Kuriose Strategie: Tesla versteckt Model-Y-Glasdach hinter Stoffbezug

Tesla hat beim neuen Model Y Standard eine kuriose Entscheidung getroffen: Das Glasdach bleibt, Insassen können aufgrund eines Stoffhimmels aber nicht mehr hinausblicken. Das soll Kosten sparen. Doch es steckt wohl auch noch etwas anderes dahinter.
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Verstecktes Glasdach als Sparmaßnahme

Tesla hat diese Woche sein neues Model Y Standard vorgestellt. Der recht hohe Preis der Budget-Variante sorgte jedoch für Verwunderung, denn der Hersteller spart bei Ausstattung und Akku drastisch. Bei einer Komponente des Model Y Standard hat Tesla sogar eine besonders überraschende Strategie gewählt, um das Auto günstiger zu machen. So erhält das Modell zwar ein Panorama-Glasdach, aber die Käufer können nicht hinausschauen.

Die Entscheidung wirkt auf den ersten Blick paradox. Das Panorama-Glasdach bleibt bestehen, wird im Standard-Modell aber von innen durch einen durchgehenden Dachhimmel aus Stoff verdeckt. Laut Tesla war diese etwas seltsame Lösung jedoch am günstigsten. Der Grund sei die Produktionseffizienz. Die Entwicklung und Installation eines völlig neuen Metalldachs wären aufwendiger und teurer gewesen. Doch warum hat man dann nicht einfach alles so gelassen, wie beim teureren Modell?


Glasqualität und Dämmung reduziert

Zum einen bietet das Dach eine Möglichkeit, mit der sich das teurere Model Y Premium vom Standard-Modell abheben kann. Zum anderen spart Tesla in der Budget-Variante auch beim Material. Wie unter anderem Carscoops berichtet, verwendete der Autobauer beim Model Y Standard nämlich ein Glas ohne reflektierende Beschichtung, das weniger effektiv gegen Infrarotstrahlen schützt.

Eine derartige Konstruktion ist nichts völlig Neues in der Automobilbranche. Bereits in den 1990er Jahren verwendeten einige Hersteller ähnliche Ansätze, um Produktionskosten zu senken. Damals ging es jedoch meist um die Vereinheitlichung von Karosserieteilen zwischen verschiedenen Ausstattungslinien. Tesla wendet dieses Prinzip nun auf moderne Elektrofahrzeuge an. Tesla Model Y StandardDas Glasdach wird von innen von einem Stoffhimmel verdeckt
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Umfangreiche Ausstattungskürzungen

Die Einsparungen beim Tesla Model Y Standard gehen jedoch weit über das Dach hinaus. Gestrichen wurden das Radio, die elektrisch verstellbare Lenksäule, die Autosteer-Funktion, die Sitzheizung für die Fondpassagiere, die adaptiven Scheinwerfer sowie die Anklappfunktion für die Außenspiegel. Hinzu kommen Textil- statt Ledersitzbezüge, eine reduzierte Ambientebeleuchtung, nur noch mechanisch umlegbare Rücksitze, eine einfacher gestaltete Mittelkonsole sowie Standard-Stoßdämpfer für das Fahrwerk.

Besonders der Verzicht auf das Radio überrascht, da dies zur absoluten Grundausstattung in Autos zählt. Tesla setzt offenbar jedoch darauf, dass Nutzer ihre Smartphones für die Musikwiedergabe verwenden. Die fehlende elektrische Lenksäulenverstellung könnte für größere Fahrer problematisch werden, da die manuelle Einstellung weniger präzise ist.

Kompromisse bei Leistung

Das neue Tesla Model Y Standard beschleunigt zudem nur noch in 7,2 Sekunden von null auf 100 km/h und schafft eine Reichweite von 534 Kilometern nach WLTP-Standard. Das sind deutliche Einbußen im Vergleich zu der Premium-Variante mit 622 Kilometern Reichweite und 5,6 Sekunden Beschleunigung.

Die reduzierte Batteriekapazität von 69 kWh lädt zudem langsamer, was trotz kleinerem Akku zu längeren Ladezeiten führt. Während die Premium-Version mit ihrem größeren Akku seltener laden muss, werden Standard-Käufer häufiger Ladestopps einlegen müssen. Das könnte besonders bei Langstreckenfahrten spürbar werden. Während man wartet kann man dann nicht einmal durch das Panoramadach die Wolken am Himmel zählen.

Was haltet ihr von Teslas kurioser Dach-Lösung beim Model Y Standard? Ist das clevere Kostenoptimierung, Marketingstrategie oder beides? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • Tesla Model Y Standard behält Glasdach trotz Verdeckung mit Stoffhimmel
  • Entscheidung für verdecktes Glasdach soll Produktionskosten optimieren
  • Zusätzlicher Verzicht auf Infrarot-Beschichtung beim Glas
  • Glasdach als Unterscheidungsmerkmal zwischen Standard- und Premium-Modell
  • Einsparungen bei Akku und Komfortfunktionen reduzieren den Preis weiter
  • Standard-Variante bietet nur 534 km Reichweite statt 622 km bei Premium
  • Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgt in 7,2 statt 5,6 Sekunden
  • Weitere Ausstattungsmerkmale wie Radio und Sitzheizung hinten entfallen

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