Nvidia bringt H20-Nachfolger für China, der leistungsstärker sein soll
Nvidia entwickelt offenbar einen neuen KI-Chip für China, der auf der Blackwell-Architektur basiert und deutlich leistungsfähiger als das aktuelle H20-Modell sein soll. Der B30A getaufte Chip könnte schon im September getestet werden.
Ein Single-Die-Design bedeutet, dass alle Hauptkomponenten eines integrierten Schaltkreises auf einem durchgehenden Siliziumstück gefertigt werden, anstatt sie auf mehrere Dies zu verteilen. Diese Bauweise bietet Vorteile bei der Latenz und Energieeffizienz, da die Kommunikationswege zwischen den Komponenten kürzer sind. Wie Reuters berichtet, hofft Nvidia, bereits im September Testmuster des B30A an chinesische Kunden ausliefern zu können, obwohl die Spezifikationen bislang nicht vollständig finalisiert sind.
Der neue Chip soll über Hochgeschwindigkeitsspeicher und Nvidias NVLink-Technologie für schnelle Datenübertragung zwischen Prozessoren verfügen - Funktionen, die auch im H20-Modell vorhanden sind, das auf der älteren Hopper-Architektur basiert. Die Blackwell-Architektur, die erstmals 2024 vorgestellt wurde, bringt erhebliche Verbesserungen bei der KI-Inferenz und dem Training großer Sprachmodelle mit sich.
China ist für Nvidia natürlich extrem wichtig, das Land machte etwa 13 Prozent des Umsatzes im vergangenen Geschäftsjahr aus und stellt damit einen kritischen, aber politisch sensiblen Markt dar. Der Verlust dieses Marktes würde Nvidia jährlich mehrere Milliarden Dollar kosten.
US-Präsident und "Experte für alles" Donald Trump hatte vergangene Woche angedeutet, dass er den Verkauf fortschrittlicherer Nvidia-Chips in China erlauben könnte und bezeichnete den H20 als "obsolet", während er vorschlug, ein neuer Chip könne "30 bis 50 Prozent weniger" Rechenleistung haben. Diese Aussagen deuten auf eine mögliche Lockerung der bestehenden Exportbeschränkungen hin, die seit 2022 schrittweise verschärft wurden. Die US-Regierung hat außerdem ein Abkommen ausgehandelt, das Nvidia und den Konkurrenten AMD dazu verpflichtet, 15 Prozent ihrer Einnahmen aus fortschrittlichen Chip-Verkäufen in China an Washington abzugeben.
Zusätzlich zum B30A entwickelt Nvidia einen weiteren China-spezifischen Chip namens RTX6000D, der weniger leistungsstark und günstiger als der H20 sein wird und dessen erste Lieferungen an chinesische Kunden im September beginnen sollen. Dieser Chip zielt auf Anwendungen ab, die weniger Rechenleistung benötigen, aber dennoch von KI-Beschleunigung profitieren können.
Was haltet ihr von Nvidias Strategie, spezielle Chips für China zu entwickeln? Teilt eure Gedanken zu den handelspolitischen Auswirkungen mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
Neue Hoffnung für den chinesischen Markt
Nvidia arbeitet an einem neuen KI-Chip für den chinesischen Markt, der auf der neuesten Blackwell-Architektur basiert und deutlich leistungsstärker als das derzeit verkaufte H20-Modell werden soll. Der unter dem Codenamen B30A entwickelte Chip nutzt ein Single-Die-Design und soll etwa die Hälfte der Rechenleistung von Nvidias Flaggschiff B300 Accelerator erreichen.Ein Single-Die-Design bedeutet, dass alle Hauptkomponenten eines integrierten Schaltkreises auf einem durchgehenden Siliziumstück gefertigt werden, anstatt sie auf mehrere Dies zu verteilen. Diese Bauweise bietet Vorteile bei der Latenz und Energieeffizienz, da die Kommunikationswege zwischen den Komponenten kürzer sind. Wie Reuters berichtet, hofft Nvidia, bereits im September Testmuster des B30A an chinesische Kunden ausliefern zu können, obwohl die Spezifikationen bislang nicht vollständig finalisiert sind.
Der neue Chip soll über Hochgeschwindigkeitsspeicher und Nvidias NVLink-Technologie für schnelle Datenübertragung zwischen Prozessoren verfügen - Funktionen, die auch im H20-Modell vorhanden sind, das auf der älteren Hopper-Architektur basiert. Die Blackwell-Architektur, die erstmals 2024 vorgestellt wurde, bringt erhebliche Verbesserungen bei der KI-Inferenz und dem Training großer Sprachmodelle mit sich.
China ist für Nvidia natürlich extrem wichtig, das Land machte etwa 13 Prozent des Umsatzes im vergangenen Geschäftsjahr aus und stellt damit einen kritischen, aber politisch sensiblen Markt dar. Der Verlust dieses Marktes würde Nvidia jährlich mehrere Milliarden Dollar kosten.
US-Präsident und "Experte für alles" Donald Trump hatte vergangene Woche angedeutet, dass er den Verkauf fortschrittlicherer Nvidia-Chips in China erlauben könnte und bezeichnete den H20 als "obsolet", während er vorschlug, ein neuer Chip könne "30 bis 50 Prozent weniger" Rechenleistung haben. Diese Aussagen deuten auf eine mögliche Lockerung der bestehenden Exportbeschränkungen hin, die seit 2022 schrittweise verschärft wurden. Die US-Regierung hat außerdem ein Abkommen ausgehandelt, das Nvidia und den Konkurrenten AMD dazu verpflichtet, 15 Prozent ihrer Einnahmen aus fortschrittlichen Chip-Verkäufen in China an Washington abzugeben.
Wachsende Konkurrenz aus China
Nvidias Bemühungen um den chinesischen Markt werden durch die wachsende Konkurrenz des chinesischen Chipherstellers Huawei erschwert. Analysten zufolge beginnen Huaweis neueste Chips, Nvidia bei der reinen Rechenleistung zu rivalisieren, obwohl sie bei der Software-Ökosystem-Unterstützung und den Speicherbandbreiten-Fähigkeiten noch (weit) zurückliegen.Zusätzlich zum B30A entwickelt Nvidia einen weiteren China-spezifischen Chip namens RTX6000D, der weniger leistungsstark und günstiger als der H20 sein wird und dessen erste Lieferungen an chinesische Kunden im September beginnen sollen. Dieser Chip zielt auf Anwendungen ab, die weniger Rechenleistung benötigen, aber dennoch von KI-Beschleunigung profitieren können.
Was haltet ihr von Nvidias Strategie, spezielle Chips für China zu entwickeln? Teilt eure Gedanken zu den handelspolitischen Auswirkungen mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Nvidia entwickelt KI-Chip B30A auf Blackwell-Basis für den chinesischen Markt
- Neuer Chip soll deutlich leistungsfähiger als das aktuelle H20-Modell werden
- Testmuster könnten bereits im September 2025 an chinesische Kunden gehen
- China macht etwa 13 Prozent des Nvidia-Jahresumsatzes aus
- Donald Trump deutete Lockerung der Exportbeschränkungen für China an
- Huawei entwickelt zunehmend konkurrenzfähige KI-Chips für China
- Zusätzlich wird der günstigere RTX6000D für weniger rechenintensive Anwendungen
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