Next-Gen-Kampfjet F-35 bekommt doch noch externe Treibstofftanks

Die US Air Force entwickelt externe Treibstofftanks für den F-35-Kampfjet. Die 432 Millionen Dollar teure Modernisierung soll die Reichweite steigern, doch ein Problem bleibt: Wie können die Tanks die Tarnkappeneigenschaften bewahren?

Mehr Reichweite für den Tarnkappenjäger

Die US Air Force will im Rahmen des Block-4-Modernisierungsprogramms externe Treibstofftanks für den F-35 Joint Strike Fighter entwickeln. Die Pläne tauchen im Haushaltsvorschlag für das Fiskaljahr 2026 auf und sollen die operative Reichweite des Tarnkappenjägers erheblich steigern.

Für das gesamte Programm sind rund 432 Millionen Dollar vorgesehen. Es umfasst neben der Tankentwicklung auch Software-Updates sowie die Integration neuer Hardware und Waffen. Die Verbesserungen sollen schrittweise bei allen drei F-35-Varianten eingeführt werden - der konventionellen F-35A, der trägergestützten F-35C und der senkrecht startenden F-35B.

Technische Herausforderungen

Die Integration externer Tanks, von denen man bisher abgesehen hat, stellt die Ingenieure vor große Herausforderungen, wie The Warzone berichtet. Die zusätzlichen Tanks erhöhen den Luftwiderstand und das Gewicht des Jets erheblich. Frühere Versuche von Lockheed Martin mit 480-Gallonen-Tanks (1817 Liter) scheiterten an aerodynamischen Problemen und Flugstabilitätsproblemen. Auch ein überarbeiteter 460-Gallonen-Tank wurde letztlich nicht weiterverfolgt.

Werbevideo von Lockheed Martin zum Tarnkappenjet F-35

Besonders kritisch ist der Einfluss auf die Tarnkappeneigenschaften des F-35. Externe Tanks können die Radarrückstrahlung deutlich erhöhen und damit den Hauptvorteil des Kampfjets zunichtemachen. Als Alternative zu konventionellen Außentanks werden daher eng anliegende, in die Flugzeugkontur integrierte Tanks (Conformal Fuel Tanks) untersucht. Abwerfbare Tanks könnten zumindest teilweise die Tarnkappenfähigkeit wiederherstellen, sobald sie abgetrennt werden.

Aktuell verfügt die F-35A der US Air Force über eine interne Treibstoffkapazität von 8280 Kilogramm und eine Reichweite von etwa 2200 Kilometern. Die Marine-Version F-35C kommt mit 9000 Kilogramm Treibstoff auf eine etwas größere Reichweite. Die F-35B für das Marine-Korps fasst aufgrund ihrer komplexeren Technik für den Senkrechtstart nur etwa 6100 Kilogramm Treibstoff.

Das F-35-Programm gilt mit geschätzten Gesamtkosten von über 1,7 Billionen Dollar als das teuerste Rüstungsprojekt der Geschichte. Mehr als 950 F-35-Jets sind bereits ausgeliefert worden, mit Plänen für über 3000 Flugzeuge für die US-Streitkräfte und internationale Partner. Das Block-4-Upgrade ist eine der wichtigsten Modernisierungsmaßnahmen und soll die Kampfkraft des Jets bis in die 2070er Jahre sicherstellen.

Was haltet ihr von den Plänen der US Air Force? Seht ihr die Einschränkungen bei der Tarnkappenfähigkeit als akzeptablen Kompromiss für mehr Reichweite? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • US Air Force plant externe Treibstofftanks für F-35 im Block 4-Programm
  • Modernisierungsprogramm mit Budget von 432 Millionen Dollar geplant
  • Technische Herausforderungen: Luftwiderstand und Gewicht beeinträchtigen den Flug
  • Externe Tanks könnten die kritischen Tarnkappeneigenschaften reduzieren
  • Konforme Tanks und abwerfbare Modelle werden als Lösungen untersucht
  • F-35-Programm gilt mit 1,7 Billionen Dollar als teuerstes Rüstungsprojekt

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