nahezu die gesamte Modellpalette, inklusive Cayenne, Macan, Panamera und den Klassiker 911. Technisch liegt die Ursache im VTS-Modul, das seit Jahren werksseitig verbaut wird und tief in der Fahrzeugelektronik verwurzelt ist. Dieses System dient primär der Diebstahlsicherung: Erkennt es eine unautorisierte Bewegung oder verliert - wie in diesem Fall - den Kontakt zum Netzwerk, riegelt die Elektronik den Motor ab. Da das System autonom arbeitet und über eine eigene Stromversorgung verfügt, lässt es sich nicht einfach durch das Ziehen einer Sicherung deaktivieren.
Wie United24Media berichtet, begannen die massiven Serviceanfragen am 28. November, so der große russische Porsche-Händlerverbund Rolf. Die Techniker vor Ort stehen vor einem komplexen Problem, da das bloße Löschen des Fehlerspeichers via OBD-Schnittstelle oft nicht ausreicht. Road & Track weist darauf hin, dass potenziell alle Porsche-Modelle seit dem Baujahr 2013, die mit dem PVTS ausgestattet sind, anfällig für diesen Ausfall sind. Die Berichte deuten darauf hin, dass es sich um einen systemischen Ausfall der Kommunikationsinfrastruktur handelt, der die Autos fälschlicherweise glauben lässt, sie wären gestohlen worden.
Obwohl es bislang keine offiziellen Beweise für eine externe Einflussnahme gibt, spekulieren Nutzer wie Händler, ob der Ausfall politische Gründe hat. Porsche hatte die offiziellen Lieferungen nach Russland bereits 2022 nach der Invasion Russlands in die Ukraine eingestellt und den Support für die "Porsche Connect"-App sukzessive zurückgefahren. Die bestehende Flotte und die Infrastruktur verblieben jedoch im Land. Die Rolf-Gruppe merkte an, dass ein absichtliches Abschalten der Dienste technisch möglich wäre, bestätigte das jedoch nicht. Natürlich gibt es auch Spekulationen über ukrainische Sabotage.
Der Fall zeigt drastisch die Kehrseite moderner "Connected Cars": Wenn die Verbindung zur Cloud abreißt oder der Hersteller den Stecker zieht, wird aus dem Hightech-Fahrzeug schnell vor allem eines: ein großer, teurer Ziegel.
Was haltet ihr von der Abhängigkeit moderner Autos von Online-Diensten? Seht ihr darin ein Sicherheitsrisiko oder überwiegt der Nutzen des Diebstahlschutzes? Schreibt uns eure Meinung dazu gerne in die Kommentare!
Siehe auch:
Wegfahrsperre legt Porsche-Flotte lahm
Seit einigen Tagen sehen sich zahlreiche Porsche-Fahrer in Russland mit einem gravierenden IT-Problem konfrontiert, das ihre Fahrzeuge effektiv unbenutzbar macht. Betroffen sind Hunderte von Autos, vorwiegend in Großstädten wie Moskau, St. Petersburg und Nischni Nowgorod, die sich aufgrund eines Fehlers im Sicherheitssystem nicht mehr starten lassen.Konkret verliert das bordeigene Porsche Vehicle Tracking System (PVTS) die Verbindung zum Backend, woraufhin sich die Wegfahrsperre aktiviert. Für die Besitzer bedeutet das, dass das Fahrzeug ohne Vorwarnung den Dienst verweigert, selbst wenn mechanisch keine Mängel vorliegen.
Das Phänomen betrifft dabei nicht nur die neuesten Modelle oder Elektrofahrzeuge, sondern erstreckt sich auf nahezu die gesamte Modellpalette, inklusive Cayenne, Macan, Panamera und den Klassiker 911. Technisch liegt die Ursache im VTS-Modul, das seit Jahren werksseitig verbaut wird und tief in der Fahrzeugelektronik verwurzelt ist. Dieses System dient primär der Diebstahlsicherung: Erkennt es eine unautorisierte Bewegung oder verliert - wie in diesem Fall - den Kontakt zum Netzwerk, riegelt die Elektronik den Motor ab. Da das System autonom arbeitet und über eine eigene Stromversorgung verfügt, lässt es sich nicht einfach durch das Ziehen einer Sicherung deaktivieren.
Wie United24Media berichtet, begannen die massiven Serviceanfragen am 28. November, so der große russische Porsche-Händlerverbund Rolf. Die Techniker vor Ort stehen vor einem komplexen Problem, da das bloße Löschen des Fehlerspeichers via OBD-Schnittstelle oft nicht ausreicht. Road & Track weist darauf hin, dass potenziell alle Porsche-Modelle seit dem Baujahr 2013, die mit dem PVTS ausgestattet sind, anfällig für diesen Ausfall sind. Die Berichte deuten darauf hin, dass es sich um einen systemischen Ausfall der Kommunikationsinfrastruktur handelt, der die Autos fälschlicherweise glauben lässt, sie wären gestohlen worden.
Obwohl es bislang keine offiziellen Beweise für eine externe Einflussnahme gibt, spekulieren Nutzer wie Händler, ob der Ausfall politische Gründe hat. Porsche hatte die offiziellen Lieferungen nach Russland bereits 2022 nach der Invasion Russlands in die Ukraine eingestellt und den Support für die "Porsche Connect"-App sukzessive zurückgefahren. Die bestehende Flotte und die Infrastruktur verblieben jedoch im Land. Die Rolf-Gruppe merkte an, dass ein absichtliches Abschalten der Dienste technisch möglich wäre, bestätigte das jedoch nicht. Natürlich gibt es auch Spekulationen über ukrainische Sabotage.
Workarounds der Community
Da eine offizielle Lösung des Herstellers in der aktuellen politischen Lage ausbleibt, versuchen sich IT-affine Besitzer und Werkstätten an pragmatischen Workarounds. Einige Nutzer berichten von Erfolgen, nachdem sie die Fahrzeugbatterie für mindestens zehn Stunden abgeklemmt hatten, um einen tiefgreifenden Reset der Steuergeräte zu erzwingen. In hartnäckigeren Fällen müssen Techniker das VTS-Modul physisch lokalisieren und vom Bordnetz trennen, was jedoch tiefergehende Eingriffe in die Fahrzeugelektronik erfordert und sehr zeitaufwendig ist. Zudem muss anschließend oft die Software des Motorsteuergeräts angepasst werden, damit das Fehlen des Moduls nicht erneut Fehler provoziert.Der Fall zeigt drastisch die Kehrseite moderner "Connected Cars": Wenn die Verbindung zur Cloud abreißt oder der Hersteller den Stecker zieht, wird aus dem Hightech-Fahrzeug schnell vor allem eines: ein großer, teurer Ziegel.
Was haltet ihr von der Abhängigkeit moderner Autos von Online-Diensten? Seht ihr darin ein Sicherheitsrisiko oder überwiegt der Nutzen des Diebstahlschutzes? Schreibt uns eure Meinung dazu gerne in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Hunderte Porsche-Fahrer in Russland können ihre Autos nicht starten
- Fehler im satellitengestützten Diebstahlschutzsystem aktiviert Wegfahrsperre
- Modelle wie Cayenne, Macan, Panamera und 911 seit 28. November betroffen
- Porsche Vehicle Tracking System verliert Verbindung zum Backend-Server
- Spekulationen über politische Hintergründe nach Russlands Ukraine-Invasion
- Batterietrennung für zehn Stunden oder Entfernung des VTS-Moduls als Lösung
- Fall zeigt Risiken moderner vernetzter Fahrzeuge bei Infrastrukturausfall
Siehe auch:
- Russland nutzt offenbar weiterhin Starlink in militärischen Drohnen
- Su-75 Checkmate: Russlands Stealth-Fighter soll 2026 endlich abheben
- Russland: Humanoider Robot leidet zum Start unter Wodka-Symptomen
- Su-57: Russland zeigt interne Waffenschächte seines Kampffliegers
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