Obsidian motiviert Mitarbeiter:
Angestellte wählen Klasse, leveln hoch

Obsidian Entertainment hat ein ungewöhnliches, aber für den Entwickler mehr als passendes Mitarbeiter-Belohnungssystem entwickelt: Neue Angestellte wählen eine RPG-Klasse, sammeln XP und über die Jahre Geschenke wie Schilde, Äxte oder Zauberstäbe.
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RPG-Klassen für echte Mitarbeiter

Obsidian Entertainment hat ein kreatives Mitarbeiter-Belohnungssystem eingeführt, das die RPG-Leidenschaft des Studios widerspiegelt. Neue Angestellte wählen beim Eintritt eine von drei Klassen: Krieger, Schurke oder Zauberer. Über die nächsten 20 Jahre sammeln sie dann klassenspezifische Geschenke - von Würfeln über Schilde bis hin zu Zauberstäben. Das System zielt darauf ab, die Mitarbeiterbindung durch spielerische Elemente zu stärken und die Unternehmenskultur zu fördern.

Das Entwicklerstudio, bekannt für Titel wie Fallout: New Vegas, Neverwinter Nights 2, The Outer Worlds und Pillars of Eternity, setzt damit auf eine unkonventionelle Herangehensweise zur Personalbindung. Krieger erhalten beispielsweise einen Schild, dann eine Axt und schließlich einen Helm. Zauberer bekommen dagegen einen Umhang als Teil ihrer Sammlung.


Wie The Game Business berichtet (via VGC), erklärt Marcus Morgan, Vizepräsident für Operations bei Obsidian, das ausgeklügelte System: Jede Klasse folgt einem durchdachten Belohnungsplan, der über zwei Jahrzehnte hinweg verschiedene thematische Gegenstände umfasst. Das Konzept verbindet die Leidenschaft der Entwickler für Rollenspiele mit praktischen Anreizen für langfristige Firmenzugehörigkeit.

60 Jahre für die komplette Sammlung

Die Idee geht sogar noch weiter: Nach 20 Jahren können langjährige Mitarbeiter eine zweite Klasse wählen und weitere Gegenstände sammeln. Wer alle drei Klassen komplett haben möchte, müsste theoretisch 60 Jahre im Unternehmen bleiben. "Das ist eine angemessene Zeit", sagt Justin Britch, Vizepräsident für Entwicklung,s cherzhaft der bereits seit zwölf Jahren bei Obsidian arbeitet. Das System spiegelt die tiefe Verwurzelung des Studios in der Dungeons & Dragons-Kultur wider.

Unsere Studiowurzeln basieren auf D&D. Wir alle sehen uns als Dungeon Master, die Welten und Erfahrungen für Spieler schaffen.
Marcus Morgan, Vizepräsident für Operations bei Obsidian
Die Strategie scheint aufzugehen. Seit der Übernahme durch Microsoft im Jahr 2018 hat Obsidian sechs Spiele veröffentlicht - eine bemerkenswerte Leistung für ein Studio mittlerer Größe. Dazu gehören "The Outer Worlds", "Grounded", "Pentiment", das kommende "Avowed" und "The Outer Worlds 2". Die Stabilität der Belegschaft und das Verständnis für die Unternehmenskultur tragen maßgeblich zu dieser Produktivität bei, so die Manager des Studios.

Tradition trifft Moderne

Das RPG-Belohnungssystem ist nicht nur ein Marketing-Gag, sondern spiegelt die DNA des Unternehmens wider. Obsidian wurde 2003 von ehemaligen Black Isle Studios-Entwicklern gegründet, die bereits an Klassikern wie "Fallout" und "Planescape: Torment" gearbeitet hatten. Das Studio hat sich über die Jahre einen Ruf für narrative Tiefe und komplexe Charakterentwicklung erarbeitet - Eigenschaften, die auch in der Unternehmensführung zum Tragen kommen.

Das RPG-Belohnungssystem zeigt, wie kreativ Unternehmen Mitarbeiterbindung gestalten können. Was haltet ihr von solchen spielerischen Ansätzen im Arbeitsalltag? Teilt eure Gedanken zu innovativen Motivationsstrategien in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Obsidian führt RPG-basiertes Belohnungssystem für Mitarbeiter ein
  • Angestellte wählen zwischen Krieger-, Schurken- oder Zaubererklasse
  • Über 20 Jahre sammeln Mitarbeiter klassenspezifische Gegenstände
  • Nach zwei Jahrzehnten kann eine zweite Klasse gewählt werden
  • Das System spiegelt die tiefe Verwurzelung in der D&D-Kultur wider
  • Seit der Microsoft-Übernahme hat Obsidian sechs Spiele veröffentlicht
  • Das kreative Konzept stärkt Mitarbeiterbindung und Unternehmenskultur

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