Schadet Schnellladen dem Handy-Akku? Langzeittest mit klarer Antwort
Ein aufwendiger Test bringt Klarheit darüber, ob Schnellladen wirklich den Handy-Akku schädigt. Der YouTube-Kanal HTX Studio testete etliche Geräte über ein halbes Jahr und über 500 Ladezyklen hinweg. Das Ergebnis dürfte einige Nutzer überraschen.
Der Test wurde mit sechs Exemplaren des iPhone 12 und sechs Vivo iQOO 7 Android-Smartphones durchgeführt und erstreckte sich über 167 Tage. Die Ergebnisse dürften viele Nutzer überraschen, die bisher aus Sorge um die Akkugesundheit auf Schnellladen verzichtet haben. Denn die erhobenen Zahlen zeigen: Schnelles Laden schadet dem Smartphone-Akku so gut wie gar nicht.
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Der YouTube-Kanal HTX Studio führte den methodisch durchdachten Test durch und dokumentierte dabei jeden Ladezyklus akribisch. Die Geräte wurden dafür in mehrere Gruppen eingeteilt. Ein Teil wurde immer mit hoher Leistung (120 Watt) schnell geladen, die zweite Gruppe bekam klassisches, langsames Laden (maximal 18 Watt). Eine dritte Gruppe wurde besonders schonend behandelt und folgte der 30-80-Regel, bei der der Akku niemals unter 30 Prozent und niemals über 80 Prozent Ladung aufweist. Die Akkukapazitäten wurden über 500 komplette Ladezyklen hinweg gemessen und verglichen, was etwa eineinhalb Jahren normaler Nutzung entspricht.
iPhones: 120-Watt-Schnellladen vs. 18-Watt-Laden
iPhones: Laden von 0%-100% vs. 30%-80%
Android: 120-Watt-Schnellladen vs. 18-Watt-Laden
Android: Laden von 0%-100% vs. 30%-80%
Diese minimalen Abweichungen dürften für die meisten Nutzer im Alltag völlig irrelevant sein, da Smartphones im Durchschnitt schon nach zwei bis drei Jahren ersetzt werden. Das Smartphone immer nur im "idealen" Bereich zwischen 30 und 80 Prozent Kapazität zu nutzen, kann dem Test zufolge jedoch tatsächlich einen geringen Kapazitätsgewinn nach vielen Ladezyklen bringen. Im Test waren es 4 Prozent mehr Kapazität bei iPhones und 2,5 Prozent mehr bei den getesteten Android-Handys. Allerdings muss jeder Nutzer selbst entscheiden, ob der mögliche Aufwand diese marginale Verbesserung wert ist.
Moderne Smartphones drosseln zudem die Leistung, wenn der Akku schwach wird, um unerwartete Abschaltungen zu verhindern. Ein rechtzeitiger Akkutausch kann das aber verhindern und dem Gerät seine ursprüngliche Leistung zurückgeben. Das ist jedoch in der heutigen Zeit, in der sich Smartphones nicht mehr öffnen lassen und Batterien verklebt sind, recht aufwendig.
Die meisten Nutzer sollten ihr Smartphone aber so laden, wie es am besten in ihren Alltag passt, ohne sich von übertriebenen Sorgen um die Akkugesundheit einschränken zu lassen. Ob schnelles Laden oder langsames Laden über Nacht, ob immer bis 100 Prozent oder nicht - die Auswirkungen auf die Akkukapazität sind nach vielen hundert Zyklen kleiner, als viele glauben.
Was denkt ihr über Schnellladen? Decken sich eure Alltagserfahrungen mit den Testergebnissen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen
Siehe auch:
Mythos oder Realität: Der große Akkutest
Während Google bei seinen Pixel-Smartphones per Update die Ladegeschwindigkeit verlangsamt, geht Samsung bei seinem kommenden Galaxy S26 wohl erneut in die andere Richtung und erhöht die Leistung seiner Ladegeräte auf bis zu 65 Watt. In einer völlig anderen Liga spielt wiederum Realme, die schon vergangenes Jahr 300-Watt-Schnellladen demonstrierten. Doch viele Nutzer zögern bei solchen Zahlen, da man immer wieder hört, dass Schnellladen die Kapazität und Langlebigkeit von Handy-Akkus verringert. Doch stimmt das wirklich? Ein umfangreicher Langzeittest kommt nach sechs Monaten zu einem klaren Urteil.Der Test wurde mit sechs Exemplaren des iPhone 12 und sechs Vivo iQOO 7 Android-Smartphones durchgeführt und erstreckte sich über 167 Tage. Die Ergebnisse dürften viele Nutzer überraschen, die bisher aus Sorge um die Akkugesundheit auf Schnellladen verzichtet haben. Denn die erhobenen Zahlen zeigen: Schnelles Laden schadet dem Smartphone-Akku so gut wie gar nicht.
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Auf YouTube ansehenDer YouTube-Kanal HTX Studio führte den methodisch durchdachten Test durch und dokumentierte dabei jeden Ladezyklus akribisch. Die Geräte wurden dafür in mehrere Gruppen eingeteilt. Ein Teil wurde immer mit hoher Leistung (120 Watt) schnell geladen, die zweite Gruppe bekam klassisches, langsames Laden (maximal 18 Watt). Eine dritte Gruppe wurde besonders schonend behandelt und folgte der 30-80-Regel, bei der der Akku niemals unter 30 Prozent und niemals über 80 Prozent Ladung aufweist. Die Akkukapazitäten wurden über 500 komplette Ladezyklen hinweg gemessen und verglichen, was etwa eineinhalb Jahren normaler Nutzung entspricht.
Minimale Unterschiede trotz intensiver Nutzung
Die Testergebnisse zeigen deutlich, dass weder auf iPhones noch auf den verwendeten Android-Smartphones schnelles Laden zu signifikant reduzierten Akkukapazitäten nach 500 Ladezyklen führt. Bei den iPhones verloren schnell geladene Geräte lediglich 0,5 Prozent mehr Kapazität als langsam geladene. Bei den Android-Handys betrug die Differenz sogar nur 0,3 Prozent.
iPhones: 120-Watt-Schnellladen vs. 18-Watt-Laden
iPhones: Laden von 0%-100% vs. 30%-80%
Android: 120-Watt-Schnellladen vs. 18-Watt-Laden
Android: Laden von 0%-100% vs. 30%-80%
Diese minimalen Abweichungen dürften für die meisten Nutzer im Alltag völlig irrelevant sein, da Smartphones im Durchschnitt schon nach zwei bis drei Jahren ersetzt werden. Das Smartphone immer nur im "idealen" Bereich zwischen 30 und 80 Prozent Kapazität zu nutzen, kann dem Test zufolge jedoch tatsächlich einen geringen Kapazitätsgewinn nach vielen Ladezyklen bringen. Im Test waren es 4 Prozent mehr Kapazität bei iPhones und 2,5 Prozent mehr bei den getesteten Android-Handys. Allerdings muss jeder Nutzer selbst entscheiden, ob der mögliche Aufwand diese marginale Verbesserung wert ist.
Wann wird ein Akkutausch notwendig?
Spürbare Auswirkungen auf die Nutzung entstehen laut HTX Studio erst bei deutlich reduzierter Akkukapazität. Die Laufzeit verkürzt sich spürbar, wenn sich die Gesamtkapazität auf 85 Prozent reduziert. Bei einer Restkapazität von rund 80 Prozent wird ein Austausch empfohlen.Moderne Smartphones drosseln zudem die Leistung, wenn der Akku schwach wird, um unerwartete Abschaltungen zu verhindern. Ein rechtzeitiger Akkutausch kann das aber verhindern und dem Gerät seine ursprüngliche Leistung zurückgeben. Das ist jedoch in der heutigen Zeit, in der sich Smartphones nicht mehr öffnen lassen und Batterien verklebt sind, recht aufwendig.
Tipps für den Alltag
Das Fazit der Tester lautet: Es macht für normale Nutzer praktisch keinen Unterschied, wie und wie schnell der eigene Smartphone-Akku geladen wird. Wer dennoch das Maximum aus seinem Akku herausholen möchte und sein Telefon für viele Jahre verwenden will, kann durch das Laden zwischen 30 und 80 Prozent die Lebensdauer geringfügig verlängern.Die meisten Nutzer sollten ihr Smartphone aber so laden, wie es am besten in ihren Alltag passt, ohne sich von übertriebenen Sorgen um die Akkugesundheit einschränken zu lassen. Ob schnelles Laden oder langsames Laden über Nacht, ob immer bis 100 Prozent oder nicht - die Auswirkungen auf die Akkukapazität sind nach vielen hundert Zyklen kleiner, als viele glauben.
Was denkt ihr über Schnellladen? Decken sich eure Alltagserfahrungen mit den Testergebnissen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen
Zusammenfassung
- Langzeittest über 167 Tage mit 500 Ladezyklen an iPhones und Android-Handys
- Schnelles Laden (120 Watt) reduziert Akkukapazität nur minimal um 0,5 Prozent
- Laden zwischen 30 und 80 Prozent schont den Akku leicht, bringt 2,5 bis 4 Prozent
- Erst bei Restkapazität unter 85 Prozent wird die kürzere Akkulaufzeit spürbar
- Es gibt keinen praktischen Unterschied zwischen schnellem und langsamem Laden
- Nutzer sollten ihr Ladeverhalten an ihren Alltag anpassen ohne übertriebene Sorgen
Siehe auch:
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