China lacht über USA - umgeht Embargo für KI-Chips mit simplem 'Trick'
Die Bemühungen der US-Regierung, Chinas KI-Fortschritt durch Chip-Sanktionen zu bremsen, stoßen an ihre Grenzen. Große Tech-Konzerne verlagern ihr Modell-Training jetzt einfach ins Ausland. Möglich gemacht hat das wohl US-Präsident Donald Trump.
Unternehmen wie Alibaba, Tencent und der TikTok-Mutterkonzern ByteDance mieten wohl gezielt Kapazitäten in Serverfarmen in Singapur und Malaysia an. Dort stehen die begehrten High-End-Beschleuniger von Nvidia, wie der H100 oder neuere Blackwell-Varianten, weiterhin legal zur Verfügung. Das ermöglicht es den Konzernen, ihre Large Language Models wie Alibabas "Qwen" oder ByteDances "Doubao" auf der weltweit führenden Hardware-Architektur zu trainieren. Die Sanktionen, die den technologischen Rückstand Chinas zementieren sollten, werden so durch Cloud-Leasingverträge auf einfache Weise ausgehebelt.
Wie die Financial Times unter Berufung auf Insider berichtet, nutzen die Unternehmen dabei eine regulatorische Lücke, die sich durch politische Verschiebungen in den USA ergeben hat. Die sogenannte "Diffusion Rule" der Biden-Ära sollte genau dieses Schlupfloch bei Cloud-Computing-Diensten eigentlich schließen, indem sie US-Cloud-Anbieter zu strengen Prüfungen ihrer Kunden verpflichtet hätte. Diese Regelung wurde von Präsident Donald Trump jedoch Anfang des Jahres wieder abgeschafft, um US-Unternehmen keine Wettbewerbsnachteile aufzubürden.
Andererseits setzt DeepSeek verstärkt auf lokale Alternativen und eine tiefe Integration heimischer Hardware. Angeblich kooperiert das Unternehmen demnach eng mit Huawei, um die Unabhängigkeit von US-Technologie voranzutreiben. Ingenieure von Huawei sollen direkt im DeepSeek-Hauptquartier in Hangzhou stationiert sein, um die nächste Generation chinesischer KI-Chips der Ascend-Reihe zu optimieren. Das Ziel ist es, den enormen Vorsprung von Nvidia durch angepasste Software-Stacks aufzuholen.
Da chinesische Tech-Konzerne private Daten und sensible Informationen zudem nicht außer Landes bringen dürfen, stoßen die Auslandslösungen an ihre Grenzen. Werden die Modelle mit spezifischen, oft vertraulichen Daten verfeinert, müssen diese Prozesse per Gesetz zwingend auf Servern innerhalb der Volksrepublik verbleiben, was den Druck auf die Industrie erhöht, die heimische Chip-Entwicklung trotz aller Widrigkeiten weiter zu beschleunigen. Auf die eine oder andere Weise scheinen die US-Bemühungen, Chinas KI-Fortschritt auszubremsen, also ins Leere zu laufen.
Haltet ihr das Vorgehen der chinesischen Firmen für clever oder seht ihr darin eine Gefahr für die Wirksamkeit internationaler Sanktionen? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!
Siehe auch:
Umgangene Exportbeschränkungen
Die Versuche der US-Regierung, den technologischen Aufstieg Chinas durch strenge Exportkontrollen für Hochleistungschips zu verlangsamen, scheinen teilweise ins Leere zu laufen. Denn während KI-'Schmuggler' in Singapur und in den USA verhaftet werden und sich sogar Unternehmen wie MSI gezwungen sehen, ihre Beteiligung an illegalen Chip-Geschäften offiziell zu dementieren, haben führende chinesische Technologiekonzerne eine neue Strategie entwickelt, um die Beschränkungen zu umgehen und Nvidia-Chips zu nutzen: Sie verlagern das Training ihrer KI-Modelle einfach in ausländische Rechenzentren, vornehmlich im südostasiatischen Raum.Unternehmen wie Alibaba, Tencent und der TikTok-Mutterkonzern ByteDance mieten wohl gezielt Kapazitäten in Serverfarmen in Singapur und Malaysia an. Dort stehen die begehrten High-End-Beschleuniger von Nvidia, wie der H100 oder neuere Blackwell-Varianten, weiterhin legal zur Verfügung. Das ermöglicht es den Konzernen, ihre Large Language Models wie Alibabas "Qwen" oder ByteDances "Doubao" auf der weltweit führenden Hardware-Architektur zu trainieren. Die Sanktionen, die den technologischen Rückstand Chinas zementieren sollten, werden so durch Cloud-Leasingverträge auf einfache Weise ausgehebelt.
Wie die Financial Times unter Berufung auf Insider berichtet, nutzen die Unternehmen dabei eine regulatorische Lücke, die sich durch politische Verschiebungen in den USA ergeben hat. Die sogenannte "Diffusion Rule" der Biden-Ära sollte genau dieses Schlupfloch bei Cloud-Computing-Diensten eigentlich schließen, indem sie US-Cloud-Anbieter zu strengen Prüfungen ihrer Kunden verpflichtet hätte. Diese Regelung wurde von Präsident Donald Trump jedoch Anfang des Jahres wieder abgeschafft, um US-Unternehmen keine Wettbewerbsnachteile aufzubürden.
DeepSeek und Huawei gehen Sonderweg
Doch nicht alle Akteure der chinesischen IT-Branche beteiligen sich an diesem Strategie. Das KI-Startup DeepSeek bildet hierbei eine prominente Ausnahme und führt das Training seiner Modelle weiterhin fast ausschließlich innerhalb der chinesischen Landesgrenzen durch. Möglich wird das einerseits durch massive Lagerbestände an älteren Nvidia-Chips (wie A100 und A800), die das Unternehmen noch vor dem Inkrafttreten der verschärften Sanktionen angehäuft hatte.Andererseits setzt DeepSeek verstärkt auf lokale Alternativen und eine tiefe Integration heimischer Hardware. Angeblich kooperiert das Unternehmen demnach eng mit Huawei, um die Unabhängigkeit von US-Technologie voranzutreiben. Ingenieure von Huawei sollen direkt im DeepSeek-Hauptquartier in Hangzhou stationiert sein, um die nächste Generation chinesischer KI-Chips der Ascend-Reihe zu optimieren. Das Ziel ist es, den enormen Vorsprung von Nvidia durch angepasste Software-Stacks aufzuholen.
Einsatz eigener Hardware
Während das Training der chinesischen KI-Modelle enorme Rechenleistung benötigt und daher oft im Ausland auf Nvidia-Hardware stattfindet, wird die Inferenz - also die Anwendung der fertigen Modelle - zunehmend auf heimischen Chips in China abgewickelt. Für die bloße Nutzung der LLMs reicht die Leistung der lokal verfügbaren Chips oft aus.Da chinesische Tech-Konzerne private Daten und sensible Informationen zudem nicht außer Landes bringen dürfen, stoßen die Auslandslösungen an ihre Grenzen. Werden die Modelle mit spezifischen, oft vertraulichen Daten verfeinert, müssen diese Prozesse per Gesetz zwingend auf Servern innerhalb der Volksrepublik verbleiben, was den Druck auf die Industrie erhöht, die heimische Chip-Entwicklung trotz aller Widrigkeiten weiter zu beschleunigen. Auf die eine oder andere Weise scheinen die US-Bemühungen, Chinas KI-Fortschritt auszubremsen, also ins Leere zu laufen.
Haltet ihr das Vorgehen der chinesischen Firmen für clever oder seht ihr darin eine Gefahr für die Wirksamkeit internationaler Sanktionen? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Chinesische Techkonzerne umgehen US-Sanktionen durch KI-Training im Ausland
- Alibaba, Tencent und ByteDance mieten Rechenzentren in Südostasien an
- Trump schaffte die "Diffusion Rule" ab und öffnete damit ein Schlupfloch
- Startup DeepSeek nutzt ältere Nvidia-Chips und kooperiert mit Huawei
- Modelltraining auf Nvidia-Hardware im Ausland, Anwendung auf chinesischen Chips
- Datenschutzgesetze zwingen Unternehmen zur lokalen Verarbeitung sensibler Daten
- Trotz Umgehungsstrategie bleibt der Druck zur heimischen Chip-Entwicklung hoch
Siehe auch:
- Nvidia-Chef: China wird Wettrennen um KI-Vorherrschaft gewinnen
- Nvidia-Chef Huang: Marktanteil in China ist von 95 auf 0 % gesunken
- Nvidia-Chef Huang: China ist nur noch Nanosekunden hinter uns
- RTX-6000D-Verbot in China: Firmen dürfen keine Nvidia KI-GPUs kaufen
- China gegen Nvidia: Alibabas eigener Chip ist komplett chinesisch
Themen:
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