Nvidia-Chef Huang: Marktanteil in China ist von 95 auf 0 % gesunken
Nvidia hat innerhalb kürzester Zeit den kompletten chinesischen Markt für KI-Chips verloren. CEO Jensen Huang warnt daher erneut vor den Auswirkungen der US-Exportbeschränkungen für entsprechende Technologien. China investiert unterdessen massiv.
Diese und andere interessante Äußerungen machte Huang am 6. Oktober bei einer Veranstaltung von Citadel Securities in New York, wo er mit Konstantine Buhler von Sequoia Capital sprach. Ein vollständiges Video des Interviews wurde diese Woche von Citadel Securities auf YouTube veröffentlicht und markiert das erste Mal, dass Nvidia das Ausmaß seines Rückzugs öffentlich quantifiziert.
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Schließlich wurde Nvidia erlaubt, eine angepasste Version vom H20-Chip zu verkaufen, der speziell für den chinesischen Markt entwickelt wurde und über eine reduzierte Rechenleistung verfügt, um den US-Exportbestimmungen zu entsprechen. Allerdings startete die chinesische Cyberspace-Regulierungsbehörde eine Sicherheitsuntersuchung, die lokale Unternehmen davon abhielt, das Produkt zu kaufen.
China repräsentierte zuvor zwischen 20 und 25 Prozent von Nvidias Datacenter-Umsatz. Das Segment, das in den jüngsten Finanzergebnissen mehr als 41 Milliarden Dollar generierte, was einem Anstieg von 56 Prozent im Jahresvergleich entspricht, ist enorm wichtig für Nvidia. Der Verlust bedeutet für das Unternehmen einen Umsatzausfall von schätzungsweise acht bis zehn Milliarden Dollar jährlich.
Auch andere Technologie-Giganten wie die Alibaba Group Holding, Tencent Holdings, ByteDance und Baidu stecken erhebliche Ressourcen in die Halbleiterforschung und -entwicklung. Alibaba entwickelt etwa seinen Yitian-Prozessor weiter, während Baidu an seinem Kunlun-Chip arbeitet. Diese Entwicklung zeigt, wie geopolitische Spannungen die globale Halbleiterindustrie prägen und möglicherweise die technologische Unabhängigkeit Chinas stärken.
Die chinesische Regierung hat zudem angekündigt, bis 2030 rund 143 Milliarden Dollar in die heimische Halbleiterindustrie zu investieren. Diese massive Investition soll China perspektivisch dabei helfen, den gesamten nationalen Chip-Bedarf selbst zu decken.
Was haltet ihr von den Auswirkungen der US-Exportbeschränkungen auf den globalen Chip-Markt? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
Nvidia verliert kompletten China-Markt
Nvidias CEO Jensen Huang hat verraten, dass sein Unternehmen seinen gesamten Anteil am chinesischen Markt für fortschrittliche Chips verloren hat. Zuvor hatte der Hersteller einen Marktanteil von 95 Prozent. Dieser dramatische Absturz folgt auf die strengen US-Exportbeschränkungen und den Handelskrieg zwischen den USA und China, die das Unternehmen daran hindern, seine KI-Chips frei an chinesische Unternehmen zu verkaufen. "Im Moment sind wir zu 100 Prozent aus China raus", bestätigte Huang während eines Interviews.Diese und andere interessante Äußerungen machte Huang am 6. Oktober bei einer Veranstaltung von Citadel Securities in New York, wo er mit Konstantine Buhler von Sequoia Capital sprach. Ein vollständiges Video des Interviews wurde diese Woche von Citadel Securities auf YouTube veröffentlicht und markiert das erste Mal, dass Nvidia das Ausmaß seines Rückzugs öffentlich quantifiziert.
Auf YouTube ansehenVom Marktführer zum kompletten Ausschluss
Die US-Regierung hatte den Export von Nvidias High-End-KI-Chips nach China erstmals im Oktober 2022 eingeschränkt. Betroffen sind Modelle wie der A100, H100 und H200, die speziell für maschinelles Lernen und KI-Anwendungen entwickelt wurden. Diese Chips gelten als Rückgrat moderner KI-Systeme und sind für das Training großer Sprachmodelle wie ChatGPT unerlässlich.Schließlich wurde Nvidia erlaubt, eine angepasste Version vom H20-Chip zu verkaufen, der speziell für den chinesischen Markt entwickelt wurde und über eine reduzierte Rechenleistung verfügt, um den US-Exportbestimmungen zu entsprechen. Allerdings startete die chinesische Cyberspace-Regulierungsbehörde eine Sicherheitsuntersuchung, die lokale Unternehmen davon abhielt, das Produkt zu kaufen.
Langfristige Folgen drohen
Jensen Huang kritisierte während des Interviews die US-Exportbeschränkungen erneut scharf und bezeichnete sie als "Fehler". Er warnte, dass der Ausschluss Chinas den Markt in Richtung einheimischer Konkurrenten wie Huawei Technologies drängen würde. Huang betonte, dass China etwa 50 Prozent der weltweiten KI-Forscher habe und argumentierte, dass der Ausschluss des Landes von der US-Technologie den globalen KI-Fortschritt verlangsamen könnte.China repräsentierte zuvor zwischen 20 und 25 Prozent von Nvidias Datacenter-Umsatz. Das Segment, das in den jüngsten Finanzergebnissen mehr als 41 Milliarden Dollar generierte, was einem Anstieg von 56 Prozent im Jahresvergleich entspricht, ist enorm wichtig für Nvidia. Der Verlust bedeutet für das Unternehmen einen Umsatzausfall von schätzungsweise acht bis zehn Milliarden Dollar jährlich.
Chinas Weg zur Selbstversorgung
China hingegen bewegt sich schnell, um seine Abhängigkeit von ausländischen Chips zu reduzieren. Einheimische Unternehmen investieren stark in die Entwicklung ihrer eigenen KI-Chips und Fertigungstechnologien. Huawei hat bereits seinen Ascend 910B-Chip vorgestellt, der als direkter Konkurrent zu Nvidias H100 positioniert wird, auch wenn er in der Leistung bisher nicht ganz mithalten kann.Auch andere Technologie-Giganten wie die Alibaba Group Holding, Tencent Holdings, ByteDance und Baidu stecken erhebliche Ressourcen in die Halbleiterforschung und -entwicklung. Alibaba entwickelt etwa seinen Yitian-Prozessor weiter, während Baidu an seinem Kunlun-Chip arbeitet. Diese Entwicklung zeigt, wie geopolitische Spannungen die globale Halbleiterindustrie prägen und möglicherweise die technologische Unabhängigkeit Chinas stärken.
Die chinesische Regierung hat zudem angekündigt, bis 2030 rund 143 Milliarden Dollar in die heimische Halbleiterindustrie zu investieren. Diese massive Investition soll China perspektivisch dabei helfen, den gesamten nationalen Chip-Bedarf selbst zu decken.
Was haltet ihr von den Auswirkungen der US-Exportbeschränkungen auf den globalen Chip-Markt? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Nvidia hat den Markt für KI-Chips in China komplett verloren
- US-Exportbeschränkungen seit Oktober 2022 verhindern Verkauf von High-End-Chips
- Jensen Huang kritisierte die Exportbeschränkungen als strategischen Fehler
- Der Verlust des chinesischen Marktes kostet Nvidia 8-10 Milliarden Dollar jährlich
- China investiert massiv in eigene KI-Chips und Halbleitertechnologien
- Chinesische Firmen wie Huawei entwickeln Konkurrenzprodukte zu Nvidias Chips
- Die chinesische Regierung plant Investitionen von 143 Milliarden Dollar bis 2030
Siehe auch:
- Kleinster "KI-Supercomputer": Verkauf des Nvidia DGX Spark startet
- Microsoft will Chips von AMD und Nvidia möglichst breit ersetzen
- Nvidia-Chef Huang: China ist nur noch Nanosekunden hinter uns
- Nächster großer Deal: Nvidia investiert 100 Milliarden Dollar in OpenAI
- Nvidia steigt bei Intel ein: x86-Prozessoren mit RTX-Grafik geplant
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