Elon Musks rechte Politik hat Tesla rund eine Million Autos gekostet
Eine neue Studie der US-Universität Yale zeigt die dramatischen Auswirkungen von Elon Musks politischen Aktivitäten auf Tesla: Der Autobauer dürfte über eine Million Fahrzeuge weniger verkauft haben, während Konkurrenten um bis zu 22 Prozent profitierten.
Der Elektroautohersteller galt lange als Vorreiter der Elektromobilität und war auch Liebling vieler umweltbewusster und auch liberaler Autofahrer*innen. Doch die politischen Aktivitäten des CEOs scheinen dem Unternehmen erheblich zu schaden.
Eine aktuelle Studie von Yale-Ökonomen belegt erstmals mit konkreten Zahlen, was Branchenbeobachter schon länger vermuteten: Elon Musks politische Aktivitäten schaden Tesla massiv. Die Forscher analysierten Fahrzeugzulassungsdaten von März 2020 bis April 2025 und kommen zu einem für Tesla erschreckenden Ergebnis. Die Studie "The Musk Partisan Effect on Tesla Sales" für das National Bureau of Economic Research quantifiziert den Schaden präzise.
Der Wendepunkt war Musks Twitter-Übernahme im Oktober 2022 für 44 Milliarden Dollar. Die später in X umbenannte Plattform wurde zum Schauplatz für seine zunehmend rechtsgerichteten politischen Äußerungen. Parallel dazu spendete der Milliardär mindestens 132 Millionen Dollar (etwa 113 Millionen Euro) für Donald Trumps Wahlkampf und übernahm nach der Amtseinführung die Leitung des Department of Government Efficiency.
Die Daten zeigen deutlich: Während Tesla-Verkäufe in demokratisch geprägten Bezirken nach Oktober 2022 einbrachen, blieb die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen insgesamt stabil. Käufer wechselten zu Herstellern wie Ford, General Motors, Rivian, Hyundai und Kia. In republikanisch geprägten Gebieten blieben die Elektroautoverkäufe dagegen weiterhin niedrig - Tesla konnte also keine neuen Käuferschichten erschließen.
Kenneth Gillingham, Hauptautor der Yale-Studie und Professor für Umwelt- und Energiewirtschaft, sieht darin ein Lehrstück für "CEO-Aktivismus". Seine Empfehlung für andere Führungskräfte: "Das Einfachste ist zu sagen: Verärgern Sie nicht Ihre Kernkunden."
Was meint ihr zu Musks politischem Engagement und dessen Auswirkungen auf Tesla? Diskutiert mit!
Siehe auch:
Politik kostet Tesla Millionen von Verkäufen
Tesla verzeichnete 2024 mit 1,79 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen einen Rückgang von 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr - der erste jährliche Absatzrückgang seit über einem Jahrzehnt. Das könnte jedoch nur die Spitze des Eisbergs sein, wie neue Forschungsergebnisse zeigen.Der Elektroautohersteller galt lange als Vorreiter der Elektromobilität und war auch Liebling vieler umweltbewusster und auch liberaler Autofahrer*innen. Doch die politischen Aktivitäten des CEOs scheinen dem Unternehmen erheblich zu schaden.
Eine aktuelle Studie von Yale-Ökonomen belegt erstmals mit konkreten Zahlen, was Branchenbeobachter schon länger vermuteten: Elon Musks politische Aktivitäten schaden Tesla massiv. Die Forscher analysierten Fahrzeugzulassungsdaten von März 2020 bis April 2025 und kommen zu einem für Tesla erschreckenden Ergebnis. Die Studie "The Musk Partisan Effect on Tesla Sales" für das National Bureau of Economic Research quantifiziert den Schaden präzise.
Über eine Million verlorene Verkäufe
Zwischen Oktober 2022 und April 2025 kosteten Musks "polarisierende und parteiische Handlungen" Tesla zwischen 1,0 und 1,26 Millionen Fahrzeugverkäufe allein in den USA, heißt es. Das entspricht 67 bis 83 Prozent der tatsächlich verkauften Teslas in diesem Zeitraum - ein verheerender Verlust für das Unternehmen.Der Wendepunkt war Musks Twitter-Übernahme im Oktober 2022 für 44 Milliarden Dollar. Die später in X umbenannte Plattform wurde zum Schauplatz für seine zunehmend rechtsgerichteten politischen Äußerungen. Parallel dazu spendete der Milliardär mindestens 132 Millionen Dollar (etwa 113 Millionen Euro) für Donald Trumps Wahlkampf und übernahm nach der Amtseinführung die Leitung des Department of Government Efficiency.
Konkurrenten profitieren massiv
In demokratisch geprägten Bundesstaaten fiel der Anteil der Tesla-Besitzer, die erneut einen Tesla kauften, von 72 Prozent im Jahr 2023 auf 65 Prozent Ende 2024. Gleichzeitig stiegen die Verkäufe von Elektro- und Hybridfahrzeugen der Konkurrenz um 17 bis 22 Prozent - eine nahezu eins-zu-eins-Abwanderung.Die Daten zeigen deutlich: Während Tesla-Verkäufe in demokratisch geprägten Bezirken nach Oktober 2022 einbrachen, blieb die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen insgesamt stabil. Käufer wechselten zu Herstellern wie Ford, General Motors, Rivian, Hyundai und Kia. In republikanisch geprägten Gebieten blieben die Elektroautoverkäufe dagegen weiterhin niedrig - Tesla konnte also keine neuen Käuferschichten erschließen.
Kenneth Gillingham, Hauptautor der Yale-Studie und Professor für Umwelt- und Energiewirtschaft, sieht darin ein Lehrstück für "CEO-Aktivismus". Seine Empfehlung für andere Führungskräfte: "Das Einfachste ist zu sagen: Verärgern Sie nicht Ihre Kernkunden."
Was meint ihr zu Musks politischem Engagement und dessen Auswirkungen auf Tesla? Diskutiert mit!
Zusammenfassung
- Studie der Yale-Universität zeigt massiven Verkaufsrückgang bei Tesla
- Musks politische Aktivitäten kosteten Tesla bis zu 1,26 Millionen Fahrzeuge
- Twitter-Übernahme im Oktober 2022 markierte Wendepunkt für Tesla-Verkäufe
- Tesla-Verkäufe in demokratisch geprägten Bezirken brachen deutlich ein
- Konkurrenten wie Ford und GM profitierten mit Zuwächsen von bis zu 22 Prozent
- Musks rechte Politik führte nicht zu neuer Käuferschaft in republikanischen Gebieten
Siehe auch:
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