Röntgenaufnahmen zeigen, wie gefährlich viele Billig-Akkuzellen sind
Eine neue Studie offenbart alarmierende Qualitätsmängel bei günstigen Lithium-Ionen-Akkus: Jede 13. Billigzelle weist bei Aufnahmen mit einem fortschrittlichen Röntgengerät einen gefährlichen Defekt auf, der zu Bränden führen kann.
Die 18650-Zellen sind in zahlreichen Geräten zu finden - von elektrischen Zahnbürsten über Akkuschrauber bis hin zu E-Bikes und sogar Elektroautos. Während diese Batterieform wegen ihrer kompakten Bauweise und hohen Energiedichte geschätzt wird, variiert die Qualität zwischen Original-Herstellerzellen, ummantelten Akkus und Billigprodukten drastisch.
Links eine hochwertig verarbeitete Batteriezelle, rechts eine minderwertige Fälschung
Der kritische Defekt entsteht, wenn die negative Elektrode nicht vollständig über die positive Elektrode hinausragt. Diese Fehlkonstruktion führt zu Lithium-Plating an den Rändern der positiven Elektrode, was die Batterie destabilisiert und Kurzschlüsse begünstigt. Besonders bedenklich: Eine über Temu erworbene Billigmarke zeigte eine Defektrate von sage und schreibe 15 Prozent. Zusätzlich zum Hauptdefekt wiesen die minderwertigen Zellen eine um 50 Prozent schlechtere Kantenausrichtung ihrer internen Wicklungen auf, was weitere Leistungseinbußen und Kurzschlussrisiken zur Folge haben kann.
Die 18650-Bezeichnung stammt übrigens aus den Abmessungen der zylindrischen Zelle: 18 Millimeter Durchmesser und 65 Millimeter Länge. Diese Standardisierung machte die Zellen zu einem beliebten Baustein für Akkupacks verschiedenster Größen.
Die Studie zeigt auch, dass sich die Risiken potenzieren, da viele Produkte mehrere 18650-Zellen enthalten - von drei bis fünf Zellen in einem typischen Akkuschrauber bis zu 39 in einem E-Bike-Akku. Die US-Verbraucherschutzbehörde CPSC musste 2024 bereits 26 Rückrufe und neun Produktsicherheitswarnungen wegen Brand- und Verbrennungsgefahren durch überhitzende Batterien aussprechen.
Problematisch ist auch der Handel mit ummantelten Zellen: Dabei werden gebrauchte oder minderwertige Batterien mit neuen Etiketten versehen und als hochwertige Markenware verkauft. Diese Praxis ist besonders bei Online-Marktplätzen verbreitet, wo Verbraucher oft nicht zwischen Original und Fälschung unterscheiden können.
Was ist eure Erfahrung mit günstigen Akkus - habt ihr schon mal Probleme gehabt? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren!
Siehe auch:
Gefährliche Mängel bei Billig-Akkus entdeckt
Röntgenscans decken massive Qualitätsunterschiede zwischen Marken- und Billig-Akkus auf: Eine umfangreiche Studie mit über 1000 getesteten 18650-Lithium-Ionen-Zellen zeigt, dass fast acht Prozent der günstigen oder gefälschten Batterien einen schwerwiegenden Herstellungsfehler aufweisen können. Dieser sogenannte "Negative Anode Overhang" beschleunigt die Alterung und erhöht das Risiko von internen Kurzschlüssen sowie Batteriebränden erheblich.Die 18650-Zellen sind in zahlreichen Geräten zu finden - von elektrischen Zahnbürsten über Akkuschrauber bis hin zu E-Bikes und sogar Elektroautos. Während diese Batterieform wegen ihrer kompakten Bauweise und hohen Energiedichte geschätzt wird, variiert die Qualität zwischen Original-Herstellerzellen, ummantelten Akkus und Billigprodukten drastisch.
Röntgentechnik enthüllt versteckte Risiken
Die Untersuchung nach einer Mitteilung von Lumafield (via The Verge) nutzte industrielle Computertomografie, um mehr als 100 Zellen von zehn verschiedenen Herstellern zu analysieren. Das Spektrum reichte von hochwertigen Originalherstellern bis hin zu offensichtlichen Fälschungen. Von den insgesamt 1054 gescannten Batteriezellen wiesen 33 den gefährlichen Defekt auf - alle stammten aus der Kategorie der günstigen oder gefälschten Produkte.
Links eine hochwertig verarbeitete Batteriezelle, rechts eine minderwertige Fälschung
Der kritische Defekt entsteht, wenn die negative Elektrode nicht vollständig über die positive Elektrode hinausragt. Diese Fehlkonstruktion führt zu Lithium-Plating an den Rändern der positiven Elektrode, was die Batterie destabilisiert und Kurzschlüsse begünstigt. Besonders bedenklich: Eine über Temu erworbene Billigmarke zeigte eine Defektrate von sage und schreibe 15 Prozent. Zusätzlich zum Hauptdefekt wiesen die minderwertigen Zellen eine um 50 Prozent schlechtere Kantenausrichtung ihrer internen Wicklungen auf, was weitere Leistungseinbußen und Kurzschlussrisiken zur Folge haben kann.
Markenhersteller ohne Beanstandungen
Im Gegensatz dazu blieben alle 300 getesteten Markenzellen von Samsung, Panasonic und Murata ohne jegliche Auffälligkeiten. Dies unterstreicht die Bedeutung etablierter Qualitätskontrollsysteme in der Lieferkette. Eduardo Torrealba, Mitgründer von Lumafield, warnt: "Nicht-OEM-Batterien sind ein Minenfeld. Wir sehen gefährliche Defekte in einem Ausmaß, das jeden Fertigungsleiter alarmieren sollte. Wer seine Lieferkette nicht überwacht, spielt mit seinem Markenimage und der Sicherheit seiner Kunden."Die 18650-Bezeichnung stammt übrigens aus den Abmessungen der zylindrischen Zelle: 18 Millimeter Durchmesser und 65 Millimeter Länge. Diese Standardisierung machte die Zellen zu einem beliebten Baustein für Akkupacks verschiedenster Größen.
Die Studie zeigt auch, dass sich die Risiken potenzieren, da viele Produkte mehrere 18650-Zellen enthalten - von drei bis fünf Zellen in einem typischen Akkuschrauber bis zu 39 in einem E-Bike-Akku. Die US-Verbraucherschutzbehörde CPSC musste 2024 bereits 26 Rückrufe und neun Produktsicherheitswarnungen wegen Brand- und Verbrennungsgefahren durch überhitzende Batterien aussprechen.
Problematisch ist auch der Handel mit ummantelten Zellen: Dabei werden gebrauchte oder minderwertige Batterien mit neuen Etiketten versehen und als hochwertige Markenware verkauft. Diese Praxis ist besonders bei Online-Marktplätzen verbreitet, wo Verbraucher oft nicht zwischen Original und Fälschung unterscheiden können.
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Zusammenfassung
- Fast acht Prozent der günstigen 18650-Lithium-Ionen-Akkus weisen gefährliche Defekte auf
- Eine Studie mit 1054 Batteriezellen deckt massive Qualitätsmängel bei Billigprodukten auf
- Der Hauptdefekt 'Negative Anode Overhang' erhöht Brandrisiko durch interne Kurzschlüsse
- Bei einer über Temu erworbenen Billigmarke lag die Defektrate sogar bei 15 Prozent
- Alle 300 getesteten Markenzellen von Samsung, Panasonic und Murata waren fehlerfrei
- Gefälschte Akkus werden oft mit Markenetiketten versehen und als Originalware verkauft
- Die US-Verbraucherschutzbehörde verzeichnete 2024 bereits 26 Rückrufe wegen überhitzender Batterien
Siehe auch:
- iFixit deckt auf: iPhone Air und MagSafe-Batterie nutzen gleichen Akku
- Apple erklärt endlich: Darum schwächeln iPhone-Batterien nach Updates
- Brandenburg bekommt neuen, schwarzstartfähigen Batteriespeicher
- FAA warnt vor steigender Gefahr durch Batterien in Flugzeugen
- Neue Solarzellen sollen viele Batterien in Geräten überflüssig machen
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